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Spätburgunder

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Der Spätburgunder ist die unangefochtene Königsklasse unter den deutschen Rotweinen! Diese burgundische Edelrebe begeistert mit ihrer seidigen Textur, eleganten Tanninen und einem faszinierenden Aromenprofil von Kirschen, roten Beeren, Veilchen und erdigen Noten. In der Pfalz erreichen Spätburgunder-Weine Weltklasse-Niveau – unsere Top-Lagen produzieren Weine, die mit Burgund konkurrieren können.

Was Pfälzer Spätburgunder so besonders macht, ist die perfekte Balance zwischen Kraft und Finesse. Dank optimaler Böden, idealer Hanglagen und zunehmend wärmerer Jahre entwickeln unsere Winzer Rotweine von beeindruckender Tiefe, Komplexität und Reifepotenzial. Ob fruchtbetont im Edelstahl oder komplex im Barrique ausgebaut – die Qualität ist durchweg überragend. Burgund-Qualität zu fairen Preisen!

Er harmoniert perfekt mit Wild, Ente, feinem Rindfleisch oder gereiftem Käse. Erleben Sie Spätburgunder-Perfektion aus der Pfalz!

Die Erfolgsgeschichte einer edlen Rebsorte in der Pfalz

Pfälzer Spätburgunder hat in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich von der unterschätzten Nebenrolle zu einer der spannendsten Rotwein-Kategorien Deutschlands entwickelt. Was einst im Schatten baden-württembergischer Spätburgunder stand, begeistert heute Weinkenner weltweit: Die Pfalz bringt Pinot Noir hervor, der Finesse mit Fülle, Eleganz mit Kraft und burgundischen Charakter mit südpfälzischer Persönlichkeit verbindet.

Mit rund 1.600 Hektar Anbaufläche ist der Spätburgunder die zweitwichtigste Rotweinrebsorte der Pfalz nach dem Dornfelder. Doch während der Dornfelder oft für Alltagsweine steht, repräsentiert der Spätburgunder die qualitative Speerspitze des pfälzischen Rotweinbaus. Ambitionierte Winzer investieren in erstklassige Lagen, reduzierte Erträge, sorgfältige Handlese und geduldigen Ausbau – das Ergebnis sind Weine von beeindruckender Komplexität, Eleganz und Alterungsfähigkeit, die sich mit internationalen Spitzenweinen messen können.

Terroir und Klima: Ideale Bedingungen für Pinot Noir

Die Pfalz bietet für Spätburgunder außergewöhnlich vielfältige Terroirs, die unterschiedlichste Stilistiken ermöglichen. Das grundsätzlich warme, sonnenverwöhnte Klima der Region wird durch verschiedene Lagen und Bodentypen differenziert und schafft so Bedingungen, die von burgundisch-kühl bis südpfälzisch-warm reichen.

Mittelhaardt: In den kühleren Lagen am Haardtrand, besonders auf Buntsandsteinböden, entstehen elegante, finessenreiche Spätburgunder mit burgundischem Charakter. Die mineralischen Böden, geschützte Nordlagen und mäßigere Temperaturen fördern Weine mit feiner Frucht, lebendiger Säure und seidigen Tanninen – Pinot Noir, wie ihn burgundische Winzer schätzen würden.

Südliche Weinstraße: In den wärmeren Lagen der Südpfalz zeigt sich der Spätburgunder von seiner vollmundigen, kraftvollen Seite. Hier entstehen Weine mit reifer roter und schwarzer Frucht, fülliger Textur und samtigem Tannin – südpfälzische Interpretationen mit mehr Körper und Opulenz als die kühlen Pendants aus dem Norden.

Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:


  • Buntsandstein: Verleiht Eleganz, Finesse und eine feine mineralische Note. Die durchlässigen, warmen Böden sind ideal für filigrane Spätburgunder.

  • Kalkstein: Fördert strukturierte, langlebige Weine mit Rückgrat und feiner Säure. Kalkböden gelten weltweit als Premiumstandorte für Pinot Noir.

  • Lehm und Löss: Bringen körperreiche, kraftvolle Spätburgunder mit Fülle und Substanz hervor. Diese Böden dominieren in der Südpfalz und liefern zugängliche, fruchtbetonte Weine.

Diese Terroir-Vielfalt ermöglicht es pfälzischen Winzern, das gesamte Stilspektrum von Spätburgunder abzudecken – von zart und filigran bis kraftvoll und konzentriert.

Weinbergspflege: Qualität durch Handarbeit

Spätburgunder ist eine anspruchsvolle Rebsorte, die höchste Sorgfalt im Weinberg erfordert. Pfälzische Spitzenwinzer wissen: Große Spätburgunder entstehen im Weinberg, nicht im Keller. Die Kunst besteht darin, physiologisch perfekt reife Trauben zu ernten – mit ausgereiften Tanninen, reifer Frucht und ausbalancierter Säure.

Ertragsreduktion: Hochwertige Spätburgunder erfordern niedrige Erträge. Während Basisweine mit 60-80 Hektoliter pro Hektar auskommen, werden bei Großen Gewächsen oft nur 30-40 Hektoliter angestrebt. Durch Ausdünnen und selektive Ernte wird die Konzentration erhöht.

Laubarbeit: Intensive Laubarbeit sorgt für optimale Durchlüftung der Traubenzone, reduziert Pilzdruck und ermöglicht gleichmäßige Ausreifung. Gleichzeitig müssen die Trauben vor zu viel direkter Sonne geschützt werden, um Verbrennungen zu vermeiden.

Klonselektion: Moderne pfälzische Winzer arbeiten mit verschiedenen Spätburgunder-Klonen, die unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Durch geschickte Kombination verschiedener Klone entstehen komplexe, vielschichtige Weine.

Handlese: Bei Spitzenweinen ist selektive Handlese selbstverständlich. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller – unreife oder beschädigte Beeren werden aussortiert.

Ausbau: Zwischen Tradition und Innovation

Der Ausbau von Spätburgunder ist eine Kunst, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld erfordert. Pfälzische Winzer haben in den vergangenen Jahrzehnten viel experimentiert und gelernt – heute verbinden sie burgundische Traditionen mit eigenen Erfahrungen.

Maischegärung: Die Dauer der Maischestandzeit bestimmt maßgeblich Farbe, Tannin und Struktur des Weins. Während früher oft lange Maischestandzeiten üblich waren, setzen moderne Winzer zunehmend auf kürzere, schonendere Mazerationen, um Eleganz und feine Tannine zu erzielen. Typisch sind 10-14 Tage Maischestandzeit.

Ganztraubenvergärung: Manche Spitzenwinzer experimentieren mit Ganztraubenvergärung (teilweise oder vollständig), bei der unentrapte Trauben mitvergoren werden. Dies kann zusätzliche aromatische Komplexität und seidige Textur bringen.

Barrique-Ausbau: Hochwertiger Spätburgunder reift traditionell in französischen Eichenholzfässern (Barriques oder größeren Fässern wie Demi-Muids). Der Holzanteil variiert je nach gewünschtem Stil: Während manche Winzer bis zu 50% neues Holz einsetzen, bevorzugen andere gebrauchte Fässer, um den Fruchtcharakter zu bewahren. Die Reifezeit beträgt typischerweise 12-18 Monate.

Spontangärung: Immer mehr pfälzische Spitzenwinzer setzen auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, um Authentizität und Terroir-Ausdruck zu fördern.

Reifung auf der Feinhefe: Längere Hefelagerung verleiht dem Wein zusätzliche Komplexität, cremige Textur und harmonische Integration von Holz und Frucht.

Geschmacksprofile: Von elegant bis kraftvoll

Pfälzischer Spätburgunder präsentiert sich in unterschiedlichsten Stilistiken, die alle ihre Berechtigung und ihr Publikum haben:

Elegante, burgundische Stilistik:
Kühle Lagen, Buntsandstein, zurückhaltender Holzeinsatz – diese Spätburgunder zeigen helle Kirschfrucht, florale Noten, feine Gewürze und seidige Tannine. Sie sind filigran, präzise und erinnern an Vorbilder aus der Côte d'Or. Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Veilchen und dezenten Kräuternoten dominieren.

Moderne, fruchtige Stilistik:
Mittlere Extraktion, moderater Holzeinsatz, zugängliche Tannine – diese Weine zeigen saftige rote Beerenfrucht, Frische und Trinkfreude. Sie sind weniger komplex als Große Gewächse, aber ausdrucksstark und vielseitig einsetzbar.

Kraftvolle, südpfälzische Stilistik:
Warme Lagen, reife Trauben, längere Maischestandzeit – diese Spätburgunder zeigen dunkle Beerenfrucht, Fülle und Struktur. Aromen von schwarzen Kirschen, Pflaumen, Gewürzen und Schokolade dominieren. Sie haben mehr Körper und Alkohol als burgundische Pendants, aber auch die Kraft, kräftige Speisen zu begleiten.

Reserve und Große Gewächse:
Die Spitze der Qualitätspyramide – Weine aus erstklassigen Einzellagen, alten Reben, minimalen Erträgen und langem Ausbau. Diese Spätburgunder sind komplex, vielschichtig und haben das Potenzial, sich über ein Jahrzehnt oder länger weiterzuentwickeln.

Aromenspektrum und Entwicklung

Junger Spätburgunder zeigt typischerweise:

  • Rote Beeren: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen
  • Florale Noten: Veilchen, Rosen
  • Frische Kräuter und feine Gewürze

Mit der Reifung entwickeln sich:

  • Dunkle Früchte: Schwarzkirschen, Brombeeren
  • Tertiäre Aromen: Unterholz, Pilze, Leder
  • Würzige Komplexität: Zimt, Nelken, Tabak
  • Erdige Noten: Waldboden, Trüffel

Hochwertige pfälzische Spätburgunder können problemlos 10-15 Jahre reifen und gewinnen dabei an Komplexität, Harmonie und Eleganz.

Qualitätsstufen: Vom Gutswein zum Großen Gewächs

Das Angebot an pfälzischem Spätburgunder deckt alle Qualitäts- und Preisstufen ab:

Gutsweine: Solide Basis-Spätburgunder für den täglichen Genuss. Fruchtig, zugänglich und unkompliziert, oft im Edelstahl oder mit minimalem Holzeinsatz ausgebaut. Perfekt für gesellige Runden und als Einstieg in die Welt des Spätburgunders.

Ortsweine: Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Ausdruck. Oft bereits mit Barrique-Ausbau und mehr Komplexität. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Lagenweine: Aus renommierten Einzellagen mit Namen wie Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel oder Birkweiler Kastanienbusch. Diese Weine zeigen klar ihr Terroir und sind für längere Lagerung geeignet.

Große Gewächse (GG): Die Spitze der Qualitätspyramide. Trockene Spitzenweine aus den besten VDP-Lagen, streng selektiert, mit minimalem Ertrag und langem Ausbau. Diese Weine spielen in der internationalen Liga mit und können Preise wie burgundische Premiers Crus erreichen.

Alte Reben / Selektion: Manche Weingüter bieten Spätburgunder von besonders alten Rebstöcken (30+ Jahre) an. Diese Weine zeigen oft besondere Konzentration, Komplexität und Tiefe.

Kulinarische Begleitung: Der vielseitige Partner

Spätburgunder gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt. Seine moderate Tanninstruktur, lebendige Säure und aromatische Komplexität machen ihn zum idealen Partner für zahlreiche Gerichte:

Klassische Kombinationen:

  • Wild: Rehrücken, Wildschwein, Hirsch – die klassische Paarung
  • Geflügel: Ente, Gans, Taube, Wachtel
  • Pilzgerichte: Steinpilze, Morcheln, Trüffel
  • Rotes Fleisch: Rosa gebratenes Rinderfilet, Kalbfleisch
  • Käse: Weichkäse wie Époisses, Camembert, gereifter Comté

Moderne Pairings:

  • Thunfisch und andere kräftige Fische
  • Asiatische Küche mit Ente oder Schweinefleisch
  • Vegetarische Gerichte mit Pilzen und Wurzelgemüse
  • Herzhafte Eintöpfe und Schmorgerichte

Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 16-18°C – nicht zu warm, damit die Eleganz erhalten bleibt, aber auch nicht zu kühl, damit sich die Aromen entfalten können.

Pfälzische Spätburgunder-Hochburgen

Bestimmte Regionen und Lagen der Pfalz haben sich als besondere Spätburgunder-Terroirs etabliert:

Mittelhaardt: Orte wie Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim bringen elegante, mineralische Spätburgunder mit burgundischem Charakter hervor.

Birkweiler in der Südpfalz gilt als Rotwein-Hochburg mit hervorragenden Spätburgundern, die Kraft und Eleganz verbinden.

Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze profitiert von seiner südlichen Lage und bringt vollmundige, reife Spätburgunder hervor.

St. Martin und das Umland bieten geschützte Lagen am Haardtrand mit idealen Bedingungen für Spätburgunder.

VDP und Spitzenweingüter

Viele der besten pfälzischen Spätburgunder stammen von VDP-Mitgliedsbetrieben (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), die sich höchsten Qualitätsstandards verpflichtet haben. Diese Güter haben in den vergangenen Jahrzehnten enorm in Qualität investiert und pfälzischen Spätburgunder auf internationales Niveau gehoben.

Renommierte Weingüter experimentieren mit unterschiedlichen Ausbaumethoden, Klonen und Lagencharakteren und treiben die Qualitätsentwicklung stetig voran. Ihre Spätburgunder werden regelmäßig mit Höchstbewertungen von Weinkritikern ausgezeichnet.

Bio und Biodynamie

Immer mehr pfälzische Spätburgunder stammen aus biologischem oder biodynamischem Anbau. Gesunde Böden, natürliche Bewirtschaftung und minimale Intervention im Keller fördern authentische, terroir-geprägte Weine mit lebendiger Struktur. Viele Spitzenwinzer sind überzeugt: Die besten Spätburgunder entstehen im Einklang mit der Natur.

Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel

Einer der großen Vorzüge pfälzischer Spätburgunder ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. Während burgundische Pinot Noirs oft dreistellige Beträge kosten, bietet die Pfalz:

  • Solide Gutsweine ab 8-12 Euro
  • Charaktervolle Ortsweine für 15-25 Euro
  • Ambitionierte Lagenweine für 25-40 Euro
  • Große Gewächse für 40-80 Euro

Damit ist pfälzischer Spätburgunder deutlich zugänglicher als seine burgundischen Vorbilder und macht Spitzenqualität für ein breiteres Publikum erreichbar.

Lagerung und Reifepotenzial

Während einfache Spätburgunder für den baldigen Genuss gedacht sind, haben hochwertige Lagenweine und Große Gewächse beeindruckendes Reifepotenzial:

  • Gutsweine: 2-4 Jahre
  • Ortsweine: 3-6 Jahre
  • Lagenweine: 5-10 Jahre
  • Große Gewächse: 10-20 Jahre und mehr

Bei kühler, dunkler Lagerung (12-14°C) und liegender Position entwickeln sich die Weine langsam weiter, gewinnen an Komplexität und Harmonie. Die Tannine integrieren sich, die Frucht wandelt sich zu tertiären Aromen, und der Wein zeigt seine wahre Größe.

Die Zukunft: Klimawandel als Chance

Der Klimawandel stellt für viele Weinregionen eine Herausforderung dar – für pfälzischen Spätburgunder könnte er jedoch eine Chance sein. Während traditionelle Pinot-Regionen wie das Burgund mit zu hohen Temperaturen kämpfen, profitiert die Pfalz von der Erwärmung: Spätburgunder reift sicherer aus, Spitzenjahrgänge werden häufiger, und die Stilistik wird vollmundiger und international konkurrenzfähiger.

Gleichzeitig bewahren kühlere Lagen der Pfalz weiterhin burgundischen Charakter und bieten so das gesamte Stilspektrum von elegant bis kraftvoll.

Fazit: Weltklasse aus der Pfalz

Pfälzischer Spätburgunder hat den Sprung in die Weltklasse geschafft. Was vor Jahrzehnten noch belächelt wurde, gehört heute zur Speerspitze deutschen Rotweinbaus. Die Kombination aus idealen Terroirs, ambitionierten Winzern und jahrzehntelanger Erfahrung hat Pinot Noir hervorgebracht, der sich nicht hinter internationalen Vorbildern verstecken muss.

Ob Sie elegante, burgundische Stile oder kraftvolle, südpfälzische Interpretationen bevorzugen – die Pfalz bietet für jeden Geschmack den passenden Spätburgunder. Und das zu Preisen, die deutlich unter vergleichbaren Burgundern liegen.

Entdecken Sie in unserem Sortiment die faszinierende Vielfalt pfälzischer Spätburgunder – von zugänglichen Gutsweinen über charaktervolle Lagenweine bis zu komplexen Großen Gewächsen. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Leidenschaft, Können und Respekt vor der Rebsorte Pinot Noir schaffen, der burgundische Eleganz mit südpfälzischer Persönlichkeit vereint!