Birkweiler Riesling vom Rotliegenden - Rebholz
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€26,00
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Weingut / Lieferant: Rebholz
Typ: Weisswein
Art. Nr.: rebholz-005
Verfügbar: Verfügbar
Dieser außergewöhnliche Riesling vom Rotliegenden offenbart das perfekte Zusammenspiel von Reife und Mineralität sowie Frucht und Säure. Die markanten mineralischen Aromen wie Rauch und Feuerstein werden durch frische Zitrus- und Apfelnoten ergänzt Feiner Riesling vom Weingut Rebholz. Ideal für lange Abende und tiefgehende Gespräche.
enthält Sulfite
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Birkweiler Riesling vom Rotliegenden - Rebholz
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2023
- Rebsorten
- Riesling
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Südliche Weinstraße
- Weinort
- Siebeldingen
- Alkoholgehalt
- 12 % vol
- Restzucker
- 1,9 g/l
- Säure
- 7.2 g/l
- Trinkempfehlung
- Der Birkweiler Riesling vom Rotliegenden - Rebholz ist die perfekte Begleitung zu leichten Fischgerichten, Meeresfrüchten oder einem sommerlichen Picknick im Freien.
Weingut Ökonomierat Rebholz – Kompromisslose Spitzenweine und biodynamischer Weinbau seit 1632
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist ein Familienbetrieb. Die Winzerfamilie Birgit und Hansjörg Rebholz, mit ihren Kindern Hans, Valentin und Helene, hat in Siebeldingen ihr Zuhause. Sie führen, als derzeitige Hofherren eine Familiengeschichte fort, die weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Schon seit dem Jahr 1632 ist die Rebholz-Familie in Siebeldingen an der Deutschen Weinstraße ansässig und produziert hier köstliche Rot- und Weißweine. Mit über 390 Jahren Familientradition gehört das Weingut zu den traditionsreichsten Adressen der Pfalz und hat sich als Synonym für kompromisslose Qualität und eigenständigen Weinstil etabliert.
Typisch Rebholz – Ein unverwechselbarer Weinstil
Seit über 50 Jahren werden die Weine so ausgebaut, dass sie nur das beinhalten, was ihnen die Natur geschenkt hat. Rebhölzer erben über Generationen hinweg die Neigung, ihren Überzeugungen stur und unbeirrbar zu folgen. Die Weine werden als höchst eigenwillige und eigenständige Typen wahrgenommen.
In diesen Jahren wurde ein hauseigener Weintyp entwickelt und gepflegt. Einer der anfangs eher provozierte, später aber Anerkennung und Erfolg ins Haus brachte. Gerade seinetwegen zählt das Weingut seit Jahren zu den besten Adressen in der Republik. "Typisch Rebholz" ist ein häufiger Kommentar zu den Weinen die landesweite Anerkennung und Erfolge erfahren.
Die Vision des Ökonomierats Eduard Rebholz
Pionier und Urheber der Naturwein-Idee vom Typ Rebholz war der gelernte Forstwirt Eduard Rebholz (1889-1966), der nach dem Krieg den elterlichen Weinbau übernahm und als »Ökonomierat« noch viel von sich reden machen sollte. Er nahm entschieden Anstoß am Weingeschmack jener Jahre. Den bodenlos denaturierten, künstlich gesüßten Tropfen seiner Zeit setzte er seine Idee vom »Naturwein« entgegen.
Er machte sich an die Erforschung des Klimas in seinen Weinbergen wie z.B. dem Siebeldinger Im Sonnenschein oder dem Birkweiler Kastanienbusch. Welche verschiedenen Bodentypen gibt es im Weingut und welche Eigenschaften haben sie. Aus diesen Erkenntnissen entschloss er dann, welche Rebsorte er dann wo pflanzte. Danach bestimmte er den Lesezeitpunkt neu. Hier spielte der Restzuckergehalt eine untergeordnete Rolle. Er probierte die Weißweintrauben und entschloss dann nach dem Reifegrad bzw. dem Geschmack, wann er erntete. Im Keller versuchte er schon damals, mehr wegzulassen als zu manipulieren.
Keine Kompromisse – Das Credo von Hansjörg Rebholz
Der Wahlspruch von Hansjörg Rebholz lautet: Keine Kompromisse! Dass er damit nicht schlecht fährt, zeigen zahlreiche Auszeichnungen und nicht zuletzt seine Weine, die mit zu den besten gehören, die man in der Pfalz bekommen kann. Die launischen Vorlieben des Marktes interessieren ihn nicht. Er bleibt unbeirrbar auf einem Weg, der ihm die Familientradition seit drei Generationen ins Stammbuch geschrieben hat.
Hans-Günter Schwarz, damals Verwalter und Betriebsleiter beim VDP.Weingut Müller-Catoir, war Hansjörgs Mentor. Nach dem Tod seines Vaters ist er bis heute sein väterlicher Freund und Ratgeber. Diese Ausbildung beim legendären Müller-Catoir hat Hansjörg Rebholz entscheidend geprägt.
Die nächste Generation – Hans und Valentin Rebholz
Inzwischen ist die ganze Familie im Weingut aktiv, aber vor allem prägen neben Hansjörg die Zwillingssöhne Hans und Valentin das Weingut. Das größte Potenzial steckt im Weinberg – und Hansjörg ist glücklich darüber, dass bei allen neuen Ideen die Jungen mit ihm in diesem Gedanken übereinstimmen. Die Übergabe an die nächste Generation ist bereits in vollem Gange, wobei die Erfahrung der älteren mit der Neugier der jüngeren Generation verschmilzt.
Biodynamischer Weinbau seit 2005
Seit 2005 werden alle Weinberge von Rebholz nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, kurze Zeit später bereits biodynamisch. Auf den Einsatz von Herbiziden, chemisch-synthetischen Fungiziden und Mineraldünger verzichtet man, um das natürliche Ökosystem zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Mit der Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln werden die Pflanzen auf natürlichem Wege gestärkt und abgehärtet.
Seit drei Generationen hat sich das Weingut als Ökonomierat Rebholz auf die Biodynamie konzentriert. Mithilfe der Natur entstehen charaktervolle Weine. Alle Weine unterliegen der Öko-Kontroll-Nr. DE-ÖKO-003.
VDP-Mitgliedschaft seit 1991
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist seit 1991 Mitglied im VDP - Verband deutscher Prädikatsweingüter. Diese Mitgliedschaft in Deutschlands exklusivstem Winzerverband unterstreicht die konstant hohe Qualität und die Ausrichtung auf terroirgeprägte Spitzenweine.
VDP.GROSSE LAGE Kastanienbusch – Der Kultweinberg
DIE herausragendste Rieslinglage, seit Generationen im Besitz der Familie Rebholz, ist der Birkweiler „Kastanienbusch" [pfälzisch: keschdebusch], die mit 220m - 320m ü.N.N. höchstgelegene VDP.Grosse Lage in der Pfalz. Die größte Besonderheit dieser Lage ist aber das Kleinklima und der Boden. Er liegt ganz oben in einem einzigartigen Talkessel an einem sehr steilen Südhang umringt von Esskastanien, daher sein Name.
Buntsandstein-rotliegendes Verwitterungsgestein machen die Rieslinge hier langlebig mit einem riesen Potential, unverwechselbar und mit großer Finesse. Weinunikate der besonderen Art. Sie brauchen nur etwas Zeit! Dieser Kult-Weinberg gehört zu den besten und legendärsten Lagen für trockenen Riesling in Deutschland! In einer Reihe mit z.B. Kellers „Hubacker", Wittmanns „Morstein" oder Emrich-Schönlebers „Halenberg".
Der Kastanienbusch Riesling GG ist Jahr für Jahr ein neues Unikat und inzwischen international bekannt, extrem erfolgreich und beliebt geworden. 2017 hat er die 100 Punkte im Gault&Millau geschafft!
Weitere VDP.GROSSE LAGEN
Neben dem legendären Kastanienbusch verfügt das Weingut über weitere Große Lagen: Siebeldinger Im Sonnenschein und Ganz Horn. Jede Lage zeigt ihren individuellen Charakter und trägt die Handschrift ihres Terroirs. Die Rieslinge vom Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegenden und Schiefer sind famose Exemplare mit Großem Gewächs-Charakter.
VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt mit Gewürztraminer
Ein ganz besonderer Weinberg ist die VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt. Die sehr steile Parzelle wurde 1947 vom Ökonomierat Rebholz mit Gewürztraminer bepflanzt. Diese historische Parzelle zeigt die langjährige Tradition des Weinguts mit aromatischen Rebsorten.
25 Hektar und vielfältige Terroirs
Das Weingut umfasst 25 Hektar. Nach einer strikt auf biodynamischen Grundsätzen beruhenden Bewirtschaftung der Weinberge verläuft auch der Ausbau im optimal klimatisierten Keller so schonend wie möglich; die Neuanschaffung einer Vielzahl (auch kleinster) Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat nochmals einen letzten qualitativen Schub gegeben.
Das Weingut Ökonomierat Rebholz profitiert von vielfältigen Böden, die unter anderem aus Löß-Lehm, Buntsandstein, Kalk und Rotliegendem bestehen. Hinzu kommen verschiedene Mikroklimata, die aufgrund der Bergketten und Hügel der Region entstehen.
Riesling – Die Visitenkarte des Weinguts
Der Riesling VDP.GUTSWEIN zeigt die gesamte Philosophie und ist eine perfekte Visitenkarte fürs Weingut. Aus der Weingutsphilosophie ergeben sich trockene, durchgegorene Weine mit viel Typizität, Eleganz und herausragendem Entwicklungspotential.
Weißburgunder – Rebholz' Durchbruch
Eigentlich ist es der Weißburgunder mit dem Hans Jörg Rebholz bekannt geworden ist. Die Weißburgunder von Rebholz gehören zu den besten Deutschlands und zeigen mineralische Kraft, elegante Struktur und großes Reifepotenzial.
Aromatische Rebsorten als Spezialität
Mit Sauvignon Blanc, Muskateller und Gewürztraminer hat die Familie schon immer begeistert, denn wo andernorts das Augenmerk vor allem den „Platzhirschen" galt, hat man sich in Siebeldingen von Anfang an auch mit Hingabe den „Exoten" gewidmet. Das Ergebnis: Weine von enormer Prägnanz, die ihre ganze Größe zeigen.
Spätburgunder und Sekt
Das Weingut produziert auch herausragende Spätburgunder, die mit ihrer Eleganz und Finesse überzeugen. Die Sekte von Rebholz, sowohl aus Riesling als auch aus Spätburgunder, werden nach traditionellem Verfahren mit langer Hefelagerung hergestellt und zeigen glasklaren Rebholz-Stil.
Ertragsreduzierung und Handlese
Rebholz beherzigt die Regel, dass Qualität im Weinberg mit geradezu stoischer Verbissenheit beginnt. Der Ertrag wird auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar begrenzt. Diese drastische Ertragsreduzierung sorgt für Konzentration, Kraft und Tiefe in den Weinen.
Schonender Ausbau und Geduld
Arbeit im Weinkeller heißt für Rebholz: dem Wein seine Zeit zum Reifen zu lassen. Behutsamer Umgang vorausgesetzt. Nuancenreichtum entwickelt sich nicht bei stürmischer Gärung, sondern nur mit einer großen Ruhe und Gelassenheit.
Während der Weinbereitung wird auf Kniffe wie Anreicherung, Auf- oder Entsäuern verzichtet – es ist der Jahrgang selbst, der hier für Charme sorgt und die Rebholz-Weine während der Reifephase auf der Flasche zum Sprint anzusetzen lässt, wenn bei anderen die „Kellerschminke" deutlich abblättert.
Weine mit Reifepotenzial
Heraus kommen unverwechselbare Tropfen, in der Mehrzahl trocken ausgebaut, die in jungen Jahren mitunter etwas kantig wirken, sich aber Jahr um Jahr weicher und offener präsentieren. Kurz: Sie haben ein hervorragendes Potenzial und sie eignen sich ganz hervorragend zu jedem besonderen Essen.
Siebeldingen – Herz der Südlichen Weinstraße
Ökonomierat Rebholz ist in Siebeldingen in der Pfalz zu Hause. Siebeldingen liegt im Herzen der Südlichen Weinstraße. Siebeldingen liegt in einer der schönsten Landschaften in der Pfalz. Das Weingut befindet sich seit jeher direkt in der Ortsmitte, ist Abbild von mehreren Generationen und steht unter Denkmalschutz – natürlich wurde es immer wieder behutsam erweitert und modernisiert, bis hin zur Vinothek.
Referenzweine der Pfalz
Diese genialen Naturprodukte aus zertifiziertem biodynamischen Anbau sind Referenzweine der Pfalz, die eine Symphonie ihres großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat der Familie Rebholz darstellen. Die eigenständige Stilistik, die kompromisslose Qualitätsorientierung und die konsequente biodynamische Bewirtschaftung machen Rebholz zu einem Leuchtturm des deutschen Weinbaus.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Ökonomierat Rebholz aus Siebeldingen – über 390 Jahre Familientradition seit 1632, biodynamischer Weinbau seit 2005, VDP-Mitglied seit 1991, Kultweinberg Kastanienbusch mit 100 Gault&Millau-Punkten. Kompromisslose Spitzenweine mit Typizität, Eleganz und herausragendem Reifepotenzial – "typisch Rebholz" bedeutet eigenständiger Weinstil abseits jeden Mainstreams. Von mineralischen Rieslingen über kraftvolle Weißburgunder bis zu aromatischen Spezialitäten – Referenzweine der Pfalz aus vielfältigen Terroirs.
Der König der Rebsorten in der Pfalz
Pfälzer Riesling steht für Frucht, Fülle und sonnenverwöhnte Eleganz – eine Interpretation der Königsrebsorte, die sich deutlich von den kühlen, mineralischen Rieslingen der Mosel oder des Rheingaus unterscheidet. Mit über 5.800 Hektar Rebfläche ist die Pfalz nach Rheinhessen das zweitgrößte Riesling-Anbaugebiet Deutschlands und kultiviert etwa ein Viertel aller deutschen Riesling-Reben. Diese beeindruckende Dimension spiegelt die herausragende Bedeutung der Rebsorte für die Region wider.
Was pfälzischen Riesling besonders macht, ist die Verbindung von reifer, expressiver Frucht mit lebendiger Säure und dem charakteristischen Ausdruck vielfältiger Terroirs. Das warme, mediterran geprägte Klima der Pfalz mit durchschnittlich 1.800 Sonnenstunden pro Jahr ermöglicht vollreife Trauben mit hoher physiologischer Reife – Voraussetzung für Rieslinge mit Körper, Schmelz und aromatischer Fülle. Gleichzeitig bewahren die besten Lagen ausreichend Kühle und Säure, um Frische, Eleganz und Langlebigkeit zu garantieren.
Von frischen, fruchtbetonten Basisweinen über klassische Kabinett- und Spätlesen bis zu komplexen Großen Gewächsen und edelsüßen Raritäten – pfälzischer Riesling deckt das gesamte Qualitäts- und Stilspektrum ab und beweist die außergewöhnliche Vielseitigkeit dieser Rebsorte.
Terroir: Vielfalt als Stärke
Die Pfalz bietet eine außergewöhnliche Terroir-Vielfalt, die pfälzischem Riesling sein facettenreiches Gesicht verleiht. Von den kühlen Buntsandsteinlagen der Mittelhaardt über die berühmten Kalksteinformationen bis zu den wärmeren Löss- und Lehmböden der Rheinebene – jedes Terroir prägt den Charakter der Weine auf eigene Weise.
Mittelhaardt – Das Herzstück des pfälzischen Rieslings:
Die Mittelhaardt zwischen Neustadt und Bad Dürkheim gilt als klassisches Riesling-Terroir der Pfalz und beherbergt einige der prestigeträchtigsten Weinlagen Deutschlands. Orte wie Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim sind weltweit bekannt für ihre Riesling-Kompetenz.
Kalkstein und Basalt: Die berühmten Lagen wie Forster Pechstein, Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel oder Wachenheimer Gerümpel sind geprägt von Kalkstein- und Basaltverwitterungsböden. Diese mineralreichen Böden verleihen den Rieslingen charakteristische Würze, feine Mineralität und beeindruckendes Alterungspotenzial. Kalkstein gilt weltweit als Premiumstandort für Riesling und bringt strukturierte, langlebige Weine mit Präzision und Tiefe hervor.
Buntsandstein: Am Haardtrand dominieren Buntsandsteinböden, die durchlässig, warm und mineralreich sind. Rieslinge von Buntsandstein zeigen Eleganz, feine Frucht und eine zurückhaltende, kühle Mineralität. Sie sind oft weniger opulent als Kalkstein-Rieslinge, dafür filigraner und verspielter.
Löss und Lehm: In der Rheinebene und den unteren Lagen prägen Löss- und Lehmböden das Bild. Diese fruchtbaren, wasserspeichernden Böden bringen körperreiche, fruchtbetonte Rieslinge mit Fülle und Zugänglichkeit hervor – perfekt für Alltagsweine mit Charakter.
Südliche Weinstraße:
Auch in der südlichen Pfalz wird hervorragender Riesling kultiviert, der sich durch besondere Fülle, Reife und südländischen Charakter auszeichnet. Die Weine sind oft noch fruchtbetonter und zeigen reife Pfirsich- und Aprikosenaromen.
Klimatische Besonderheiten: Sonne und Wärme
Das Klima der Pfalz ist der entscheidende Faktor für den Charakter pfälzischer Rieslinge. Mit 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, milden Temperaturen und vergleichsweise geringen Niederschlägen herrschen fast mediterrane Bedingungen. Der schützende Pfälzerwald schirmt die Weinberge vor kalten Westwinden ab, während die Rheinebene als Wärmespeicher fungiert.
Diese Bedingungen ermöglichen:
- Sichere, vollständige Traubenreife auch in schwierigeren Jahren
- Hohe physiologische Reife mit reifen Aromen
- Niedrigere Säurewerte als in kühleren Regionen (aber immer noch ausreichend für Balance)
- Höhere potenzielle Alkoholgrade
- Längere Vegetationsperioden mit optimaler Aromenentwicklung
Das Ergebnis sind Rieslinge mit reifer, expressiver Frucht, vollmundigem Körper und harmonischer Balance – Weine, die Kraft und Eleganz gleichermaßen zeigen.
Stilistische Vielfalt: Vom Gutswein bis zur edelsüßen Rarität
Pfälzischer Riesling präsentiert sich in beeindruckender stilistischer Bandbreite und bedient jeden Geschmack und Anlass:
Trockene Rieslinge:
Die überwiegende Mehrheit pfälzischer Rieslinge wird heute trocken ausgebaut. Diese Weine zeigen:
Gutsweine: Frische, unkomplizierte Rieslinge für den täglichen Genuss. Fruchtig, zugänglich, mit Aromen von Apfel, Zitrus und weißem Pfirsich. Leicht, beschwingt und erfrischend – perfekt als Aperitif oder zu leichten Speisen.
Ortsweine: Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Charakter. Mehr Komplexität, Tiefe und Struktur als Gutsweine, oft bereits mit feiner Mineralität und Länge.
Lagenweine: Aus renommierten Einzellagen mit historischem Ruf. Diese Rieslinge zeigen klar ihr Terroir, sind komplex, vielschichtig und für längere Lagerung geeignet. Aromen von reifen Steinfrüchten, Zitrusfrüchten, Kräutern und mineralischen Noten dominieren.
Große Gewächse (GG): Die Spitze der trockenen Rieslinge. Aus den besten VDP-Lagen, mit minimalem Ertrag, selektiver Lese und langem Ausbau. Diese Weine sind Botschafter ihres Terroirs, komplex, tiefgründig und mit Alterungspotenzial von Jahrzehnten. Sie zeigen die ganze Größe pfälzischen Rieslings und können Preise wie burgundische Grand Crus erreichen.
Feinherbe und halbtrockene Rieslinge:
Mit leichter Restsüße ausgebaut, zeigen diese Rieslinge besondere Harmonie und Zugänglichkeit. Die Restsüße wird durch die lebendige Säure des Rieslings perfekt ausbalanciert und schafft Weine von großer Trinkfreude. Besonders zu asiatischer Küche, würzigen Gerichten oder fruchtigen Desserts sind diese Stilistiken ideal.
Kabinett und Spätlese:
Die klassischen Prädikatsweine zeigen pfälzischen Riesling von seiner fruchtbetonten, eleganten Seite:
Kabinett: Leichte, verspielte Rieslinge mit moderatem Alkohol, lebendiger Säure und oft leichter Restsüße. Perfekt für leichte Sommerküche, als Aperitif oder zum pur genießen.
Spätlese: Aus vollreifen, spät gelesenen Trauben. Mehr Körper, Konzentration und Komplexität als Kabinett, mit Aromen von reifen Steinfrüchten, Honig und exotischen Noten. Je nach Ausbau trocken, halbtrocken oder mit edler Süße.
Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese:
Die edelsüßen Raritäten pfälzischen Rieslings sind wahre Schätze. In besonders guten Jahren, wenn Edelfäule (Botrytis cinerea) die Trauben befällt und konzentriert, entstehen Weine von außergewöhnlicher Süße, Komplexität und Langlebigkeit:
Auslese: Aus selektierten, überreifen Trauben. Konzentrierte Frucht, noble Süße und ausbalancierte Säure schaffen Weine von großer Harmonie.
Beerenauslese (BA): Nur aus edelfaulen, rosinenartigen Beeren. Extreme Konzentration, honigsüße Aromen von kandierten Früchten, Aprikosen und exotischen Gewürzen.
Trockenbeerenauslese (TBA): Die Königsklasse der Süßweine. Aus fast rosinenartigen, stark von Botrytis befallenen Beeren. Nektar-artige Konsistenz, unglaubliche Komplexität und Alterungspotenzial von Jahrzehnten. Sehr rare und teure Weine für besondere Anlässe.
Eiswein:
In seltenen Jahren, wenn die Trauben bei mindestens -7°C gefroren geerntet und gepresst werden, entsteht Eiswein – eine Rarität mit konzentrierter Süße, glasklarer Frucht und brillanter Säure.
Aromenspektrum: Sonnenverwöhnte Frucht
Pfälzische Rieslinge zeichnen sich durch ein charakteristisches Aromenspektrum aus, das die Sonnenkraft der Region widerspiegelt:
Primäre Fruchtaromen:
- Steinfrüchte: Pfirsich, Aprikose, Nektarine (oft reifer als in kühleren Regionen)
- Zitrusfrüchte: Zitrone, Limette, Grapefruit
- Kernobst: Apfel, Birne
- Exotische Früchte: Mango, Ananas, Maracuja (besonders bei reifen Trauben)
Blüten und Kräuter:
- Weiße Blüten: Akazienblüte, Jasmin
- Kräuternoten: Melisse, Minze, Kräutergarten
Mineralität und Terroir:
- Feuerstein, nasse Steine (besonders auf Kalkstein)
- Würzige Noten von Basalt
- Salzige Mineralität
Reifearomen (bei älteren Weinen):
- Honig, Bienenwachs
- Petrol (charakteristisch für gereiften Riesling)
- Getrocknete Früchte, Aprikosenmarmelade
- Nussige Töne
Weinausbau: Zwischen Stahl und Holz
Der Ausbau von Riesling erfolgt in der Pfalz überwiegend traditionell im Edelstahltank oder großen, neutralen Holzfässern (Stückfass, Fuder). Diese Methoden bewahren die primäre Frucht, Frische und Sortentypizität.
Edelstahltank: Moderne Kellertechnik mit temperaturkontrollierter Gärung bei niedrigen Temperaturen (15-18°C) erhält die feinen Fruchtaromen und sorgt für klare, präzise Weine.
Traditionelles Holzfass: Große, alte Holzfässer (500-1200 Liter) geben keine Holzaromen ab, ermöglichen aber Mikrooxidation und fördern die harmonische Entwicklung. Viele Spitzenrieslinge reifen in diesen traditionellen Fässern.
Spontangärung: Immer mehr Spitzenwinzer setzen auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, um Komplexität und Terroir-Ausdruck zu fördern.
Hefelager: Längere Lagerung auf der Feinhefe (sur lie) verleiht dem Wein zusätzliche Cremigkeit, Komplexität und Struktur. Besonders bei trockenen Großen Gewächsen wird diese Methode angewandt.
Barrique-Ausbau: Nur sehr selten und experimentell wird Riesling im kleinen Eichenfass ausgebaut. Die meisten Winzer sind überzeugt, dass Holzaromen die feine Riesling-Frucht überdecken würden.
Große Lagen und berühmte Weinorte
Die Mittelhaardt beherbergt einige der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands:
Forst:
- Forster Ungeheuer: Legendäre Basaltlage, mineralisch, würzig, kraftvoll
- Forster Pechstein: Basalt mit hohem Eisengehalt, intensive Mineralität
- Forster Kirchenstück: Kalkstein, elegant und langlebig
Deidesheim:
- Deidesheimer Grainhübel: Kalkstein, finessenreich und mineralisch
- Deidesheimer Leinhöhle: Komplex und vielschichtig
- Deidesheimer Paradiesgarten: Fülle und Eleganz
Ruppertsberg:
- Ruppersberger Reiterpfad: Strukturiert und langlebig
- Ruppersberger Hoheburg: Kraftvoll und mineralisch
Wachenheim:
- Wachenheimer Gerümpel: Klassische Lage mit Tradition
- Wachenheimer Rechbächel: Feine Mineralität
Diese historischen Lagen bringen Jahr für Jahr Rieslinge hervor, die zu den besten Weinen Deutschlands zählen und international höchste Anerkennung finden.
Säure und Balance: Das pfälzische Profil
Ein charakteristisches Merkmal pfälzischer Rieslinge ist die moderate Säure im Vergleich zu Mosel- oder Rheingau-Rieslingen. Während Mosel-Rieslinge oft rassige Säurewerte von 9-11 g/l aufweisen, liegen pfälzische Rieslinge typischerweise bei 6-8 g/l.
Diese moderatere Säure hat Vor- und Nachteile:
Vorteile:
- Größere Zugänglichkeit und Harmonie
- Breite kulinarische Einsetzbarkeit
- Weniger "stachelig" und aggressiv
- Bessere Balance bei höheren Alkoholgraden
Herausforderungen:
- Weniger Alterungspotenzial als sehr säurebetonte Rieslinge
- In heißen Jahren Risiko von zu wenig Frische
- Weniger "Spannung" und Nervosität
Moderne pfälzische Winzer haben gelernt, mit dieser Charakteristik umzugehen und durch optimales Lesezeitpunkt-Management, Lagenselektion und Kellerarbeit Rieslinge zu erzeugen, die Reife und Frische perfekt vereinen.
Kulinarische Vielseitigkeit
Riesling gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt, und pfälzische Rieslinge sind besonders food-friendly:
Trockene Rieslinge:
- Fisch und Meeresfrüchte: Von Forelle bis Jakobsmuschel
- Asiatische Küche: Thai, Chinesisch, Vietnamesisch
- Geflügel: Huhn, Pute, Ente
- Schweinefleisch: Besonders zu aromatischen Zubereitungen
- Vegetarische Küche: Gemüse, Salate, leichte Pasta
- Käse: Ziegenkäse, Weichkäse, milder Blauschimmelkäse
Feinherbe/Halbtrockene Rieslinge:
- Würzige asiatische Gerichte
- Indische Curries (mild bis mittelscharf)
- Flammkuchen und Zwiebelkuchen
- Scharf-süße Saucen
- Obstdesserts
Süße Rieslinge (Spätlese, Auslese):
- Foie gras und Pasteten
- Fruchtdesserts und Tartes
- Blauschimmelkäse (Roquefort, Stilton)
- Apfelstrudel und Obstkuchen
Edelsüße (BA, TBA, Eiswein):
- Pur als Meditation
- Zu intensiven Blauschimmelkäsen
- Zu nicht-schokoladigen Desserts
- Als Begleiter zu Feigen, Nüssen, getrockneten Früchten
Die optimale Serviertemperatur liegt bei 8-12°C – jung und frisch etwas kühler, gereift und komplex etwas wärmer.
Alterungspotenzial und Entwicklung
Hochwertige pfälzische Rieslinge können problemlos altern und entwickeln mit den Jahren zusätzliche Komplexität:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-15 Jahre
- Große Gewächse: 10-30 Jahre
- Spätlesen/Auslesen: 10-20 Jahre
- BA/TBA: 20-50 Jahre und länger
Bei optimaler Lagerung (kühl, dunkel, liegend, bei 10-12°C) entwickeln sich die Weine langsam: Die primäre Frucht wandelt sich, Petrolnoten entstehen, Honig- und Wachsaromen treten hervor, und die Weine gewinnen an Tiefe und Harmonie.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Pfälzischer Riesling bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis:
- Gutsweine: 6-10 Euro
- Ortsweine: 10-18 Euro
- Lagenweine: 18-35 Euro
- Große Gewächse: 30-70 Euro
- Prädikatsweine: 8-150 Euro (je nach Prädikatsstufe)
Damit ist pfälzischer Riesling deutlich zugänglicher als vergleichbare Weine aus anderen Premiumregionen und macht Spitzenqualität für breite Schichten erschwinglich.
Bio und Nachhaltigkeit
Immer mehr pfälzische Riesling-Produzenten arbeiten nach biologischen oder biodynamischen Prinzipien. Gesunde Böden, natürliche Bewirtschaftung und minimale Intervention fördern authentische, terroir-geprägte Rieslinge mit lebendiger Struktur.
Fazit: Sonnenverwöhnte Vielseitigkeit
Pfälzischer Riesling ist anders – und das ist gut so. Er ist keine Kopie kühler Mosel- oder Rheingau-Rieslinge, sondern eine eigenständige, sonnenverwöhnte Interpretation der Königsrebsorte. Mit seiner reifen Frucht, harmonischen Balance und großen Vielseitigkeit hat pfälzischer Riesling seinen festen Platz in der deutschen und internationalen Weinwelt erobert.
Von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu komplexen Großen Gewächsen, von knackig-trocken bis honigsüß – die Stilvielfalt pfälzischer Rieslinge ist beeindruckend. Und dank hervorragender Preis-Leistung ist Spitzenqualität für jeden zugänglich.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die sonnenverwöhnte Vielfalt pfälzischer Rieslinge – von frischen Gutsweinen über mineralische Lagenweine bis zu edelsüßen Raritäten. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Können, Leidenschaft und Respekt vor der Rebsorte Rieslinge schaffen, die Frucht, Eleganz und Terroir-Charakter auf einzigartige Weise vereinen!
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass aus lebensmittelrechtlichen Gründen bereits geöffnete Flaschen vom Umtausch ausgeschlossen sind.