Siebeldinger Weisser Burgunder Vom Muschelkalk Trocken - Rebholz
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€26,00
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Weingut / Lieferant: Rebholz
Typ: Weisswein
Art. Nr.: rebholz-036
Verfügbar: Verfügbar
Dieser Weisse Burgunder vom Muschelkalk besticht durch seine rauchige, würzige Nase und eine ausgeprägte Mineralität, die das Spiel von Salzen und Säuren wunderbar zur Geltung bringt. Mit seiner perfekten Reife und schonenden Verarbeitung ist dieser Wein aus dem Weingut Rebholz ein Paradebeispiel für die Eleganz und die Langlebigkeit von Pfälzer Weinen.
enthält Sulfite
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Siebeldinger Weisser Burgunder Vom Muschelkalk Trocken - Rebholz
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2023
- Rebsorten
- Weisser Burgunder
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Südliche Weinstraße
- Weinort
- Siebeldingen
- Alkoholgehalt
- 13,5 % vol
- Restzucker
- 4,1 g/l
- Säure
- 6.3 g/l
- Trinkempfehlung
- Der Siebeldinger Weiße Burgunder Vom Muschelkalk Trocken passt perfekt zu leichten Fischgerichten, sommerlichen Salaten oder als erfrischender Begleiter bei geselligen Anlässen im Freien.
Weingut Ökonomierat Rebholz – Kompromisslose Spitzenweine und biodynamischer Weinbau seit 1632
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist ein Familienbetrieb. Die Winzerfamilie Birgit und Hansjörg Rebholz, mit ihren Kindern Hans, Valentin und Helene, hat in Siebeldingen ihr Zuhause. Sie führen, als derzeitige Hofherren eine Familiengeschichte fort, die weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Schon seit dem Jahr 1632 ist die Rebholz-Familie in Siebeldingen an der Deutschen Weinstraße ansässig und produziert hier köstliche Rot- und Weißweine. Mit über 390 Jahren Familientradition gehört das Weingut zu den traditionsreichsten Adressen der Pfalz und hat sich als Synonym für kompromisslose Qualität und eigenständigen Weinstil etabliert.
Typisch Rebholz – Ein unverwechselbarer Weinstil
Seit über 50 Jahren werden die Weine so ausgebaut, dass sie nur das beinhalten, was ihnen die Natur geschenkt hat. Rebhölzer erben über Generationen hinweg die Neigung, ihren Überzeugungen stur und unbeirrbar zu folgen. Die Weine werden als höchst eigenwillige und eigenständige Typen wahrgenommen.
In diesen Jahren wurde ein hauseigener Weintyp entwickelt und gepflegt. Einer der anfangs eher provozierte, später aber Anerkennung und Erfolg ins Haus brachte. Gerade seinetwegen zählt das Weingut seit Jahren zu den besten Adressen in der Republik. "Typisch Rebholz" ist ein häufiger Kommentar zu den Weinen die landesweite Anerkennung und Erfolge erfahren.
Die Vision des Ökonomierats Eduard Rebholz
Pionier und Urheber der Naturwein-Idee vom Typ Rebholz war der gelernte Forstwirt Eduard Rebholz (1889-1966), der nach dem Krieg den elterlichen Weinbau übernahm und als »Ökonomierat« noch viel von sich reden machen sollte. Er nahm entschieden Anstoß am Weingeschmack jener Jahre. Den bodenlos denaturierten, künstlich gesüßten Tropfen seiner Zeit setzte er seine Idee vom »Naturwein« entgegen.
Er machte sich an die Erforschung des Klimas in seinen Weinbergen wie z.B. dem Siebeldinger Im Sonnenschein oder dem Birkweiler Kastanienbusch. Welche verschiedenen Bodentypen gibt es im Weingut und welche Eigenschaften haben sie. Aus diesen Erkenntnissen entschloss er dann, welche Rebsorte er dann wo pflanzte. Danach bestimmte er den Lesezeitpunkt neu. Hier spielte der Restzuckergehalt eine untergeordnete Rolle. Er probierte die Weißweintrauben und entschloss dann nach dem Reifegrad bzw. dem Geschmack, wann er erntete. Im Keller versuchte er schon damals, mehr wegzulassen als zu manipulieren.
Keine Kompromisse – Das Credo von Hansjörg Rebholz
Der Wahlspruch von Hansjörg Rebholz lautet: Keine Kompromisse! Dass er damit nicht schlecht fährt, zeigen zahlreiche Auszeichnungen und nicht zuletzt seine Weine, die mit zu den besten gehören, die man in der Pfalz bekommen kann. Die launischen Vorlieben des Marktes interessieren ihn nicht. Er bleibt unbeirrbar auf einem Weg, der ihm die Familientradition seit drei Generationen ins Stammbuch geschrieben hat.
Hans-Günter Schwarz, damals Verwalter und Betriebsleiter beim VDP.Weingut Müller-Catoir, war Hansjörgs Mentor. Nach dem Tod seines Vaters ist er bis heute sein väterlicher Freund und Ratgeber. Diese Ausbildung beim legendären Müller-Catoir hat Hansjörg Rebholz entscheidend geprägt.
Die nächste Generation – Hans und Valentin Rebholz
Inzwischen ist die ganze Familie im Weingut aktiv, aber vor allem prägen neben Hansjörg die Zwillingssöhne Hans und Valentin das Weingut. Das größte Potenzial steckt im Weinberg – und Hansjörg ist glücklich darüber, dass bei allen neuen Ideen die Jungen mit ihm in diesem Gedanken übereinstimmen. Die Übergabe an die nächste Generation ist bereits in vollem Gange, wobei die Erfahrung der älteren mit der Neugier der jüngeren Generation verschmilzt.
Biodynamischer Weinbau seit 2005
Seit 2005 werden alle Weinberge von Rebholz nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, kurze Zeit später bereits biodynamisch. Auf den Einsatz von Herbiziden, chemisch-synthetischen Fungiziden und Mineraldünger verzichtet man, um das natürliche Ökosystem zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Mit der Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln werden die Pflanzen auf natürlichem Wege gestärkt und abgehärtet.
Seit drei Generationen hat sich das Weingut als Ökonomierat Rebholz auf die Biodynamie konzentriert. Mithilfe der Natur entstehen charaktervolle Weine. Alle Weine unterliegen der Öko-Kontroll-Nr. DE-ÖKO-003.
VDP-Mitgliedschaft seit 1991
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist seit 1991 Mitglied im VDP - Verband deutscher Prädikatsweingüter. Diese Mitgliedschaft in Deutschlands exklusivstem Winzerverband unterstreicht die konstant hohe Qualität und die Ausrichtung auf terroirgeprägte Spitzenweine.
VDP.GROSSE LAGE Kastanienbusch – Der Kultweinberg
DIE herausragendste Rieslinglage, seit Generationen im Besitz der Familie Rebholz, ist der Birkweiler „Kastanienbusch" [pfälzisch: keschdebusch], die mit 220m - 320m ü.N.N. höchstgelegene VDP.Grosse Lage in der Pfalz. Die größte Besonderheit dieser Lage ist aber das Kleinklima und der Boden. Er liegt ganz oben in einem einzigartigen Talkessel an einem sehr steilen Südhang umringt von Esskastanien, daher sein Name.
Buntsandstein-rotliegendes Verwitterungsgestein machen die Rieslinge hier langlebig mit einem riesen Potential, unverwechselbar und mit großer Finesse. Weinunikate der besonderen Art. Sie brauchen nur etwas Zeit! Dieser Kult-Weinberg gehört zu den besten und legendärsten Lagen für trockenen Riesling in Deutschland! In einer Reihe mit z.B. Kellers „Hubacker", Wittmanns „Morstein" oder Emrich-Schönlebers „Halenberg".
Der Kastanienbusch Riesling GG ist Jahr für Jahr ein neues Unikat und inzwischen international bekannt, extrem erfolgreich und beliebt geworden. 2017 hat er die 100 Punkte im Gault&Millau geschafft!
Weitere VDP.GROSSE LAGEN
Neben dem legendären Kastanienbusch verfügt das Weingut über weitere Große Lagen: Siebeldinger Im Sonnenschein und Ganz Horn. Jede Lage zeigt ihren individuellen Charakter und trägt die Handschrift ihres Terroirs. Die Rieslinge vom Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegenden und Schiefer sind famose Exemplare mit Großem Gewächs-Charakter.
VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt mit Gewürztraminer
Ein ganz besonderer Weinberg ist die VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt. Die sehr steile Parzelle wurde 1947 vom Ökonomierat Rebholz mit Gewürztraminer bepflanzt. Diese historische Parzelle zeigt die langjährige Tradition des Weinguts mit aromatischen Rebsorten.
25 Hektar und vielfältige Terroirs
Das Weingut umfasst 25 Hektar. Nach einer strikt auf biodynamischen Grundsätzen beruhenden Bewirtschaftung der Weinberge verläuft auch der Ausbau im optimal klimatisierten Keller so schonend wie möglich; die Neuanschaffung einer Vielzahl (auch kleinster) Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat nochmals einen letzten qualitativen Schub gegeben.
Das Weingut Ökonomierat Rebholz profitiert von vielfältigen Böden, die unter anderem aus Löß-Lehm, Buntsandstein, Kalk und Rotliegendem bestehen. Hinzu kommen verschiedene Mikroklimata, die aufgrund der Bergketten und Hügel der Region entstehen.
Riesling – Die Visitenkarte des Weinguts
Der Riesling VDP.GUTSWEIN zeigt die gesamte Philosophie und ist eine perfekte Visitenkarte fürs Weingut. Aus der Weingutsphilosophie ergeben sich trockene, durchgegorene Weine mit viel Typizität, Eleganz und herausragendem Entwicklungspotential.
Weißburgunder – Rebholz' Durchbruch
Eigentlich ist es der Weißburgunder mit dem Hans Jörg Rebholz bekannt geworden ist. Die Weißburgunder von Rebholz gehören zu den besten Deutschlands und zeigen mineralische Kraft, elegante Struktur und großes Reifepotenzial.
Aromatische Rebsorten als Spezialität
Mit Sauvignon Blanc, Muskateller und Gewürztraminer hat die Familie schon immer begeistert, denn wo andernorts das Augenmerk vor allem den „Platzhirschen" galt, hat man sich in Siebeldingen von Anfang an auch mit Hingabe den „Exoten" gewidmet. Das Ergebnis: Weine von enormer Prägnanz, die ihre ganze Größe zeigen.
Spätburgunder und Sekt
Das Weingut produziert auch herausragende Spätburgunder, die mit ihrer Eleganz und Finesse überzeugen. Die Sekte von Rebholz, sowohl aus Riesling als auch aus Spätburgunder, werden nach traditionellem Verfahren mit langer Hefelagerung hergestellt und zeigen glasklaren Rebholz-Stil.
Ertragsreduzierung und Handlese
Rebholz beherzigt die Regel, dass Qualität im Weinberg mit geradezu stoischer Verbissenheit beginnt. Der Ertrag wird auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar begrenzt. Diese drastische Ertragsreduzierung sorgt für Konzentration, Kraft und Tiefe in den Weinen.
Schonender Ausbau und Geduld
Arbeit im Weinkeller heißt für Rebholz: dem Wein seine Zeit zum Reifen zu lassen. Behutsamer Umgang vorausgesetzt. Nuancenreichtum entwickelt sich nicht bei stürmischer Gärung, sondern nur mit einer großen Ruhe und Gelassenheit.
Während der Weinbereitung wird auf Kniffe wie Anreicherung, Auf- oder Entsäuern verzichtet – es ist der Jahrgang selbst, der hier für Charme sorgt und die Rebholz-Weine während der Reifephase auf der Flasche zum Sprint anzusetzen lässt, wenn bei anderen die „Kellerschminke" deutlich abblättert.
Weine mit Reifepotenzial
Heraus kommen unverwechselbare Tropfen, in der Mehrzahl trocken ausgebaut, die in jungen Jahren mitunter etwas kantig wirken, sich aber Jahr um Jahr weicher und offener präsentieren. Kurz: Sie haben ein hervorragendes Potenzial und sie eignen sich ganz hervorragend zu jedem besonderen Essen.
Siebeldingen – Herz der Südlichen Weinstraße
Ökonomierat Rebholz ist in Siebeldingen in der Pfalz zu Hause. Siebeldingen liegt im Herzen der Südlichen Weinstraße. Siebeldingen liegt in einer der schönsten Landschaften in der Pfalz. Das Weingut befindet sich seit jeher direkt in der Ortsmitte, ist Abbild von mehreren Generationen und steht unter Denkmalschutz – natürlich wurde es immer wieder behutsam erweitert und modernisiert, bis hin zur Vinothek.
Referenzweine der Pfalz
Diese genialen Naturprodukte aus zertifiziertem biodynamischen Anbau sind Referenzweine der Pfalz, die eine Symphonie ihres großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat der Familie Rebholz darstellen. Die eigenständige Stilistik, die kompromisslose Qualitätsorientierung und die konsequente biodynamische Bewirtschaftung machen Rebholz zu einem Leuchtturm des deutschen Weinbaus.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Ökonomierat Rebholz aus Siebeldingen – über 390 Jahre Familientradition seit 1632, biodynamischer Weinbau seit 2005, VDP-Mitglied seit 1991, Kultweinberg Kastanienbusch mit 100 Gault&Millau-Punkten. Kompromisslose Spitzenweine mit Typizität, Eleganz und herausragendem Reifepotenzial – "typisch Rebholz" bedeutet eigenständiger Weinstil abseits jeden Mainstreams. Von mineralischen Rieslingen über kraftvolle Weißburgunder bis zu aromatischen Spezialitäten – Referenzweine der Pfalz aus vielfältigen Terroirs.
Die unterschätzte Perle des pfälzischen Weinbaus
Weißburgunder, auch als Weißer Burgunder oder international als Pinot Blanc bekannt, ist die elegante, zurückhaltende Schwester im Burgunder-Trio. Während Grauburgunder mit Opulenz und Spätburgunder mit Komplexität glänzen, überzeugt Weißburgunder mit feiner Frucht, lebendiger Frische und subtiler Eleganz. Mit über 1.600 Hektar Rebfläche gehört die Pfalz zu den bedeutendsten Anbaugebieten für diese edle Rebsorte in Deutschland und hat maßgeblich zu ihrer Renaissance beigetragen.
Was Weißburgunder besonders macht, ist seine Vielseitigkeit: Die Rebsorte kann sowohl leichte, frische Alltagsweine als auch kraftvolle, barriqueausgebaute Spitzengewächse hervorbringen. Dabei bleibt sie stets elegant, niemals aufdringlich – ein perfekter Essensbegleiter, der Speisen unterstreicht, ohne sie zu dominieren. Das warme Klima der Pfalz verleiht den Weißburgundern Fülle und Reife, während sorgfältige Weinbergsarbeit und moderne Kellertechnik Frische und Finesse bewahren.
Von unkomplizierten Gutsweinen für den täglichen Genuss über mineralische Lagenweine bis zu komplexen Großen Gewächsen – pfälzischer Weißburgunder zeigt beeindruckende Qualität auf allen Ebenen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Rebsorten-Charakteristik: Die Eigenschaften des Weißburgunders
Weißburgunder ist eine natürliche Mutation des Grauburgunders, der wiederum eine Mutation des Spätburgunders ist. Diese enge Verwandtschaft erklärt manche gemeinsamen Eigenschaften, aber auch deutliche Unterschiede:
Früher Austrieb: Wie alle Burgundersorten treibt Weißburgunder früh aus und ist daher spätfrostgefährdet. In der milden Pfalz ist dieses Risiko jedoch überschaubar.
Kompakte Trauben: Die dichtbeerigen Trauben sind anfällig für Botrytis und Fäulnis, besonders in feuchten Jahren. Intensive Laubarbeit und gute Durchlüftung sind essentiell.
Moderate Mostgewichte: Im Vergleich zu Grauburgunder erreicht Weißburgunder geringere Zuckergrade und damit moderatere Alkoholwerte – ein Vorteil für Eleganz und Trinkfluss.
Subtile Aromatik: Weißburgunder ist aromatisch zurückhaltend und zeigt eher dezente Frucht als explosive Aromatik. Diese Zurückhaltung macht ihn zum idealen Essensbegleiter und ermöglicht klaren Terroir-Ausdruck.
Säurestruktur: Die Rebsorte verfügt über eine ausgewogene, niemals aggressive Säurestruktur, die für Frische ohne Härte sorgt.
Oxidationsstabilität: Im Gegensatz zum oxidationsfreudigen Grauburgunder ist Weißburgunder stabiler und verzeiht kleine Fehler in der Verarbeitung eher.
Terroir und Klima: Pfälzische Bedingungen
Das warme, sonnenverwöhnte Klima der Pfalz ermöglicht sichere Ausreifung des Weißburgunders. Die Rebsorte profitiert von:
- Langen, warmen Vegetationsperioden für optimale Aromenentwicklung
- Ausreichend Sonnenstunden für physiologische Reife
- Geschützten Lagen am Haardtrand mit moderierenden Einflüssen
- Kühlen Nächten im Herbst, die Frische und Säure bewahren
Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:
Kalkstein: Die Premiumböden für Weißburgunder. Kalkstein verleiht den Weinen feine Mineralität, Struktur und Eleganz. Besonders in der Mittelhaardt (Forst, Deidesheim, Ruppertsberg) bringen Kalksteinlagen herausragende Weißburgunder hervor – mineralisch, präzise und langlebig.
Buntsandstein: Die durchlässigen, warmen Buntsandsteinböden am Haardtrand fördern elegante, würzige Weißburgunder mit feiner Frucht und zurückhaltender Mineralität. Diese Weine sind filigran und zeigen dezente Rauchigkeit.
Löss und Lehm: Die fruchtbaren Böden der Rheinebene bringen körperreichere, fruchtbetonte Weißburgunder mit Fülle und Zugänglichkeit hervor. Diese Weine sind weniger komplex als Kalkstein-Varianten, dafür harmonisch und vielseitig einsetzbar.
Sand- und Kiesböden: Sorgen für frühe Erwärmung und gute Drainage. Weißburgunder von sandigen Böden zeigen besondere Feinheit, Leichtigkeit und Trinkfluss.
Die besten pfälzischen Weißburgunder stammen meist von Kalkstein- oder Buntsandsteinlagen, wo die Rebsorte ihre ganze Eleganz und Mineralität entfalten kann.
Weinbergspflege: Qualität durch Handwerk
Hochwertiger Weißburgunder erfordert sorgfältige Arbeit im Weinberg:
Ertragsreduktion: Während Basisweine mit 80-100 hl/ha auskommen, werden bei Spitzenweinen Erträge von 50-60 hl/ha angestrebt. Durch gezieltes Ausdünnen wird Konzentration und Aromenintensität erhöht.
Intensive Laubarbeit: Die kompakten Trauben benötigen gute Belüftung. Entblättern der Traubenzone fördert Luftzirkulation, reduziert Fäulnisrisiko und ermöglicht gleichmäßige Reife.
Optimaler Lesezeitpunkt: Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend. Zu früh geerntet fehlt es an Reife und Fülle, zu spät verliert der Wein Frische und Eleganz. Die Kunst besteht darin, den Moment zu finden, an dem physiologische Reife und ausreichende Säure optimal zusammenkommen.
Selektive Handlese: Bei Qualitätsweinen werden die Trauben von Hand gelesen und bereits im Weinberg selektiert. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller.
Bodenbewirtschaftung: Begrünung, schonende Bodenbearbeitung und organische Düngung fördern gesunde, tiefwurzelnde Rebstöcke, die selbst in trockenen Jahren optimale Trauben liefern.
Ausbau: Zwischen Frische und Komplexität
Der Ausbau von Weißburgunder erfolgt in der Pfalz auf unterschiedliche Weise, je nach Qualitätsanspruch und gewünschtem Stil:
Edelstahl-Ausbau:
Die Mehrheit pfälzischer Weißburgunder reift im Edelstahltank:
- Bewahrt primäre Fruchtaromen und Sortentypizität
- Sorgt für Frische, Lebendigkeit und klare Struktur
- Zeigt die Rebsorte in ihrer reinen, unverfälschten Form
- Ideal für leichte bis mittelschwere, zugängliche Weine
Temperaturkontrollierte Gärung bei 16-18°C verhindert Aromaverluste und sorgt für saubere, präzise Weine mit feiner Frucht.
Ausbau im traditionellen Holzfass:
Große, alte Holzfässer (Stückfass, Fuder von 1.000-1.200 Liter):
- Ermöglichen Mikrooxidation für harmonische Entwicklung
- Verleihen zusätzliche Komplexität ohne Holzaromen
- Fördern cremigere Textur und mehr Struktur
- Erhöhen Lagerfähigkeit und Tiefgang
Viele Spitzenwinzer bevorzugen traditionelle Holzfässer für Ortsweine und Lagenweine – eine Methode, die burgundischen Vorbildern nacheifert.
Barrique-Ausbau:
Für kraftvolle, ambitionierte Weißburgunder setzen manche Winzer auf kleine Eichenfässer (Barriques, 225 Liter):
- Verleiht zusätzliche Komplexität, Struktur und Cremigkeit
- Bringt Noten von Vanille, Butter, Brioche und Röstaromen
- Erhöht Mundgefühl, Dichte und Alterungspotenzial
- Kann den feinen Charakter des Weißburgunders überdecken, wenn nicht behutsam dosiert
Der Neuholzanteil sollte bei Weißburgunder zurückhaltend sein (10-30%), da die Rebsorte sensibler auf Holz reagiert als Grauburgunder oder Chardonnay. Oft wird nur ein Teil im Barrique ausgebaut und später mit Edelstahl-Anteilen assembliert.
Spontangärung:
Immer mehr Qualitätswinzer setzen auf Spontangärung mit wilden Hefen:
- Fördert Komplexität, Tiefe und Individualität
- Authentischerer Terroir-Ausdruck
- Lebendigere, vielschichtigere Weine
- Erfordert saubere Trauben und sichere Kellerführung
Hefelager (Bâtonnage):
Längere Lagerung auf der Feinhefe über mehrere Monate:
- Verleiht cremige, buttrige Textur und Fülle
- Bringt zusätzliche Komplexität (Brioche, Nuss, Hefe)
- Schützt vor Oxidation und erhöht Lagerstabilität
- Wird bei Spitzenweinen oft mit regelmäßigem Aufrühren (Bâtonnage) kombiniert
Der Ausbau dauert typischerweise 6-12 Monate, bei Großen Gewächsen auch länger.
Geschmacksprofile und Stilistiken
Pfälzischer Weißburgunder zeigt unterschiedliche Facetten je nach Herkunft und Ausbau:
Leichter, frischer Stil (Edelstahl):
- Aromen: Grüner Apfel, Birne, Zitrusfrüchte, weiße Blüten
- Leicht bis mittelschwer im Körper
- Lebendige, erfrischende Säure
- Klare, präzise Frucht
- Ideal als Aperitif oder zu leichten Speisen
Klassischer Stil (traditionelles Holzfass):
- Aromen: Reife Birne, gelber Apfel, Haselnuss, Mandel, Butter
- Mittelschwerer Körper mit Substanz
- Cremige Textur, harmonische Säure
- Feine Mineralität und Würze
- Vielseitiger Essensbegleiter
Kraftvoller, barriqueausgebauter Stil:
- Aromen: Reife Steinfrüchte, Vanille, Brioche, Butter, Röstaromen
- Voller, dichter Körper mit Struktur
- Cremig-samtige Textur, komplexe Schichtung
- Mehr Kraft und Opulenz, aber immer eleganter als Grauburgunder
- Partner für gehobene Küche und kräftige Gerichte
Mineralischer Stil (Kalkstein/Buntsandstein):
- Aromen: Dezente Frucht, Kräuter, Stein, rauchige Noten
- Klar definierte Säure und Struktur
- Salzige, steinige Mineralität
- Zurückhaltende Eleganz und Tiefgang
- Großes Alterungspotenzial
Aromenspektrum im Detail
Primäre Fruchtaromen:
- Kernobst: Apfel (grün und gelb), Birne, Quitte
- Steinfrüchte: Pfirsich, Aprikose (dezenter als bei Grauburgunder)
- Zitrusfrüchte: Zitrone, Grapefruit (zurückhaltend)
Blüten und Kräuter:
- Weiße Blüten: Akazienblüte, Holunderblüte
- Kräuternoten: Kräutergarten, Melisse, dezente Würze
Nussige und buttrige Noten:
- Haselnuss, Mandel
- Butter, Brioche (bei Hefelager)
- Cashew, Marzipan
Mineralität und Terroir:
- Feuerstein, Kreide (auf Kalkstein)
- Rauchige Noten (auf Buntsandstein)
- Salzige, steinige Komponenten
Reifearomen (bei älteren Weinen):
- Honig, Wachs
- Getrocknete Früchte
- Nussöl, geröstete Nüsse
Weißburgunder ist grundsätzlich dezenter und subtiler in der Aromatik als andere Weißweinsorten – diese Zurückhaltung ist seine Stärke.
Qualitätsstufen und Klassifikation
Gutsweine:
Unkomplizierte, fruchtbetonte Weißburgunder für den täglichen Genuss. Im Edelstahl ausgebaut, frisch und zugänglich. Perfekt zum unkomplizierten Genießen. Preis: 6-10 Euro.
Ortsweine:
Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Charakter. Oft im traditionellen Holzfass ausgebaut, mehr Tiefe, Struktur und Komplexität. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Preis: 10-18 Euro.
Lagenweine:
Aus renommierten Einzellagen mit historischem Ruf. Terroirgeprägt, vielschichtig und lagerfähig. Oft mit Barrique-Anteil oder langem Hefelager. Diese Weine zeigen die ganze Klasse pfälzischen Weißburgunders. Preis: 18-35 Euro.
Große Gewächse (GG):
Die Spitze der Qualitätspyramide. Trockene Spitzenweine aus den besten VDP-Lagen mit minimalem Ertrag, höchster Selektionsstufe und anspruchsvollem Ausbau. Diese Weißburgunder können mit burgundischen Weißweinen (Meursault, Puligny-Montrachet) konkurrieren und kosten einen Bruchteil davon. Preis: 30-70 Euro.
Spätlesen und Auslesen:
Seltener als bei Riesling oder Grauburgunder, aber in besonders guten Jahren werden auch edelsüße Weißburgunder erzeugt – Raritäten mit Tiefgang und Langlebigkeit.
Kulinarische Vielseitigkeit: Der ideale Essensbegleiter
Weißburgunder gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt. Seine dezente Aromatik, moderate Säure und elegante Struktur machen ihn zum perfekten Partner für unzählige Gerichte:
Leichte, edelstahlausgebaute Weißburgunder:
- Spargel (weiß und grün) – die klassische Kombination
- Leichte Fischgerichte (Forelle, Zander, Scholle)
- Meeresfrüchte und Krustentiere
- Salate mit Geflügel oder Fisch
- Frühlingsgemüse und leichte Gemüsegerichte
- Asiatische Küche (Sushi, gedämpfter Fisch)
- Ziegenkäse, Mozzarella, Feta
Klassische, holzgereifte Weißburgunder:
- Gebratener Fisch (Steinbutt, Wolfsbarsch, Lachs)
- Geflügel (Hähnchen, Poularde, Truthahn)
- Kalbfleisch in hellen Saucen
- Schweinefleisch (Braten, Schnitzel)
- Risotto und cremige Pasta
- Pilzgerichte (Champignons, Steinpilze)
- Käse (Comté, Gruyère, Bergkäse)
Barrique-Weißburgunder:
- Hummer, Langusten und edle Krustentiere
- Kräftige Fischgerichte in Butter- oder Rahmsaucen
- Kalbsbries und Innereien
- Weiße Trüffel und Trüffelgerichte
- Gehobene Gourmetküche
- Gereifter Hartkäse
Vegetarische Gerichte:
Weißburgunder ist der perfekte Wein für gehobene vegetarische Küche:
- Cremige Gemüsesuppen
- Überbackene Gemüsegratins
- Quiches und Gemüsetartes
- Pasta mit Sahnesaucen
- Risotto mit Gemüse oder Pilzen
Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 10-12°C – nicht zu kalt, damit sich die Aromen entfalten können.
Weißburgunder vs. Chardonnay
Oft wird Weißburgunder mit Chardonnay verglichen, da beide Rebsorten ähnliche Einsatzgebiete haben und stilistisch verwandt sind:
Gemeinsamkeiten:
- Beide eignen sich für Edelstahl- und Barrique-Ausbau
- Beide sind vielseitige Essensbegleiter
- Beide zeigen eher dezente als explosive Aromatik
- Beide profitieren von Hefelager
Unterschiede:
- Chardonnay hat mehr aromatisches Potenzial und Variabilität
- Weißburgunder ist subtiler, zurückhaltender und dezenter
- Chardonnay verträgt mehr Holz und neue Fässer
- Weißburgunder zeigt klarere Mineralität
- Chardonnay hat international höhere Reputation
- Weißburgunder bietet besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
Pfälzischer Weißburgunder positioniert sich als elegante, erschwingliche Alternative zu Chardonnay – weniger berühmt, aber nicht weniger gut.
Alterungspotenzial und Lagerung
Weißburgunder ist grundsätzlich auf früheren bis mittelfristigen Genuss ausgelegt:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-10 Jahre
- Große Gewächse: 8-15 Jahre
- Barrique-Weißburgunder: 10-20 Jahre (in Ausnahmefällen)
Bei optimaler Lagerung (kühl, dunkel, liegend, 10-12°C) entwickeln sich hochwertige Weißburgunder langsam weiter: Die Frucht wird komplexer, nussige und honigige Noten treten hervor, die Textur wird cremiger und die Weine gewinnen an Harmonie.
Die meisten Weißburgunder zeigen ihre besten Qualitäten jedoch in den ersten 3-5 Jahren nach der Ernte, wenn die primäre Frucht noch frisch und lebendig ist.
Bio und Nachhaltigkeit
Immer mehr pfälzische Weißburgunder-Produzenten arbeiten nach biologischen oder biodynamischen Prinzipien. Die Rebsorte eignet sich gut für ökologischen Anbau, auch wenn die kompakten Trauben Aufmerksamkeit erfordern.
Bio-Weißburgunder zeichnen sich oft durch:
- Klareren, authentischeren Fruchtausdruck
- Lebendigere Säurestruktur
- Besseren Terroir-Ausdruck
- Höhere Bekömmlichkeit durch weniger Schwefel
Internationale Perspektive: Elsass und Burgund
Zum besseren Verständnis pfälzischer Weißburgunder hilft der Blick auf internationale Vorbilder:
Elsass (Pinot Blanc):
Die französischen Nachbarn kultivieren die Rebsorte traditionell und mit großem Erfolg. Elsässische Pinot Blancs sind oft noch kraftvoller und körperreicher als pfälzische, mit höherem Alkohol. Historisch waren sie Vorbilder für pfälzische Winzer.
Burgund (Bourgogne Blanc):
Einfache burgundische Weißweine werden oft aus Chardonnay oder Aligoté erzeugt, aber auch Pinot Blanc spielt eine Nebenrolle. Burgundische Ausbaumethoden (Barrique, Bâtonnage) haben pfälzische Spitzenwinzer stark beeinflusst.
Pfälzischer Weißburgunder hat einen eigenständigen Stil entwickelt – zwischen elsässischer Kraft und burgundischer Raffinesse.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Pfälzischer Weißburgunder bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist deutlich erschwinglicher als vergleichbare internationale Weißweine:
- Solide Gutsweine bereits ab 6 Euro
- Charaktervolle Ortsweine für 10-18 Euro
- Ambitionierte Lagenweine für 18-35 Euro
- Große Gewächse für 30-70 Euro
Damit ist Spitzenqualität für breite Schichten zugänglich – ein wichtiger Vorteil gegenüber burgundischen oder elsässischen Weißweinen.
Eleganz und Vielseitigkeit
Weißburgunder ist die elegante, vielseitige Rebsorte par excellence. Wer subtile Finesse statt aufdringlicher Aromatik, harmonische Balance statt Opulenz und zurückhaltende Eleganz statt kraftvoller Fülle sucht, findet im Weißburgunder den idealen Wein.
Die Pfalz bietet mit ihrem warmen Klima, vielfältigen Terroirs und handwerklich versierten Winzern perfekte Voraussetzungen für Weißburgunder von Weltklasse. Von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu komplexen Großen Gewächsen – pfälzischer Weißburgunder überzeugt auf allen Ebenen.
Seine größte Stärke ist die kulinarische Vielseitigkeit: Kaum ein anderer Wein harmoniert mit so vielen unterschiedlichen Gerichten und macht dabei immer eine gute Figur, ohne die Speisen zu dominieren. Ein Wein für Kenner, die Eleganz und Subtilität zu schätzen wissen.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die faszinierende Vielfalt pfälzischer Weißburgunder – von frischen Gutsweinen über mineralische Lagenweine bis zu komplexen, barriqueausgebauten Spitzengewächsen. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Können und Fingerspitzengefühl aus dieser zurückhaltenden Rebsorte Weine schaffen, die durch Eleganz, Harmonie und Terroir-Ausdruck begeistern!
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