Ruppertsberg Weissburgunder trocken - Bassermann Jordan - VDP.ORTSWEIN
- Regulärer Preis“
€13,10
Inhalt: 0.75 Liter (17,47 € * / 1 Liter)
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Weingut / Lieferant: Bassermann-Jordan
Typ: Weisswein
Art. Nr.: bassermann-097
Verfügbar: Verfügbar
Der Ruppertsberg Weißburgunder trocken von Weingut Bassermann Jordan, ein VDP.Ortswein, ist ein Ausdruck höchster Qualität aus dem Herzen der Pfalz. Geerntet aus den Toplagen des malerischen Ruppertsbergs, verkörpert dieser trockene Weißburgunder die ideale Kombination aus Frucht, Geschmacksfülle und Eleganz. Die Frische der Pfälzer Lebensfreude ist in jedem Schluck spürbar. Selektiv gelesene Trauben aus den Weissburgunderlagen rund um Ruppertsberg werden sorgfältig verarbeitet. Nach einer schonenden Pressung und einer Übernacht-Sedimentation erfolgt die Gärung teilweise in Edelstahltanks und teilweise in Holzfässern, was dem Wein eine feine Struktur und komplexe Aromatik verleiht. Dieser Wein ist ein wahrer Genuss für Liebhaber eleganter, frischer Weine und passt hervorragend zu einer Vielzahl von Gerichten, von Meeresfrüchten bis zu feinen Pastagerichten..
enthält Sulfite
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Ruppertsberg Weissburgunder trocken - Bassermann Jordan - VDP.ORTSWEIN
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2023
- Rebsorten
- Weisser Burgunder
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße
- Weinort
- Deidesheim
- Alkoholgehalt
- 12,5 % vol
- Restzucker
- 1,1 g/l
- Säure
- 5.1 g/l
- Trinkempfehlung
- Der Ruppertsberg Weissburgunder trocken von Bassermann Jordan ist die perfekte Begleitung zu leichten Fischgerichten, Meeresfrüchten oder einem sommerlichen Picknick im Freien.
Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan – Über 300 Jahre Pfälzer Weinkultur auf Weltniveau
Das Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan ist im rheinland-pfälzischen Deidesheim in der Pfalz ansässig und produziert vorwiegend Rieslingweine auf einer Rebfläche von rund 50 Hektar. Als eines der traditionsreichsten und renommiertesten Weingüter Deutschlands steht der Name Bassermann-Jordan seit über drei Jahrhunderten für kompromisslose Qualität, terroirgeprägte Spitzenweine und die perfekte Symbiose aus Tradition und Innovation.
Eine Familiengeschichte, die den Pfälzer Weinbau prägte
Die Geschichte des Weinguts begann 1718, als der aus Cluses in Savoyen stammende Peter Jordan das Weingut gründete, das 1783 nach Deidesheim umzog. Den entscheidenden Wendepunkt markierte jedoch der junge Andreas Jordan (1775–1848), der nach dem Tod seiner Eltern im Alter von nur 20 Jahren das Weingut übernahm. Er revolutionierte den Weinbau in der Region und begründete den Qualitätsweinbau mit, indem er wegweisende Methoden einführte.
Andreas Jordan führte als erster Winzer in der heutigen Pfalz den Qualitätsweinbau ein: Er wartete den richtigen Zeitpunkt bei der Weinlese bis zur Edelfäule ab, unterschied konsequent die Rebsorten bei der Verarbeitung im Keller und bevorzugte edle Rebsorten wie Traminer und Riesling. Seine Innovationskraft zeigte sich auch darin, dass Jordan 1802 als Erster in der Pfalz den Namen der Weinlage „Deidesheimer Geheu" neben dem Jahrgang zur Kennzeichnung seiner Weine verwendete – ein revolutionärer Schritt, der die lagenspezifische Vermarktung begründete.
Durch strategische Zukäufe, besonders in Krisenjahren, konnte Jordan sein Weingut beträchtlich vergrößern. 1815 erwarb er den Ketschauer Hof in Deidesheim mitsamt einiger hervorragender Weinlagen. Bei der Ersten Allgemeinen Deutschen Industrieausstellung in München errang das Weingut die Große Denkmünze, da seine Weine die anderen pfälzischen qualitätsmäßig übertroffen hätten. Auch bei Weltausstellungen in Paris, Wien, Philadelphia und Melbourne wurden die Jordanschen Weine mit Medaillen geehrt.
Da Ludwig Andreas Jordan keinen männlichen Erben hatte, vollzog sein Schwiegersohn Emil Bassermann nach Jordans Tod 1883 mit Genehmigung des bayerischen Königs Ludwig II. die Namensänderung zu Bassermann-Jordan, um den legendären Namen zu bewahren. 1917 wurde Friedrich von Bassermann-Jordan in den Adelsstand erhoben, was dem Weingut seinen heutigen vollständigen Namen verlieh.
VDP-Mitgliedschaft seit 1910 – Ein Jahrhundert Spitzenqualität
Das Weingut ist seit 1910 Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), einem der exklusivsten Zusammenschlüsse deutscher Spitzenweingüter. Diese über 115-jährige VDP-Mitgliedschaft unterstreicht die kontinuierlich hohe Qualität und das Engagement für terroirgeprägte Weine. Als Mitglied im VDP klassifiziert das Weingut nach der Qualitätspyramide des VDP die besten Lagen aus Forst und Deidesheim.
Viele alte Weinjahrgänge, darunter solche, die noch unter Andreas Jordan produziert wurden, wie der legendäre Kometenweinjahrgang 1811, sind noch immer in den Bassermann-Jordanschen Weinkellern gelagert. Das 1811er-Etikett der Burgunderflaschen von Bassermann-Jordan ist berühmt, da es zu den ältesten seiner Art gehört.
Erstklassige VDP.GROSSE LAGEN – Das Terroir der Spitzenklasse
Die Weinberge des Weinguts Bassermann-Jordan liegen in den allerbesten Lagen der Mittelhaardt. Mehr als 30 Prozent davon sind VDP Große Lagen wie Jesuitengarten, Hohenmorgen und Deidesheimer Paradiesgarten. Zu den legendären Einzellagen zählen außerdem das weltberühmte Forster Kirchenstück, der Forster Pechstein, das Forster Ungeheuer sowie der Deidesheimer Kalkofen – allesamt Namen, die bei Weinliebhabern weltweit höchste Wertschätzung genießen.
Die einzigartigen Lagen des Weinguts wie Forster Kirchenstück, Hohenmorgen und Jesuitengarten zählen zu den besten der Pfalz. Hier gedeihen die Reben auf mineralreichen Böden, die den Weinen ihre unverwechselbare Terroirnote verleihen. Die Böden bestehen aus Buntsandstein, Muschelkalk, Basalt und Lösslehm – jede Lage mit ihrer individuellen Charakteristik, die sich deutlich in den Weinen widerspiegelt.
Der Forster Riesling spiegelt den Charakter der pfälzer Weinberge rund um Forst wider. Mineralität und Frucht sind bei diesen Weinen ein großes Thema. Der Basalt speichert die Wärme, und das gespeicherte Wasser löst die Mineralstoffe aus dem Boden beziehungsweise dem Basalt. Der Deidesheimer Riesling zeigt mehr Eleganz und das auch schon in jungen Jahren. Der Ruppertsberger Riesling zeigt sich früh zugänglich und sehr oft mit blumigen Aromakomponenten – ein eleganter Wein mit weniger Säure.
Riesling als Königsdisziplin – Die Rebsortenvielfalt
Der Riesling ist und bleibt die Paradedisziplin des Weinguts Bassermann-Jordan. Die Rieslinge machen den größten Teil der Weißweine im Weingut in Deidesheim aus. Von kristallklaren, mineralischen Ortsweinen über charaktervolle Lagenweine bis hin zu monumentalen Großen Gewächsen reicht die Bandbreite. Jeder Riesling erzählt die Geschichte seiner Herkunft und spiegelt die Einzigartigkeit des Terroirs wider.
Doch auch die Burgundersorten spielen eine bedeutende Rolle im Sortiment: Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Chardonnay ergänzen das Portfolio. Der Sauvignon Blanc Fumé begeistert mit seinen Aromen, während die Cuvée „Deux Nez" – eine harmonische Verschmelzung von Cabernet Sauvignon und Merlot – die internationale Ausrichtung des Weinguts unterstreicht. Ergänzt wird das Sortiment durch Spezialitäten wie Gewürztraminer, Gelber Muskateller und Scheurebe.
Tradition trifft Moderne – Kellerwirtschaft auf höchstem Niveau
Im historischen Weinkeller in Deidesheim reifen im jahrhundertelang gewachsenen Sandsteingewölbe kostbare Weine traditionell im Holzfass. Diese fast einen Kilometer langen Gewölbekeller sind das Herzstück der Weintradition und verleihen den Weinen ihre besondere Reife und Komplexität. Der Sekt von Bassermann-Jordan wird in traditioneller Flaschengärung hergestellt, was höchste Qualität und feinste Perlage garantiert.
In der modernen Kelter- und Kellerbetriebstätte hingegen wird der Wein auf höchstem technischem Niveau in moderner, fruchtbetonter Richtung ausgebaut. Dabei wird großer Wert auf eine behutsame, natürliche Gärung ohne künstliche Zusatzstoffe gelegt. Die Anbaumethoden, Vinifikation und Reifung der pfälzer Weiß- und Rotweine findet hier auf höchstem Niveau statt.
Das Weingut legt großen Wert auf nachhaltige und qualitätssteigernde Anbaumethoden. Behutsame Handlese, biologischer Pflanzenschutz und der Einsatz natürlicher Präparate sind feste Bestandteile der Philosophie des Hauses. Die Qualitätsweine bleiben so lange wie möglich auf der Feinhefe liegen, was ihnen zusätzliche Cremigkeit und Komplexität verleiht.
VDP.GROSSE GEWÄCHSE – Die Krönung des Sortiments
Das VDP.GROSSE GEWÄCHS aus der Pfalz stellt die besten trockenen Prädikatsweine im Weingut in Deidesheim dar. Die Rebsorten (Weißburgunder, Riesling und Spätburgunder), die maximale Erntemenge und die Lagen als VDP.GROSSE LAGE sind festgelegt. Die Großen Gewächse von Bassermann-Jordan zählen zu den gefragtesten deutschen Weinen und werden von Kritikern regelmäßig mit Höchstbewertungen ausgezeichnet.
Legendäre Große Gewächse wie der Riesling aus dem Forster Kirchenstück, dem Forster Pechstein, dem Forster Ungeheuer, dem Deidesheimer Kalkofen oder dem Ruppertsberger Reiterpfad verkörpern die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Diese Weine vereinen Kraft und Eleganz, Mineralität und Frucht, Komplexität und Trinkfluss in vollendeter Harmonie.
Stilvielfalt für jeden Weinliebhaber
Das Ergebnis sind Weine mit viel Charakter und Tiefe. Sie reichen von terroirbetonten, mineralischen Klassikern, die nachhaltig und lagerfähig sind, bis hin zu modernen, feinfruchtigen und expressiven Tropfen. So bietet das Weingut eine beeindruckende Stilvielfalt, die sowohl Traditionsliebhaber als auch moderne Genießer begeistert.
Das Sortiment umfasst unkomplizierte Gutsweine für den täglichen Genuss, charaktervolle Ortsweine aus Deidesheim, Forst und Ruppertsberg, terroirspezifische Lagenweine sowie die monumentalen Großen Gewächse. Hinzu kommen edelsüße Auslesen und Spätlesen, prickelnde Sekte in traditioneller Flaschengärung sowie moderne Interpretationen wie der frische Blanc de Noir Rosé und der lebendige Secco.
Ein Weingut mit Geschichte und Zukunft
Im Jahr 2002 veräußerte die Eigentümerfamilie das Weingut an den Neustadter Unternehmer Achim Niederberger (1957–2013), zu dessen Unternehmensgruppe es seitdem gehört. Unter dieser Führung wurde der historische Ketschauer Hof zu einem exklusiven Hotel- und Restaurantkomplex ausgebaut, der heute Weinkultur und gehobene Gastronomie auf höchstem Niveau vereint.
Das Weingut Dr. von Bassermann-Jordan ist nicht nur Wein einer einzelnen Person. Die Zusammenarbeit vieler Einzelner und Freude an der Weiterentwicklung der Vision ermöglicht erst den Erfolg. Bei Bassermann-Jordan steht die Traube im Vordergrund, um außergewöhnliche Spitzenweine zu kreieren. Und dafür braucht es vor allem Lesegut aus den besten Weinlagen der Pfalz und viel Zeit. So entstehen außergewöhnliche Weine, die noch lange in Erinnerung bleiben.
Erleben Sie Pfälzer Weingeschichte
Das Weingut bietet Weinliebhabern die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte hautnah zu erleben. In der Vinothek können Weine verkostet und gekauft werden, während Führungen durch die historischen Kellergewölbe einzigartige Einblicke in über 300 Jahre Weinbaugeschichte gewähren.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan – über drei Jahrhunderte Pfälzer Weinkultur, VDP-Qualität seit 1910 und Spitzenweine aus den besten Lagen Deutschlands. Von klassischen Rieslingen bis zu monumentalen Großen Gewächsen – jede Flasche erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Terroirs.
Die unterschätzte Perle des pfälzischen Weinbaus
Weißburgunder, auch als Weißer Burgunder oder international als Pinot Blanc bekannt, ist die elegante, zurückhaltende Schwester im Burgunder-Trio. Während Grauburgunder mit Opulenz und Spätburgunder mit Komplexität glänzen, überzeugt Weißburgunder mit feiner Frucht, lebendiger Frische und subtiler Eleganz. Mit über 1.600 Hektar Rebfläche gehört die Pfalz zu den bedeutendsten Anbaugebieten für diese edle Rebsorte in Deutschland und hat maßgeblich zu ihrer Renaissance beigetragen.
Was Weißburgunder besonders macht, ist seine Vielseitigkeit: Die Rebsorte kann sowohl leichte, frische Alltagsweine als auch kraftvolle, barriqueausgebaute Spitzengewächse hervorbringen. Dabei bleibt sie stets elegant, niemals aufdringlich – ein perfekter Essensbegleiter, der Speisen unterstreicht, ohne sie zu dominieren. Das warme Klima der Pfalz verleiht den Weißburgundern Fülle und Reife, während sorgfältige Weinbergsarbeit und moderne Kellertechnik Frische und Finesse bewahren.
Von unkomplizierten Gutsweinen für den täglichen Genuss über mineralische Lagenweine bis zu komplexen Großen Gewächsen – pfälzischer Weißburgunder zeigt beeindruckende Qualität auf allen Ebenen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Rebsorten-Charakteristik: Die Eigenschaften des Weißburgunders
Weißburgunder ist eine natürliche Mutation des Grauburgunders, der wiederum eine Mutation des Spätburgunders ist. Diese enge Verwandtschaft erklärt manche gemeinsamen Eigenschaften, aber auch deutliche Unterschiede:
Früher Austrieb: Wie alle Burgundersorten treibt Weißburgunder früh aus und ist daher spätfrostgefährdet. In der milden Pfalz ist dieses Risiko jedoch überschaubar.
Kompakte Trauben: Die dichtbeerigen Trauben sind anfällig für Botrytis und Fäulnis, besonders in feuchten Jahren. Intensive Laubarbeit und gute Durchlüftung sind essentiell.
Moderate Mostgewichte: Im Vergleich zu Grauburgunder erreicht Weißburgunder geringere Zuckergrade und damit moderatere Alkoholwerte – ein Vorteil für Eleganz und Trinkfluss.
Subtile Aromatik: Weißburgunder ist aromatisch zurückhaltend und zeigt eher dezente Frucht als explosive Aromatik. Diese Zurückhaltung macht ihn zum idealen Essensbegleiter und ermöglicht klaren Terroir-Ausdruck.
Säurestruktur: Die Rebsorte verfügt über eine ausgewogene, niemals aggressive Säurestruktur, die für Frische ohne Härte sorgt.
Oxidationsstabilität: Im Gegensatz zum oxidationsfreudigen Grauburgunder ist Weißburgunder stabiler und verzeiht kleine Fehler in der Verarbeitung eher.
Terroir und Klima: Pfälzische Bedingungen
Das warme, sonnenverwöhnte Klima der Pfalz ermöglicht sichere Ausreifung des Weißburgunders. Die Rebsorte profitiert von:
- Langen, warmen Vegetationsperioden für optimale Aromenentwicklung
- Ausreichend Sonnenstunden für physiologische Reife
- Geschützten Lagen am Haardtrand mit moderierenden Einflüssen
- Kühlen Nächten im Herbst, die Frische und Säure bewahren
Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:
Kalkstein: Die Premiumböden für Weißburgunder. Kalkstein verleiht den Weinen feine Mineralität, Struktur und Eleganz. Besonders in der Mittelhaardt (Forst, Deidesheim, Ruppertsberg) bringen Kalksteinlagen herausragende Weißburgunder hervor – mineralisch, präzise und langlebig.
Buntsandstein: Die durchlässigen, warmen Buntsandsteinböden am Haardtrand fördern elegante, würzige Weißburgunder mit feiner Frucht und zurückhaltender Mineralität. Diese Weine sind filigran und zeigen dezente Rauchigkeit.
Löss und Lehm: Die fruchtbaren Böden der Rheinebene bringen körperreichere, fruchtbetonte Weißburgunder mit Fülle und Zugänglichkeit hervor. Diese Weine sind weniger komplex als Kalkstein-Varianten, dafür harmonisch und vielseitig einsetzbar.
Sand- und Kiesböden: Sorgen für frühe Erwärmung und gute Drainage. Weißburgunder von sandigen Böden zeigen besondere Feinheit, Leichtigkeit und Trinkfluss.
Die besten pfälzischen Weißburgunder stammen meist von Kalkstein- oder Buntsandsteinlagen, wo die Rebsorte ihre ganze Eleganz und Mineralität entfalten kann.
Weinbergspflege: Qualität durch Handwerk
Hochwertiger Weißburgunder erfordert sorgfältige Arbeit im Weinberg:
Ertragsreduktion: Während Basisweine mit 80-100 hl/ha auskommen, werden bei Spitzenweinen Erträge von 50-60 hl/ha angestrebt. Durch gezieltes Ausdünnen wird Konzentration und Aromenintensität erhöht.
Intensive Laubarbeit: Die kompakten Trauben benötigen gute Belüftung. Entblättern der Traubenzone fördert Luftzirkulation, reduziert Fäulnisrisiko und ermöglicht gleichmäßige Reife.
Optimaler Lesezeitpunkt: Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend. Zu früh geerntet fehlt es an Reife und Fülle, zu spät verliert der Wein Frische und Eleganz. Die Kunst besteht darin, den Moment zu finden, an dem physiologische Reife und ausreichende Säure optimal zusammenkommen.
Selektive Handlese: Bei Qualitätsweinen werden die Trauben von Hand gelesen und bereits im Weinberg selektiert. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller.
Bodenbewirtschaftung: Begrünung, schonende Bodenbearbeitung und organische Düngung fördern gesunde, tiefwurzelnde Rebstöcke, die selbst in trockenen Jahren optimale Trauben liefern.
Ausbau: Zwischen Frische und Komplexität
Der Ausbau von Weißburgunder erfolgt in der Pfalz auf unterschiedliche Weise, je nach Qualitätsanspruch und gewünschtem Stil:
Edelstahl-Ausbau:
Die Mehrheit pfälzischer Weißburgunder reift im Edelstahltank:
- Bewahrt primäre Fruchtaromen und Sortentypizität
- Sorgt für Frische, Lebendigkeit und klare Struktur
- Zeigt die Rebsorte in ihrer reinen, unverfälschten Form
- Ideal für leichte bis mittelschwere, zugängliche Weine
Temperaturkontrollierte Gärung bei 16-18°C verhindert Aromaverluste und sorgt für saubere, präzise Weine mit feiner Frucht.
Ausbau im traditionellen Holzfass:
Große, alte Holzfässer (Stückfass, Fuder von 1.000-1.200 Liter):
- Ermöglichen Mikrooxidation für harmonische Entwicklung
- Verleihen zusätzliche Komplexität ohne Holzaromen
- Fördern cremigere Textur und mehr Struktur
- Erhöhen Lagerfähigkeit und Tiefgang
Viele Spitzenwinzer bevorzugen traditionelle Holzfässer für Ortsweine und Lagenweine – eine Methode, die burgundischen Vorbildern nacheifert.
Barrique-Ausbau:
Für kraftvolle, ambitionierte Weißburgunder setzen manche Winzer auf kleine Eichenfässer (Barriques, 225 Liter):
- Verleiht zusätzliche Komplexität, Struktur und Cremigkeit
- Bringt Noten von Vanille, Butter, Brioche und Röstaromen
- Erhöht Mundgefühl, Dichte und Alterungspotenzial
- Kann den feinen Charakter des Weißburgunders überdecken, wenn nicht behutsam dosiert
Der Neuholzanteil sollte bei Weißburgunder zurückhaltend sein (10-30%), da die Rebsorte sensibler auf Holz reagiert als Grauburgunder oder Chardonnay. Oft wird nur ein Teil im Barrique ausgebaut und später mit Edelstahl-Anteilen assembliert.
Spontangärung:
Immer mehr Qualitätswinzer setzen auf Spontangärung mit wilden Hefen:
- Fördert Komplexität, Tiefe und Individualität
- Authentischerer Terroir-Ausdruck
- Lebendigere, vielschichtigere Weine
- Erfordert saubere Trauben und sichere Kellerführung
Hefelager (Bâtonnage):
Längere Lagerung auf der Feinhefe über mehrere Monate:
- Verleiht cremige, buttrige Textur und Fülle
- Bringt zusätzliche Komplexität (Brioche, Nuss, Hefe)
- Schützt vor Oxidation und erhöht Lagerstabilität
- Wird bei Spitzenweinen oft mit regelmäßigem Aufrühren (Bâtonnage) kombiniert
Der Ausbau dauert typischerweise 6-12 Monate, bei Großen Gewächsen auch länger.
Geschmacksprofile und Stilistiken
Pfälzischer Weißburgunder zeigt unterschiedliche Facetten je nach Herkunft und Ausbau:
Leichter, frischer Stil (Edelstahl):
- Aromen: Grüner Apfel, Birne, Zitrusfrüchte, weiße Blüten
- Leicht bis mittelschwer im Körper
- Lebendige, erfrischende Säure
- Klare, präzise Frucht
- Ideal als Aperitif oder zu leichten Speisen
Klassischer Stil (traditionelles Holzfass):
- Aromen: Reife Birne, gelber Apfel, Haselnuss, Mandel, Butter
- Mittelschwerer Körper mit Substanz
- Cremige Textur, harmonische Säure
- Feine Mineralität und Würze
- Vielseitiger Essensbegleiter
Kraftvoller, barriqueausgebauter Stil:
- Aromen: Reife Steinfrüchte, Vanille, Brioche, Butter, Röstaromen
- Voller, dichter Körper mit Struktur
- Cremig-samtige Textur, komplexe Schichtung
- Mehr Kraft und Opulenz, aber immer eleganter als Grauburgunder
- Partner für gehobene Küche und kräftige Gerichte
Mineralischer Stil (Kalkstein/Buntsandstein):
- Aromen: Dezente Frucht, Kräuter, Stein, rauchige Noten
- Klar definierte Säure und Struktur
- Salzige, steinige Mineralität
- Zurückhaltende Eleganz und Tiefgang
- Großes Alterungspotenzial
Aromenspektrum im Detail
Primäre Fruchtaromen:
- Kernobst: Apfel (grün und gelb), Birne, Quitte
- Steinfrüchte: Pfirsich, Aprikose (dezenter als bei Grauburgunder)
- Zitrusfrüchte: Zitrone, Grapefruit (zurückhaltend)
Blüten und Kräuter:
- Weiße Blüten: Akazienblüte, Holunderblüte
- Kräuternoten: Kräutergarten, Melisse, dezente Würze
Nussige und buttrige Noten:
- Haselnuss, Mandel
- Butter, Brioche (bei Hefelager)
- Cashew, Marzipan
Mineralität und Terroir:
- Feuerstein, Kreide (auf Kalkstein)
- Rauchige Noten (auf Buntsandstein)
- Salzige, steinige Komponenten
Reifearomen (bei älteren Weinen):
- Honig, Wachs
- Getrocknete Früchte
- Nussöl, geröstete Nüsse
Weißburgunder ist grundsätzlich dezenter und subtiler in der Aromatik als andere Weißweinsorten – diese Zurückhaltung ist seine Stärke.
Qualitätsstufen und Klassifikation
Gutsweine:
Unkomplizierte, fruchtbetonte Weißburgunder für den täglichen Genuss. Im Edelstahl ausgebaut, frisch und zugänglich. Perfekt zum unkomplizierten Genießen. Preis: 6-10 Euro.
Ortsweine:
Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Charakter. Oft im traditionellen Holzfass ausgebaut, mehr Tiefe, Struktur und Komplexität. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Preis: 10-18 Euro.
Lagenweine:
Aus renommierten Einzellagen mit historischem Ruf. Terroirgeprägt, vielschichtig und lagerfähig. Oft mit Barrique-Anteil oder langem Hefelager. Diese Weine zeigen die ganze Klasse pfälzischen Weißburgunders. Preis: 18-35 Euro.
Große Gewächse (GG):
Die Spitze der Qualitätspyramide. Trockene Spitzenweine aus den besten VDP-Lagen mit minimalem Ertrag, höchster Selektionsstufe und anspruchsvollem Ausbau. Diese Weißburgunder können mit burgundischen Weißweinen (Meursault, Puligny-Montrachet) konkurrieren und kosten einen Bruchteil davon. Preis: 30-70 Euro.
Spätlesen und Auslesen:
Seltener als bei Riesling oder Grauburgunder, aber in besonders guten Jahren werden auch edelsüße Weißburgunder erzeugt – Raritäten mit Tiefgang und Langlebigkeit.
Kulinarische Vielseitigkeit: Der ideale Essensbegleiter
Weißburgunder gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt. Seine dezente Aromatik, moderate Säure und elegante Struktur machen ihn zum perfekten Partner für unzählige Gerichte:
Leichte, edelstahlausgebaute Weißburgunder:
- Spargel (weiß und grün) – die klassische Kombination
- Leichte Fischgerichte (Forelle, Zander, Scholle)
- Meeresfrüchte und Krustentiere
- Salate mit Geflügel oder Fisch
- Frühlingsgemüse und leichte Gemüsegerichte
- Asiatische Küche (Sushi, gedämpfter Fisch)
- Ziegenkäse, Mozzarella, Feta
Klassische, holzgereifte Weißburgunder:
- Gebratener Fisch (Steinbutt, Wolfsbarsch, Lachs)
- Geflügel (Hähnchen, Poularde, Truthahn)
- Kalbfleisch in hellen Saucen
- Schweinefleisch (Braten, Schnitzel)
- Risotto und cremige Pasta
- Pilzgerichte (Champignons, Steinpilze)
- Käse (Comté, Gruyère, Bergkäse)
Barrique-Weißburgunder:
- Hummer, Langusten und edle Krustentiere
- Kräftige Fischgerichte in Butter- oder Rahmsaucen
- Kalbsbries und Innereien
- Weiße Trüffel und Trüffelgerichte
- Gehobene Gourmetküche
- Gereifter Hartkäse
Vegetarische Gerichte:
Weißburgunder ist der perfekte Wein für gehobene vegetarische Küche:
- Cremige Gemüsesuppen
- Überbackene Gemüsegratins
- Quiches und Gemüsetartes
- Pasta mit Sahnesaucen
- Risotto mit Gemüse oder Pilzen
Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 10-12°C – nicht zu kalt, damit sich die Aromen entfalten können.
Weißburgunder vs. Chardonnay
Oft wird Weißburgunder mit Chardonnay verglichen, da beide Rebsorten ähnliche Einsatzgebiete haben und stilistisch verwandt sind:
Gemeinsamkeiten:
- Beide eignen sich für Edelstahl- und Barrique-Ausbau
- Beide sind vielseitige Essensbegleiter
- Beide zeigen eher dezente als explosive Aromatik
- Beide profitieren von Hefelager
Unterschiede:
- Chardonnay hat mehr aromatisches Potenzial und Variabilität
- Weißburgunder ist subtiler, zurückhaltender und dezenter
- Chardonnay verträgt mehr Holz und neue Fässer
- Weißburgunder zeigt klarere Mineralität
- Chardonnay hat international höhere Reputation
- Weißburgunder bietet besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
Pfälzischer Weißburgunder positioniert sich als elegante, erschwingliche Alternative zu Chardonnay – weniger berühmt, aber nicht weniger gut.
Alterungspotenzial und Lagerung
Weißburgunder ist grundsätzlich auf früheren bis mittelfristigen Genuss ausgelegt:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-10 Jahre
- Große Gewächse: 8-15 Jahre
- Barrique-Weißburgunder: 10-20 Jahre (in Ausnahmefällen)
Bei optimaler Lagerung (kühl, dunkel, liegend, 10-12°C) entwickeln sich hochwertige Weißburgunder langsam weiter: Die Frucht wird komplexer, nussige und honigige Noten treten hervor, die Textur wird cremiger und die Weine gewinnen an Harmonie.
Die meisten Weißburgunder zeigen ihre besten Qualitäten jedoch in den ersten 3-5 Jahren nach der Ernte, wenn die primäre Frucht noch frisch und lebendig ist.
Bio und Nachhaltigkeit
Immer mehr pfälzische Weißburgunder-Produzenten arbeiten nach biologischen oder biodynamischen Prinzipien. Die Rebsorte eignet sich gut für ökologischen Anbau, auch wenn die kompakten Trauben Aufmerksamkeit erfordern.
Bio-Weißburgunder zeichnen sich oft durch:
- Klareren, authentischeren Fruchtausdruck
- Lebendigere Säurestruktur
- Besseren Terroir-Ausdruck
- Höhere Bekömmlichkeit durch weniger Schwefel
Internationale Perspektive: Elsass und Burgund
Zum besseren Verständnis pfälzischer Weißburgunder hilft der Blick auf internationale Vorbilder:
Elsass (Pinot Blanc):
Die französischen Nachbarn kultivieren die Rebsorte traditionell und mit großem Erfolg. Elsässische Pinot Blancs sind oft noch kraftvoller und körperreicher als pfälzische, mit höherem Alkohol. Historisch waren sie Vorbilder für pfälzische Winzer.
Burgund (Bourgogne Blanc):
Einfache burgundische Weißweine werden oft aus Chardonnay oder Aligoté erzeugt, aber auch Pinot Blanc spielt eine Nebenrolle. Burgundische Ausbaumethoden (Barrique, Bâtonnage) haben pfälzische Spitzenwinzer stark beeinflusst.
Pfälzischer Weißburgunder hat einen eigenständigen Stil entwickelt – zwischen elsässischer Kraft und burgundischer Raffinesse.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Pfälzischer Weißburgunder bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist deutlich erschwinglicher als vergleichbare internationale Weißweine:
- Solide Gutsweine bereits ab 6 Euro
- Charaktervolle Ortsweine für 10-18 Euro
- Ambitionierte Lagenweine für 18-35 Euro
- Große Gewächse für 30-70 Euro
Damit ist Spitzenqualität für breite Schichten zugänglich – ein wichtiger Vorteil gegenüber burgundischen oder elsässischen Weißweinen.
Eleganz und Vielseitigkeit
Weißburgunder ist die elegante, vielseitige Rebsorte par excellence. Wer subtile Finesse statt aufdringlicher Aromatik, harmonische Balance statt Opulenz und zurückhaltende Eleganz statt kraftvoller Fülle sucht, findet im Weißburgunder den idealen Wein.
Die Pfalz bietet mit ihrem warmen Klima, vielfältigen Terroirs und handwerklich versierten Winzern perfekte Voraussetzungen für Weißburgunder von Weltklasse. Von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu komplexen Großen Gewächsen – pfälzischer Weißburgunder überzeugt auf allen Ebenen.
Seine größte Stärke ist die kulinarische Vielseitigkeit: Kaum ein anderer Wein harmoniert mit so vielen unterschiedlichen Gerichten und macht dabei immer eine gute Figur, ohne die Speisen zu dominieren. Ein Wein für Kenner, die Eleganz und Subtilität zu schätzen wissen.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die faszinierende Vielfalt pfälzischer Weißburgunder – von frischen Gutsweinen über mineralische Lagenweine bis zu komplexen, barriqueausgebauten Spitzengewächsen. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Können und Fingerspitzengefühl aus dieser zurückhaltenden Rebsorte Weine schaffen, die durch Eleganz, Harmonie und Terroir-Ausdruck begeistern!
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass aus lebensmittelrechtlichen Gründen bereits geöffnete Flaschen vom Umtausch ausgeschlossen sind.