Spätburgunder trocken - Gabel - Gutswein
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Weingut / Lieferant: Gabel
Typ: Rotwein
Art. Nr.: gabel-031
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Dieser elegante Spätburgunder trocken von Gabel mit Aromen von frischer Himbeere und Kirsche sowie dezent würzigen Noten ist ein Genuss für jeden Rotweinliebhaber.
enthält Sulfite
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Spätburgunder trocken - Gabel - Gutswein
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2021
- Rebsorten
- Spätburgunder
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße
- Weinort
- Herxheim a. Berg
- Alkoholgehalt
- 12,5 % vol
- BIO-Wein
- Ja
- Trinkempfehlung
- Der trockene Spätburgunder Gabel Gutswein ist die perfekte Begleitung zu leichten Gerichten wie Pasta mit Tomatensauce, gegrilltem Gemüse oder einem gemütlichen Abend mit Freunden.
Weingut Gabel – Über 360 Jahre Burgundertradition und Biowinzerei in Herxheim am Berg
Seit über 360 Jahren ist das Weingut Gabel in Familienbesitz. Von Vater zu Sohn wurde die Liebe zur Natur immer weitergegeben, zusammen mit der Lehre über eine verantwortungsvolle Landwirtschaft zum Erhalt der eigenen Ressourcen. Das Weingut, direkt an der Deutschen Weinstraße gelegen, befindet sich in der historischen Weinbaugemeinde Herxheim am Berg. Die Familientradition zum Weinbau reicht bis in das Jahr 1665 zurück. Heute führt Oliver Gabel das traditionsreiche Familienweingut in der 13. Generation und setzt neue Maßstäbe im ökologischen Weinbau der Pfalz.
Höchstgelegenes Weindorf an der Deutschen Weinstraße
Im höchstgelegenen Weindorf an der deutschen Weinstraße, in Herxheim am Berg, haben Oliver und Lena Gabel den Betrieb auf ökologischen Weinbau umgestellt und sind einer von 300 Partnerbetrieben Naturschutz des Landes Rheinland-Pfalz, mit der Zielsetzung eine intakte Kulturlandschaft zu erhalten. Diese exponierte Lage auf 250 Metern über dem Meeresspiegel bietet ideale Voraussetzungen für Weinbau mit ausgezeichneter Belüftung und optimaler Sonneneinstrahlung.
1800 Sonnenstunden im Jahr und eine geringe Niederschlagsmenge bieten dem Rebstock ideale Wachstumsbedingungen. Das besondere Mikroklima der Mittelhaardt kombiniert mit den exponierten Höhenlagen schafft perfekte Bedingungen für langsam reifende, aromatische Trauben mit hoher physiologischer Reife.
Burgunderspezialist mit 70 Prozent Burgunderanteil
Die Liebe zu den Burgunderrebsorten entwickelte sich während der „Wanderjahre" und heute gehören 70 Prozent der angepflanzten Reben zur Burgunderfamilie. Verantwortlich zeigt sich dafür Winzer Oliver Gabel, der in der 13. Generation den Weinstil des Familienweinguts formt. Seine Passion sind rote und weiße Burgundersorten, die 70 Prozent des Anbaus ausmachen und auf den Kalkböden rund um Herxheim am Berg den idealen Standort haben.
Für uns sind sie wahre Burgunder-Spezialisten, die so manche großen Namen in den Schatten stellen können. Jung, noch etwas ungestüm wachsen vor allem die Lagenweine mit der Reife zu echten Größen hin. Diese Entwicklung unterstreicht das außergewöhnliche Lagerpotenzial der Gabel-Burgunderweine.
Falstaff würdigt mit drei Sternen
Oliver Gabel erhielt vom Falstaff Weinguide den dritten Stern. Der Weißburgunder aus dem Herxheimer Kirchenstück hat die Verkoster mit seiner Dichte und seiner mineralischen Salzigkeit fasziniert, der Spätburgunder aus der Lage Honigsack ist ein höchst gelungener Gegenentwurf zum Klischee der Pfälzer Wucht: Dieser Wein ist ungemein fein ziseliert und hat dabei zugleich Statur und Länge. Auch die Sekte werden immer besser.
Diese Auszeichnung mit drei Sternen im renommierten Falstaff Weinguide Deutschland ist eine besondere Anerkennung für die konstant hohe Qualität und die klare Stilistik der Weine. Die Falstaff-Bewertungen für einzelne Weine erreichen bis zu 96 Punkte, was Weltklasse-Niveau bedeutet.
Ökologischer Weinbau und Nachhaltigkeit
Das, was eine Winzergeneration nach der nächsten seit dem 17. Jahrhundert wie selbstverständlich betrieben hat, bekam eine moderne Bezeichnung: nachhaltig wirtschaften. Konkret das Wissen über den Boden, auf dem die Reben wachsen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass nachhaltige Bodenbewirtschaftung und lebendige Begrünung nicht nur die Natur bewahren, sondern auch deutlich bessere Weine ergeben.
Aus dem 2019er Jahrgang wurden die ersten offiziellen Bio-Weine vinifiziert. Die Umstellung auf biologischen Weinbau war für die Familie Gabel ein logischer Schritt, der ihre jahrhundertealte Philosophie der Naturnähe konsequent fortsetzt. „Es ist unser Bekenntnis zur Tradition, dass wir unseren Kindern gesunde Weinberge und Gärten erhalten möchten." Gelebte Nachhaltigkeit, selektive Handlese, „individueller" Ausbau der Weine je nach Lage und Charakter im Keller sind die wichtigen und richtigen Schritte um den kompromisslosen Qualitätsanspruch der Familie Gabel umzusetzen.
Erstklassige Weinlagen an der Mittelhaardt
Die Weine stammen aus einigen der bekanntesten Lagen des Bereiches Mittelhaardt, nämlich Herxheimer Honigsack, Herxheimer Himmelreich und Herxheimer Kirchenstück, sowie Bissersheimer Steig und Bissersheimer Orlenberg, Kirchheimer Schwarzerde und Kirchheimer Steinacker.
Eine der wichtigsten Lagen im Weingut Gabel ist die Weinlage Himmelreich auf einem südlich geneigten Hang. Hier verbinden sich tertiäre Kalksteinverwitterung, Löss und sandiger Lehm zu hochwertigsten Böden. Ebenso interessant ist die Weinlage Kirchenstück aus kalkhaltigem Lösslehm und tertiärem Kalkstein.
Auf den steinigen, kalkhaltigen, teilweise mit Lehm und Ton vermischten Böden wachsen Sauvignon Blanc, Riesling, Burgunderrebsorten und Blaufränkisch. Die Kalkböden sind ideal für Burgundersorten, da sie den Weinen Mineralität, Struktur und ein elegantes Säurespiel verleihen.
130 Jahre alte Holzfässer – Traditioneller Ausbau
Die 130 Jahre alten Holzfässer aus Familienbesitz bieten den optimalen Raum für die darin spontan vergärenden und reifenden Weine. Ungeschönte und ausdrucksstarke Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder entstehen je nach Lage durch 12-24-monatige Lagerung im kleinen Holzfass und Barriques.
Diese historischen Fässer sind ein kostbares Familienerbe und tragen maßgeblich zur Charakterbildung der Weine bei. Traditionell und gleichzeitig nachhaltig modern, ist der lange Ausbau eines Großteils der Weine in bis zu 130 Jahre alten Holzfässern. Die Spontanvergärung mit natürlichen Hefen und der lange Ausbau auf der Feinhefe verleihen den Weinen zusätzliche Komplexität, Cremigkeit und Tiefe.
Weißburgunder – Mineralische Eleganz mit Salzigkeit
Die Weißburgunder des Weinguts Gabel gehören zu den besten der Pfalz. Die Trauben für den Weißburgunder Tradition werden in mehreren Lesedurchgängen von Hand gelesen. Nach dem Pressen vergärt der Wein teilweise im klassischen Pfälzer Stückfass und teilweise in französischen Tonneaux.
Der Weißburgunder Steig präsentiert sich kräftig mit unverkennbaren Röstaromen, Kraft, Fülle und Geschmeidigkeit. Der Weißburgunder aus dem Herxheimer Kirchenstück zeigt laut Falstaff eine beeindruckende Dichte und mineralische Salzigkeit, die ihn zu einem herausragenden Lagewein macht.
Der Weißburgunder trocken entfaltet in der Nase einen Duft von weißen Blüten und hellgelber Frucht wie Mirabelle und Weinbergspfirsich. Im Mund findet man Aromen von reifen Birnen und Mirabelle, kombiniert mit einer eleganten Säure. Ein perfekter Begleiter für leichte Vorspeisen.
Spätburgunder – Feinziselierte Eleganz statt Wucht
Die Spätburgunder des Weinguts Gabel setzen bewusst auf Finesse statt auf Kraft. Der Spätburgunder Honigsack ist laut Falstaff "ungemein fein ziseliert" und bietet dennoch Statur und Länge. Der elegante Spätburgunder trocken mit Aromen von frischer Himbeere und Kirsche sowie dezent würzigen Noten ist ein Genuss für jeden Rotweinliebhaber.
Die Rotweine reifen 12 bis 24 Monate in kleinen Holzfässern und Barriques, was ihnen Struktur, feine Tannine und Komplexität verleiht. Die Balance zwischen Frucht, Würze und Eleganz macht die Gabel-Spätburgunder zu herausragenden Vertretern ihrer Art.
Grauburgunder – Kraft und Tiefe
Die Grauburgunder profitieren wie alle Burgundersorten von den kalkhaltigen Böden und dem langen Ausbau in alten Holzfässern. Sie zeigen sich mit ihrer goldgelben Farbe, den Aromen von reifen Birnen, Honigmelone und Nüssen sowie ihrer vollen, runden Textur als charakterstarke Weißweine mit Lagerpotenzial.
Riesling – Kalksteinböden und Mineralität
Die Trauben für den Riesling trocken von Weingut Gabel sind auf Kalksteinböden gewachsen. Der Wein ist spontan in den großen alten Holzfässern vergoren und durfte bis im Frühjahr auf der Hefe liegen. In der Nase verführt der typische Rieslingduft mit einer großen Aromenvielfalt von Weinbergspfirsich, Citrus und reifem Apfel, kombiniert mit steinigen, mineralischen Anklängen.
Die Rieslinge zeigen die typische Kalksteinmineralität der Herxheimer Lagen und beweisen, dass auch in einem Burgunder-dominierten Weingut herausragende Rieslinge entstehen können.
Sauvignon Blanc – Grüne Frische mit Eleganz
Der Sauvignon Blanc trocken vom Weingut Gabel hat einen verlockenden Duft von frischen grünen Aromen wie Stachelbeere und frisch geschnittenem Gras. Der Sauvignon Blanc ergänzt das Sortiment perfekt mit seiner lebendigen Frische und seiner charakteristischen Aromatik.
Blaufränkisch HELD – Rotwein mit Charakter
Für den Blaufränkisch HELD vom Weingut Gabel wurden die Weinbergsarbeiten konsequent auf Qualität ausgerichtet, die Erträge drastisch reduziert und die Trauben von Hand in kleine Kisten gelesen. Der Wein wurde offen auf der Maische vergoren, 18 Monate im Barrique ausgebaut und unfiltriert gefüllt. Der Blaufränkisch Held duftet fein nach schwarzen Beeren und Kirschen mit einem Hauch von Vanille, zeigt im Mund kräutrig-kühle Würze, ist ganz der elegante Typ.
Diese Spezialität zeigt die Experimentierfreude und das Können von Oliver Gabel, auch mit weniger verbreiteten Rebsorten außergewöhnliche Weine zu kreieren.
Das 1-3 Gabel-System für jeden Geschmack
Die Unterteilung in ein „1-3 Gabel"-System erleichtert das Finden des passenden Weines für jeden Geschmack und Anlass. Dieses clevere Klassifizierungssystem hilft Weinliebhabern, schnell den passenden Wein zu finden – von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu anspruchsvollen Lagenweinen.
Rebsortenvielfalt aus Tradition und Innovation
Der Weißweinanteil beträgt 50 Prozent, der Rotweinanteil 50 Prozent bei einer bewirtschafteten Fläche von circa 30 Hektar. Angebotene Weißwein-Rebsorten sind unter anderem Riesling, Sauvignon Blanc, Scheurebe, Chardonnay, Weißer und Grauer Burgunder sowie Gewürztraminer. Bei den Rotweinen werden Spätburgunder, Cabernet Franc, Merlot, St. Laurent, Dornfelder und Portugieser angebaut.
Handarbeit und Qualitätsphilosophie
Die Ernte erfolgt über eine selektive Handlese, gefolgt von einer schonenden Pressung und langsamer Gärung. Die Reifung findet in traditionellen Holzfässern statt. Durch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Böden und Weinstöcke, oft verbunden mit viel Handarbeit, finden hochwertige Trauben hier optimale Wachstumsbedingungen. Eine möglichst späte Ernte zur Erzielung der Vollreife der Trauben und eine selektive Lese sind weitere Faktoren der sorgsamen Behandlung.
„Ungeschönt und unverfälscht spiegeln unsere Weine ganz lebendig ihre Herkunft wider". Diese Philosophie der Authentizität und Terroirprägung zieht sich durch das gesamte Sortiment.
Familientradition in 13. Generation
Drei Jahrzehnte Erfahrung und Kenntnisse der Weinberge bringt Vater Gustav, der sich um die Reben kümmert, mit ein. Neuen Wind in die Weingutsgeschichte bringen die Geschwister Lisa und Oliver, welche bereits seit 2008 gemeinsam das Weingut führen. Diese Zusammenarbeit der Generationen verbindet Erfahrung mit Innovation und sichert die Kontinuität der Qualitätsphilosophie.
Weinproben und Kellerführungen
Führungen durch den Holzfasskeller mit Weinprobe bietet Familie Gabel genauso an, wie Touren durch die Weinberge. Die historischen Keller mit den 130 Jahre alten Fässern sind beeindruckend und vermitteln die lange Tradition des Weinguts eindrucksvoll.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die charaktervollen Bio-Weine des Weinguts Gabel aus Herxheim am Berg – über 360 Jahre Familientradition seit 1665, Burgunderspezialist mit 70 Prozent Burgunderanteil, drei Sterne im Falstaff Weinguide, ökologischer Weinbau seit 2019. Ausgebaut in 130 Jahre alten Holzfässern entstehen ungeschönte, terroirgeprägte Weine von mineralischer Eleganz – von feinziselierten Spätburgundern bis zu kraftvollen Weißburgundern aus den Kalksteinlagen der Mittelhaardt.
Die Erfolgsgeschichte einer edlen Rebsorte in der Pfalz
Pfälzer Spätburgunder hat in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich von der unterschätzten Nebenrolle zu einer der spannendsten Rotwein-Kategorien Deutschlands entwickelt. Was einst im Schatten baden-württembergischer Spätburgunder stand, begeistert heute Weinkenner weltweit: Die Pfalz bringt Pinot Noir hervor, der Finesse mit Fülle, Eleganz mit Kraft und burgundischen Charakter mit südpfälzischer Persönlichkeit verbindet.
Mit rund 1.600 Hektar Anbaufläche ist der Spätburgunder die zweitwichtigste Rotweinrebsorte der Pfalz nach dem Dornfelder. Doch während der Dornfelder oft für Alltagsweine steht, repräsentiert der Spätburgunder die qualitative Speerspitze des pfälzischen Rotweinbaus. Ambitionierte Winzer investieren in erstklassige Lagen, reduzierte Erträge, sorgfältige Handlese und geduldigen Ausbau – das Ergebnis sind Weine von beeindruckender Komplexität, Eleganz und Alterungsfähigkeit, die sich mit internationalen Spitzenweinen messen können.
Terroir und Klima: Ideale Bedingungen für Pinot Noir
Die Pfalz bietet für Spätburgunder außergewöhnlich vielfältige Terroirs, die unterschiedlichste Stilistiken ermöglichen. Das grundsätzlich warme, sonnenverwöhnte Klima der Region wird durch verschiedene Lagen und Bodentypen differenziert und schafft so Bedingungen, die von burgundisch-kühl bis südpfälzisch-warm reichen.
Mittelhaardt: In den kühleren Lagen am Haardtrand, besonders auf Buntsandsteinböden, entstehen elegante, finessenreiche Spätburgunder mit burgundischem Charakter. Die mineralischen Böden, geschützte Nordlagen und mäßigere Temperaturen fördern Weine mit feiner Frucht, lebendiger Säure und seidigen Tanninen – Pinot Noir, wie ihn burgundische Winzer schätzen würden.
Südliche Weinstraße: In den wärmeren Lagen der Südpfalz zeigt sich der Spätburgunder von seiner vollmundigen, kraftvollen Seite. Hier entstehen Weine mit reifer roter und schwarzer Frucht, fülliger Textur und samtigem Tannin – südpfälzische Interpretationen mit mehr Körper und Opulenz als die kühlen Pendants aus dem Norden.
Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:
Buntsandstein: Verleiht Eleganz, Finesse und eine feine mineralische Note. Die durchlässigen, warmen Böden sind ideal für filigrane Spätburgunder.
Kalkstein: Fördert strukturierte, langlebige Weine mit Rückgrat und feiner Säure. Kalkböden gelten weltweit als Premiumstandorte für Pinot Noir.
Lehm und Löss: Bringen körperreiche, kraftvolle Spätburgunder mit Fülle und Substanz hervor. Diese Böden dominieren in der Südpfalz und liefern zugängliche, fruchtbetonte Weine.
Diese Terroir-Vielfalt ermöglicht es pfälzischen Winzern, das gesamte Stilspektrum von Spätburgunder abzudecken – von zart und filigran bis kraftvoll und konzentriert.
Weinbergspflege: Qualität durch Handarbeit
Spätburgunder ist eine anspruchsvolle Rebsorte, die höchste Sorgfalt im Weinberg erfordert. Pfälzische Spitzenwinzer wissen: Große Spätburgunder entstehen im Weinberg, nicht im Keller. Die Kunst besteht darin, physiologisch perfekt reife Trauben zu ernten – mit ausgereiften Tanninen, reifer Frucht und ausbalancierter Säure.
Ertragsreduktion: Hochwertige Spätburgunder erfordern niedrige Erträge. Während Basisweine mit 60-80 Hektoliter pro Hektar auskommen, werden bei Großen Gewächsen oft nur 30-40 Hektoliter angestrebt. Durch Ausdünnen und selektive Ernte wird die Konzentration erhöht.
Laubarbeit: Intensive Laubarbeit sorgt für optimale Durchlüftung der Traubenzone, reduziert Pilzdruck und ermöglicht gleichmäßige Ausreifung. Gleichzeitig müssen die Trauben vor zu viel direkter Sonne geschützt werden, um Verbrennungen zu vermeiden.
Klonselektion: Moderne pfälzische Winzer arbeiten mit verschiedenen Spätburgunder-Klonen, die unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Durch geschickte Kombination verschiedener Klone entstehen komplexe, vielschichtige Weine.
Handlese: Bei Spitzenweinen ist selektive Handlese selbstverständlich. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller – unreife oder beschädigte Beeren werden aussortiert.
Ausbau: Zwischen Tradition und Innovation
Der Ausbau von Spätburgunder ist eine Kunst, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld erfordert. Pfälzische Winzer haben in den vergangenen Jahrzehnten viel experimentiert und gelernt – heute verbinden sie burgundische Traditionen mit eigenen Erfahrungen.
Maischegärung: Die Dauer der Maischestandzeit bestimmt maßgeblich Farbe, Tannin und Struktur des Weins. Während früher oft lange Maischestandzeiten üblich waren, setzen moderne Winzer zunehmend auf kürzere, schonendere Mazerationen, um Eleganz und feine Tannine zu erzielen. Typisch sind 10-14 Tage Maischestandzeit.
Ganztraubenvergärung: Manche Spitzenwinzer experimentieren mit Ganztraubenvergärung (teilweise oder vollständig), bei der unentrapte Trauben mitvergoren werden. Dies kann zusätzliche aromatische Komplexität und seidige Textur bringen.
Barrique-Ausbau: Hochwertiger Spätburgunder reift traditionell in französischen Eichenholzfässern (Barriques oder größeren Fässern wie Demi-Muids). Der Holzanteil variiert je nach gewünschtem Stil: Während manche Winzer bis zu 50% neues Holz einsetzen, bevorzugen andere gebrauchte Fässer, um den Fruchtcharakter zu bewahren. Die Reifezeit beträgt typischerweise 12-18 Monate.
Spontangärung: Immer mehr pfälzische Spitzenwinzer setzen auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, um Authentizität und Terroir-Ausdruck zu fördern.
Reifung auf der Feinhefe: Längere Hefelagerung verleiht dem Wein zusätzliche Komplexität, cremige Textur und harmonische Integration von Holz und Frucht.
Geschmacksprofile: Von elegant bis kraftvoll
Pfälzischer Spätburgunder präsentiert sich in unterschiedlichsten Stilistiken, die alle ihre Berechtigung und ihr Publikum haben:
Elegante, burgundische Stilistik:
Kühle Lagen, Buntsandstein, zurückhaltender Holzeinsatz – diese Spätburgunder zeigen helle Kirschfrucht, florale Noten, feine Gewürze und seidige Tannine. Sie sind filigran, präzise und erinnern an Vorbilder aus der Côte d'Or. Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Veilchen und dezenten Kräuternoten dominieren.
Moderne, fruchtige Stilistik:
Mittlere Extraktion, moderater Holzeinsatz, zugängliche Tannine – diese Weine zeigen saftige rote Beerenfrucht, Frische und Trinkfreude. Sie sind weniger komplex als Große Gewächse, aber ausdrucksstark und vielseitig einsetzbar.
Kraftvolle, südpfälzische Stilistik:
Warme Lagen, reife Trauben, längere Maischestandzeit – diese Spätburgunder zeigen dunkle Beerenfrucht, Fülle und Struktur. Aromen von schwarzen Kirschen, Pflaumen, Gewürzen und Schokolade dominieren. Sie haben mehr Körper und Alkohol als burgundische Pendants, aber auch die Kraft, kräftige Speisen zu begleiten.
Reserve und Große Gewächse:
Die Spitze der Qualitätspyramide – Weine aus erstklassigen Einzellagen, alten Reben, minimalen Erträgen und langem Ausbau. Diese Spätburgunder sind komplex, vielschichtig und haben das Potenzial, sich über ein Jahrzehnt oder länger weiterzuentwickeln.
Aromenspektrum und Entwicklung
Junger Spätburgunder zeigt typischerweise:
- Rote Beeren: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen
- Florale Noten: Veilchen, Rosen
- Frische Kräuter und feine Gewürze
Mit der Reifung entwickeln sich:
- Dunkle Früchte: Schwarzkirschen, Brombeeren
- Tertiäre Aromen: Unterholz, Pilze, Leder
- Würzige Komplexität: Zimt, Nelken, Tabak
- Erdige Noten: Waldboden, Trüffel
Hochwertige pfälzische Spätburgunder können problemlos 10-15 Jahre reifen und gewinnen dabei an Komplexität, Harmonie und Eleganz.
Qualitätsstufen: Vom Gutswein zum Großen Gewächs
Das Angebot an pfälzischem Spätburgunder deckt alle Qualitäts- und Preisstufen ab:
Gutsweine: Solide Basis-Spätburgunder für den täglichen Genuss. Fruchtig, zugänglich und unkompliziert, oft im Edelstahl oder mit minimalem Holzeinsatz ausgebaut. Perfekt für gesellige Runden und als Einstieg in die Welt des Spätburgunders.
Ortsweine: Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Ausdruck. Oft bereits mit Barrique-Ausbau und mehr Komplexität. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lagenweine: Aus renommierten Einzellagen mit Namen wie Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel oder Birkweiler Kastanienbusch. Diese Weine zeigen klar ihr Terroir und sind für längere Lagerung geeignet.
Große Gewächse (GG): Die Spitze der Qualitätspyramide. Trockene Spitzenweine aus den besten VDP-Lagen, streng selektiert, mit minimalem Ertrag und langem Ausbau. Diese Weine spielen in der internationalen Liga mit und können Preise wie burgundische Premiers Crus erreichen.
Alte Reben / Selektion: Manche Weingüter bieten Spätburgunder von besonders alten Rebstöcken (30+ Jahre) an. Diese Weine zeigen oft besondere Konzentration, Komplexität und Tiefe.
Kulinarische Begleitung: Der vielseitige Partner
Spätburgunder gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt. Seine moderate Tanninstruktur, lebendige Säure und aromatische Komplexität machen ihn zum idealen Partner für zahlreiche Gerichte:
Klassische Kombinationen:
- Wild: Rehrücken, Wildschwein, Hirsch – die klassische Paarung
- Geflügel: Ente, Gans, Taube, Wachtel
- Pilzgerichte: Steinpilze, Morcheln, Trüffel
- Rotes Fleisch: Rosa gebratenes Rinderfilet, Kalbfleisch
- Käse: Weichkäse wie Époisses, Camembert, gereifter Comté
Moderne Pairings:
- Thunfisch und andere kräftige Fische
- Asiatische Küche mit Ente oder Schweinefleisch
- Vegetarische Gerichte mit Pilzen und Wurzelgemüse
- Herzhafte Eintöpfe und Schmorgerichte
Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 16-18°C – nicht zu warm, damit die Eleganz erhalten bleibt, aber auch nicht zu kühl, damit sich die Aromen entfalten können.
Pfälzische Spätburgunder-Hochburgen
Bestimmte Regionen und Lagen der Pfalz haben sich als besondere Spätburgunder-Terroirs etabliert:
Mittelhaardt: Orte wie Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim bringen elegante, mineralische Spätburgunder mit burgundischem Charakter hervor.
Birkweiler in der Südpfalz gilt als Rotwein-Hochburg mit hervorragenden Spätburgundern, die Kraft und Eleganz verbinden.
Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze profitiert von seiner südlichen Lage und bringt vollmundige, reife Spätburgunder hervor.
St. Martin und das Umland bieten geschützte Lagen am Haardtrand mit idealen Bedingungen für Spätburgunder.
VDP und Spitzenweingüter
Viele der besten pfälzischen Spätburgunder stammen von VDP-Mitgliedsbetrieben (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), die sich höchsten Qualitätsstandards verpflichtet haben. Diese Güter haben in den vergangenen Jahrzehnten enorm in Qualität investiert und pfälzischen Spätburgunder auf internationales Niveau gehoben.
Renommierte Weingüter experimentieren mit unterschiedlichen Ausbaumethoden, Klonen und Lagencharakteren und treiben die Qualitätsentwicklung stetig voran. Ihre Spätburgunder werden regelmäßig mit Höchstbewertungen von Weinkritikern ausgezeichnet.
Bio und Biodynamie
Immer mehr pfälzische Spätburgunder stammen aus biologischem oder biodynamischem Anbau. Gesunde Böden, natürliche Bewirtschaftung und minimale Intervention im Keller fördern authentische, terroir-geprägte Weine mit lebendiger Struktur. Viele Spitzenwinzer sind überzeugt: Die besten Spätburgunder entstehen im Einklang mit der Natur.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Einer der großen Vorzüge pfälzischer Spätburgunder ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. Während burgundische Pinot Noirs oft dreistellige Beträge kosten, bietet die Pfalz:
- Solide Gutsweine ab 8-12 Euro
- Charaktervolle Ortsweine für 15-25 Euro
- Ambitionierte Lagenweine für 25-40 Euro
- Große Gewächse für 40-80 Euro
Damit ist pfälzischer Spätburgunder deutlich zugänglicher als seine burgundischen Vorbilder und macht Spitzenqualität für ein breiteres Publikum erreichbar.
Lagerung und Reifepotenzial
Während einfache Spätburgunder für den baldigen Genuss gedacht sind, haben hochwertige Lagenweine und Große Gewächse beeindruckendes Reifepotenzial:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-10 Jahre
- Große Gewächse: 10-20 Jahre und mehr
Bei kühler, dunkler Lagerung (12-14°C) und liegender Position entwickeln sich die Weine langsam weiter, gewinnen an Komplexität und Harmonie. Die Tannine integrieren sich, die Frucht wandelt sich zu tertiären Aromen, und der Wein zeigt seine wahre Größe.
Die Zukunft: Klimawandel als Chance
Der Klimawandel stellt für viele Weinregionen eine Herausforderung dar – für pfälzischen Spätburgunder könnte er jedoch eine Chance sein. Während traditionelle Pinot-Regionen wie das Burgund mit zu hohen Temperaturen kämpfen, profitiert die Pfalz von der Erwärmung: Spätburgunder reift sicherer aus, Spitzenjahrgänge werden häufiger, und die Stilistik wird vollmundiger und international konkurrenzfähiger.
Gleichzeitig bewahren kühlere Lagen der Pfalz weiterhin burgundischen Charakter und bieten so das gesamte Stilspektrum von elegant bis kraftvoll.
Fazit: Weltklasse aus der Pfalz
Pfälzischer Spätburgunder hat den Sprung in die Weltklasse geschafft. Was vor Jahrzehnten noch belächelt wurde, gehört heute zur Speerspitze deutschen Rotweinbaus. Die Kombination aus idealen Terroirs, ambitionierten Winzern und jahrzehntelanger Erfahrung hat Pinot Noir hervorgebracht, der sich nicht hinter internationalen Vorbildern verstecken muss.
Ob Sie elegante, burgundische Stile oder kraftvolle, südpfälzische Interpretationen bevorzugen – die Pfalz bietet für jeden Geschmack den passenden Spätburgunder. Und das zu Preisen, die deutlich unter vergleichbaren Burgundern liegen.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die faszinierende Vielfalt pfälzischer Spätburgunder – von zugänglichen Gutsweinen über charaktervolle Lagenweine bis zu komplexen Großen Gewächsen. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Leidenschaft, Können und Respekt vor der Rebsorte Pinot Noir schaffen, der burgundische Eleganz mit südpfälzischer Persönlichkeit vereint!
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