Nat Cool Trocken - Bassermann Jordan
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€13,00
Inhalt: 1.0 Liter (13,00 € * / 1 Liter)
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Weingut / Lieferant: Bassermann-Jordan
Typ: Weisswein
Art. Nr.: bassermann-024
Verfügbar: Verfügbar
Der Nat Cool Riesling von Weingut Bassermann Jordan ist eine wahre Ode an das innovative Konzept von Niepoort, das leichte, trinkfreudige Naturweine in den Fokus stellt. Dieser Wein aus den Ruppertsberger Lagen wurde leicht und naturbelassen im Edelstahl ausgebaut und eignet sich hervorragend als Einstieg für alle, die das Thema Naturwein erkunden möchten, aber auch für überzeugte Naturweinfans. In der Nase offenbart der Nat Cool Riesling ein spannendes Aromenspiel aus fruchtig süßer Birne, Pfirsich und tropischer Frucht, das durch feine Noten von Kokos und Akazienhonig ergänzt wird. Am Gaumen präsentiert er sich völlig trocken, mit einer schönen Gerbstoffstruktur, die von herber Zitrusfrucht, frisch aufgegossenem grünen Tee und Nektarine geprägt ist. Dieser facettenreiche Wein entfaltet seine volle Pracht besonders gut als Terrassenwein im Sommer und ist der ideale Begleiter zu einem kräftigen Barbecue. Ein erfrischender und animierender Wein, der die Leichtigkeit und Reinheit der Natur gekonnt einfängt.
enthält Sulfite
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Nat Cool Trocken - Bassermann Jordan
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2024
- Rebsorten
- Riesling
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße
- Weinort
- Deidesheim
- Alkoholgehalt
- 11,5 % vol
- Restzucker
- 3,5 g/l
- Säure
- 6.7 g/l
- Trinkempfehlung
- Der Nat Cool Trocken von Bassermann Jordan ist die perfekte Begleitung zu leichten Fischgerichten, sommerlichen Salaten oder einem geselligen Grillabend.
Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan – Über 300 Jahre Pfälzer Weinkultur auf Weltniveau
Das Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan ist im rheinland-pfälzischen Deidesheim in der Pfalz ansässig und produziert vorwiegend Rieslingweine auf einer Rebfläche von rund 50 Hektar. Als eines der traditionsreichsten und renommiertesten Weingüter Deutschlands steht der Name Bassermann-Jordan seit über drei Jahrhunderten für kompromisslose Qualität, terroirgeprägte Spitzenweine und die perfekte Symbiose aus Tradition und Innovation.
Eine Familiengeschichte, die den Pfälzer Weinbau prägte
Die Geschichte des Weinguts begann 1718, als der aus Cluses in Savoyen stammende Peter Jordan das Weingut gründete, das 1783 nach Deidesheim umzog. Den entscheidenden Wendepunkt markierte jedoch der junge Andreas Jordan (1775–1848), der nach dem Tod seiner Eltern im Alter von nur 20 Jahren das Weingut übernahm. Er revolutionierte den Weinbau in der Region und begründete den Qualitätsweinbau mit, indem er wegweisende Methoden einführte.
Andreas Jordan führte als erster Winzer in der heutigen Pfalz den Qualitätsweinbau ein: Er wartete den richtigen Zeitpunkt bei der Weinlese bis zur Edelfäule ab, unterschied konsequent die Rebsorten bei der Verarbeitung im Keller und bevorzugte edle Rebsorten wie Traminer und Riesling. Seine Innovationskraft zeigte sich auch darin, dass Jordan 1802 als Erster in der Pfalz den Namen der Weinlage „Deidesheimer Geheu" neben dem Jahrgang zur Kennzeichnung seiner Weine verwendete – ein revolutionärer Schritt, der die lagenspezifische Vermarktung begründete.
Durch strategische Zukäufe, besonders in Krisenjahren, konnte Jordan sein Weingut beträchtlich vergrößern. 1815 erwarb er den Ketschauer Hof in Deidesheim mitsamt einiger hervorragender Weinlagen. Bei der Ersten Allgemeinen Deutschen Industrieausstellung in München errang das Weingut die Große Denkmünze, da seine Weine die anderen pfälzischen qualitätsmäßig übertroffen hätten. Auch bei Weltausstellungen in Paris, Wien, Philadelphia und Melbourne wurden die Jordanschen Weine mit Medaillen geehrt.
Da Ludwig Andreas Jordan keinen männlichen Erben hatte, vollzog sein Schwiegersohn Emil Bassermann nach Jordans Tod 1883 mit Genehmigung des bayerischen Königs Ludwig II. die Namensänderung zu Bassermann-Jordan, um den legendären Namen zu bewahren. 1917 wurde Friedrich von Bassermann-Jordan in den Adelsstand erhoben, was dem Weingut seinen heutigen vollständigen Namen verlieh.
VDP-Mitgliedschaft seit 1910 – Ein Jahrhundert Spitzenqualität
Das Weingut ist seit 1910 Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), einem der exklusivsten Zusammenschlüsse deutscher Spitzenweingüter. Diese über 115-jährige VDP-Mitgliedschaft unterstreicht die kontinuierlich hohe Qualität und das Engagement für terroirgeprägte Weine. Als Mitglied im VDP klassifiziert das Weingut nach der Qualitätspyramide des VDP die besten Lagen aus Forst und Deidesheim.
Viele alte Weinjahrgänge, darunter solche, die noch unter Andreas Jordan produziert wurden, wie der legendäre Kometenweinjahrgang 1811, sind noch immer in den Bassermann-Jordanschen Weinkellern gelagert. Das 1811er-Etikett der Burgunderflaschen von Bassermann-Jordan ist berühmt, da es zu den ältesten seiner Art gehört.
Erstklassige VDP.GROSSE LAGEN – Das Terroir der Spitzenklasse
Die Weinberge des Weinguts Bassermann-Jordan liegen in den allerbesten Lagen der Mittelhaardt. Mehr als 30 Prozent davon sind VDP Große Lagen wie Jesuitengarten, Hohenmorgen und Deidesheimer Paradiesgarten. Zu den legendären Einzellagen zählen außerdem das weltberühmte Forster Kirchenstück, der Forster Pechstein, das Forster Ungeheuer sowie der Deidesheimer Kalkofen – allesamt Namen, die bei Weinliebhabern weltweit höchste Wertschätzung genießen.
Die einzigartigen Lagen des Weinguts wie Forster Kirchenstück, Hohenmorgen und Jesuitengarten zählen zu den besten der Pfalz. Hier gedeihen die Reben auf mineralreichen Böden, die den Weinen ihre unverwechselbare Terroirnote verleihen. Die Böden bestehen aus Buntsandstein, Muschelkalk, Basalt und Lösslehm – jede Lage mit ihrer individuellen Charakteristik, die sich deutlich in den Weinen widerspiegelt.
Der Forster Riesling spiegelt den Charakter der pfälzer Weinberge rund um Forst wider. Mineralität und Frucht sind bei diesen Weinen ein großes Thema. Der Basalt speichert die Wärme, und das gespeicherte Wasser löst die Mineralstoffe aus dem Boden beziehungsweise dem Basalt. Der Deidesheimer Riesling zeigt mehr Eleganz und das auch schon in jungen Jahren. Der Ruppertsberger Riesling zeigt sich früh zugänglich und sehr oft mit blumigen Aromakomponenten – ein eleganter Wein mit weniger Säure.
Riesling als Königsdisziplin – Die Rebsortenvielfalt
Der Riesling ist und bleibt die Paradedisziplin des Weinguts Bassermann-Jordan. Die Rieslinge machen den größten Teil der Weißweine im Weingut in Deidesheim aus. Von kristallklaren, mineralischen Ortsweinen über charaktervolle Lagenweine bis hin zu monumentalen Großen Gewächsen reicht die Bandbreite. Jeder Riesling erzählt die Geschichte seiner Herkunft und spiegelt die Einzigartigkeit des Terroirs wider.
Doch auch die Burgundersorten spielen eine bedeutende Rolle im Sortiment: Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Chardonnay ergänzen das Portfolio. Der Sauvignon Blanc Fumé begeistert mit seinen Aromen, während die Cuvée „Deux Nez" – eine harmonische Verschmelzung von Cabernet Sauvignon und Merlot – die internationale Ausrichtung des Weinguts unterstreicht. Ergänzt wird das Sortiment durch Spezialitäten wie Gewürztraminer, Gelber Muskateller und Scheurebe.
Tradition trifft Moderne – Kellerwirtschaft auf höchstem Niveau
Im historischen Weinkeller in Deidesheim reifen im jahrhundertelang gewachsenen Sandsteingewölbe kostbare Weine traditionell im Holzfass. Diese fast einen Kilometer langen Gewölbekeller sind das Herzstück der Weintradition und verleihen den Weinen ihre besondere Reife und Komplexität. Der Sekt von Bassermann-Jordan wird in traditioneller Flaschengärung hergestellt, was höchste Qualität und feinste Perlage garantiert.
In der modernen Kelter- und Kellerbetriebstätte hingegen wird der Wein auf höchstem technischem Niveau in moderner, fruchtbetonter Richtung ausgebaut. Dabei wird großer Wert auf eine behutsame, natürliche Gärung ohne künstliche Zusatzstoffe gelegt. Die Anbaumethoden, Vinifikation und Reifung der pfälzer Weiß- und Rotweine findet hier auf höchstem Niveau statt.
Das Weingut legt großen Wert auf nachhaltige und qualitätssteigernde Anbaumethoden. Behutsame Handlese, biologischer Pflanzenschutz und der Einsatz natürlicher Präparate sind feste Bestandteile der Philosophie des Hauses. Die Qualitätsweine bleiben so lange wie möglich auf der Feinhefe liegen, was ihnen zusätzliche Cremigkeit und Komplexität verleiht.
VDP.GROSSE GEWÄCHSE – Die Krönung des Sortiments
Das VDP.GROSSE GEWÄCHS aus der Pfalz stellt die besten trockenen Prädikatsweine im Weingut in Deidesheim dar. Die Rebsorten (Weißburgunder, Riesling und Spätburgunder), die maximale Erntemenge und die Lagen als VDP.GROSSE LAGE sind festgelegt. Die Großen Gewächse von Bassermann-Jordan zählen zu den gefragtesten deutschen Weinen und werden von Kritikern regelmäßig mit Höchstbewertungen ausgezeichnet.
Legendäre Große Gewächse wie der Riesling aus dem Forster Kirchenstück, dem Forster Pechstein, dem Forster Ungeheuer, dem Deidesheimer Kalkofen oder dem Ruppertsberger Reiterpfad verkörpern die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Diese Weine vereinen Kraft und Eleganz, Mineralität und Frucht, Komplexität und Trinkfluss in vollendeter Harmonie.
Stilvielfalt für jeden Weinliebhaber
Das Ergebnis sind Weine mit viel Charakter und Tiefe. Sie reichen von terroirbetonten, mineralischen Klassikern, die nachhaltig und lagerfähig sind, bis hin zu modernen, feinfruchtigen und expressiven Tropfen. So bietet das Weingut eine beeindruckende Stilvielfalt, die sowohl Traditionsliebhaber als auch moderne Genießer begeistert.
Das Sortiment umfasst unkomplizierte Gutsweine für den täglichen Genuss, charaktervolle Ortsweine aus Deidesheim, Forst und Ruppertsberg, terroirspezifische Lagenweine sowie die monumentalen Großen Gewächse. Hinzu kommen edelsüße Auslesen und Spätlesen, prickelnde Sekte in traditioneller Flaschengärung sowie moderne Interpretationen wie der frische Blanc de Noir Rosé und der lebendige Secco.
Ein Weingut mit Geschichte und Zukunft
Im Jahr 2002 veräußerte die Eigentümerfamilie das Weingut an den Neustadter Unternehmer Achim Niederberger (1957–2013), zu dessen Unternehmensgruppe es seitdem gehört. Unter dieser Führung wurde der historische Ketschauer Hof zu einem exklusiven Hotel- und Restaurantkomplex ausgebaut, der heute Weinkultur und gehobene Gastronomie auf höchstem Niveau vereint.
Das Weingut Dr. von Bassermann-Jordan ist nicht nur Wein einer einzelnen Person. Die Zusammenarbeit vieler Einzelner und Freude an der Weiterentwicklung der Vision ermöglicht erst den Erfolg. Bei Bassermann-Jordan steht die Traube im Vordergrund, um außergewöhnliche Spitzenweine zu kreieren. Und dafür braucht es vor allem Lesegut aus den besten Weinlagen der Pfalz und viel Zeit. So entstehen außergewöhnliche Weine, die noch lange in Erinnerung bleiben.
Erleben Sie Pfälzer Weingeschichte
Das Weingut bietet Weinliebhabern die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte hautnah zu erleben. In der Vinothek können Weine verkostet und gekauft werden, während Führungen durch die historischen Kellergewölbe einzigartige Einblicke in über 300 Jahre Weinbaugeschichte gewähren.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan – über drei Jahrhunderte Pfälzer Weinkultur, VDP-Qualität seit 1910 und Spitzenweine aus den besten Lagen Deutschlands. Von klassischen Rieslingen bis zu monumentalen Großen Gewächsen – jede Flasche erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Terroirs.
Der König der Rebsorten in der Pfalz
Pfälzer Riesling steht für Frucht, Fülle und sonnenverwöhnte Eleganz – eine Interpretation der Königsrebsorte, die sich deutlich von den kühlen, mineralischen Rieslingen der Mosel oder des Rheingaus unterscheidet. Mit über 5.800 Hektar Rebfläche ist die Pfalz nach Rheinhessen das zweitgrößte Riesling-Anbaugebiet Deutschlands und kultiviert etwa ein Viertel aller deutschen Riesling-Reben. Diese beeindruckende Dimension spiegelt die herausragende Bedeutung der Rebsorte für die Region wider.
Was pfälzischen Riesling besonders macht, ist die Verbindung von reifer, expressiver Frucht mit lebendiger Säure und dem charakteristischen Ausdruck vielfältiger Terroirs. Das warme, mediterran geprägte Klima der Pfalz mit durchschnittlich 1.800 Sonnenstunden pro Jahr ermöglicht vollreife Trauben mit hoher physiologischer Reife – Voraussetzung für Rieslinge mit Körper, Schmelz und aromatischer Fülle. Gleichzeitig bewahren die besten Lagen ausreichend Kühle und Säure, um Frische, Eleganz und Langlebigkeit zu garantieren.
Von frischen, fruchtbetonten Basisweinen über klassische Kabinett- und Spätlesen bis zu komplexen Großen Gewächsen und edelsüßen Raritäten – pfälzischer Riesling deckt das gesamte Qualitäts- und Stilspektrum ab und beweist die außergewöhnliche Vielseitigkeit dieser Rebsorte.
Terroir: Vielfalt als Stärke
Die Pfalz bietet eine außergewöhnliche Terroir-Vielfalt, die pfälzischem Riesling sein facettenreiches Gesicht verleiht. Von den kühlen Buntsandsteinlagen der Mittelhaardt über die berühmten Kalksteinformationen bis zu den wärmeren Löss- und Lehmböden der Rheinebene – jedes Terroir prägt den Charakter der Weine auf eigene Weise.
Mittelhaardt – Das Herzstück des pfälzischen Rieslings:
Die Mittelhaardt zwischen Neustadt und Bad Dürkheim gilt als klassisches Riesling-Terroir der Pfalz und beherbergt einige der prestigeträchtigsten Weinlagen Deutschlands. Orte wie Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim sind weltweit bekannt für ihre Riesling-Kompetenz.
Kalkstein und Basalt: Die berühmten Lagen wie Forster Pechstein, Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel oder Wachenheimer Gerümpel sind geprägt von Kalkstein- und Basaltverwitterungsböden. Diese mineralreichen Böden verleihen den Rieslingen charakteristische Würze, feine Mineralität und beeindruckendes Alterungspotenzial. Kalkstein gilt weltweit als Premiumstandort für Riesling und bringt strukturierte, langlebige Weine mit Präzision und Tiefe hervor.
Buntsandstein: Am Haardtrand dominieren Buntsandsteinböden, die durchlässig, warm und mineralreich sind. Rieslinge von Buntsandstein zeigen Eleganz, feine Frucht und eine zurückhaltende, kühle Mineralität. Sie sind oft weniger opulent als Kalkstein-Rieslinge, dafür filigraner und verspielter.
Löss und Lehm: In der Rheinebene und den unteren Lagen prägen Löss- und Lehmböden das Bild. Diese fruchtbaren, wasserspeichernden Böden bringen körperreiche, fruchtbetonte Rieslinge mit Fülle und Zugänglichkeit hervor – perfekt für Alltagsweine mit Charakter.
Südliche Weinstraße:
Auch in der südlichen Pfalz wird hervorragender Riesling kultiviert, der sich durch besondere Fülle, Reife und südländischen Charakter auszeichnet. Die Weine sind oft noch fruchtbetonter und zeigen reife Pfirsich- und Aprikosenaromen.
Klimatische Besonderheiten: Sonne und Wärme
Das Klima der Pfalz ist der entscheidende Faktor für den Charakter pfälzischer Rieslinge. Mit 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, milden Temperaturen und vergleichsweise geringen Niederschlägen herrschen fast mediterrane Bedingungen. Der schützende Pfälzerwald schirmt die Weinberge vor kalten Westwinden ab, während die Rheinebene als Wärmespeicher fungiert.
Diese Bedingungen ermöglichen:
- Sichere, vollständige Traubenreife auch in schwierigeren Jahren
- Hohe physiologische Reife mit reifen Aromen
- Niedrigere Säurewerte als in kühleren Regionen (aber immer noch ausreichend für Balance)
- Höhere potenzielle Alkoholgrade
- Längere Vegetationsperioden mit optimaler Aromenentwicklung
Das Ergebnis sind Rieslinge mit reifer, expressiver Frucht, vollmundigem Körper und harmonischer Balance – Weine, die Kraft und Eleganz gleichermaßen zeigen.
Stilistische Vielfalt: Vom Gutswein bis zur edelsüßen Rarität
Pfälzischer Riesling präsentiert sich in beeindruckender stilistischer Bandbreite und bedient jeden Geschmack und Anlass:
Trockene Rieslinge:
Die überwiegende Mehrheit pfälzischer Rieslinge wird heute trocken ausgebaut. Diese Weine zeigen:
Gutsweine: Frische, unkomplizierte Rieslinge für den täglichen Genuss. Fruchtig, zugänglich, mit Aromen von Apfel, Zitrus und weißem Pfirsich. Leicht, beschwingt und erfrischend – perfekt als Aperitif oder zu leichten Speisen.
Ortsweine: Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Charakter. Mehr Komplexität, Tiefe und Struktur als Gutsweine, oft bereits mit feiner Mineralität und Länge.
Lagenweine: Aus renommierten Einzellagen mit historischem Ruf. Diese Rieslinge zeigen klar ihr Terroir, sind komplex, vielschichtig und für längere Lagerung geeignet. Aromen von reifen Steinfrüchten, Zitrusfrüchten, Kräutern und mineralischen Noten dominieren.
Große Gewächse (GG): Die Spitze der trockenen Rieslinge. Aus den besten VDP-Lagen, mit minimalem Ertrag, selektiver Lese und langem Ausbau. Diese Weine sind Botschafter ihres Terroirs, komplex, tiefgründig und mit Alterungspotenzial von Jahrzehnten. Sie zeigen die ganze Größe pfälzischen Rieslings und können Preise wie burgundische Grand Crus erreichen.
Feinherbe und halbtrockene Rieslinge:
Mit leichter Restsüße ausgebaut, zeigen diese Rieslinge besondere Harmonie und Zugänglichkeit. Die Restsüße wird durch die lebendige Säure des Rieslings perfekt ausbalanciert und schafft Weine von großer Trinkfreude. Besonders zu asiatischer Küche, würzigen Gerichten oder fruchtigen Desserts sind diese Stilistiken ideal.
Kabinett und Spätlese:
Die klassischen Prädikatsweine zeigen pfälzischen Riesling von seiner fruchtbetonten, eleganten Seite:
Kabinett: Leichte, verspielte Rieslinge mit moderatem Alkohol, lebendiger Säure und oft leichter Restsüße. Perfekt für leichte Sommerküche, als Aperitif oder zum pur genießen.
Spätlese: Aus vollreifen, spät gelesenen Trauben. Mehr Körper, Konzentration und Komplexität als Kabinett, mit Aromen von reifen Steinfrüchten, Honig und exotischen Noten. Je nach Ausbau trocken, halbtrocken oder mit edler Süße.
Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese:
Die edelsüßen Raritäten pfälzischen Rieslings sind wahre Schätze. In besonders guten Jahren, wenn Edelfäule (Botrytis cinerea) die Trauben befällt und konzentriert, entstehen Weine von außergewöhnlicher Süße, Komplexität und Langlebigkeit:
Auslese: Aus selektierten, überreifen Trauben. Konzentrierte Frucht, noble Süße und ausbalancierte Säure schaffen Weine von großer Harmonie.
Beerenauslese (BA): Nur aus edelfaulen, rosinenartigen Beeren. Extreme Konzentration, honigsüße Aromen von kandierten Früchten, Aprikosen und exotischen Gewürzen.
Trockenbeerenauslese (TBA): Die Königsklasse der Süßweine. Aus fast rosinenartigen, stark von Botrytis befallenen Beeren. Nektar-artige Konsistenz, unglaubliche Komplexität und Alterungspotenzial von Jahrzehnten. Sehr rare und teure Weine für besondere Anlässe.
Eiswein:
In seltenen Jahren, wenn die Trauben bei mindestens -7°C gefroren geerntet und gepresst werden, entsteht Eiswein – eine Rarität mit konzentrierter Süße, glasklarer Frucht und brillanter Säure.
Aromenspektrum: Sonnenverwöhnte Frucht
Pfälzische Rieslinge zeichnen sich durch ein charakteristisches Aromenspektrum aus, das die Sonnenkraft der Region widerspiegelt:
Primäre Fruchtaromen:
- Steinfrüchte: Pfirsich, Aprikose, Nektarine (oft reifer als in kühleren Regionen)
- Zitrusfrüchte: Zitrone, Limette, Grapefruit
- Kernobst: Apfel, Birne
- Exotische Früchte: Mango, Ananas, Maracuja (besonders bei reifen Trauben)
Blüten und Kräuter:
- Weiße Blüten: Akazienblüte, Jasmin
- Kräuternoten: Melisse, Minze, Kräutergarten
Mineralität und Terroir:
- Feuerstein, nasse Steine (besonders auf Kalkstein)
- Würzige Noten von Basalt
- Salzige Mineralität
Reifearomen (bei älteren Weinen):
- Honig, Bienenwachs
- Petrol (charakteristisch für gereiften Riesling)
- Getrocknete Früchte, Aprikosenmarmelade
- Nussige Töne
Weinausbau: Zwischen Stahl und Holz
Der Ausbau von Riesling erfolgt in der Pfalz überwiegend traditionell im Edelstahltank oder großen, neutralen Holzfässern (Stückfass, Fuder). Diese Methoden bewahren die primäre Frucht, Frische und Sortentypizität.
Edelstahltank: Moderne Kellertechnik mit temperaturkontrollierter Gärung bei niedrigen Temperaturen (15-18°C) erhält die feinen Fruchtaromen und sorgt für klare, präzise Weine.
Traditionelles Holzfass: Große, alte Holzfässer (500-1200 Liter) geben keine Holzaromen ab, ermöglichen aber Mikrooxidation und fördern die harmonische Entwicklung. Viele Spitzenrieslinge reifen in diesen traditionellen Fässern.
Spontangärung: Immer mehr Spitzenwinzer setzen auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, um Komplexität und Terroir-Ausdruck zu fördern.
Hefelager: Längere Lagerung auf der Feinhefe (sur lie) verleiht dem Wein zusätzliche Cremigkeit, Komplexität und Struktur. Besonders bei trockenen Großen Gewächsen wird diese Methode angewandt.
Barrique-Ausbau: Nur sehr selten und experimentell wird Riesling im kleinen Eichenfass ausgebaut. Die meisten Winzer sind überzeugt, dass Holzaromen die feine Riesling-Frucht überdecken würden.
Große Lagen und berühmte Weinorte
Die Mittelhaardt beherbergt einige der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands:
Forst:
- Forster Ungeheuer: Legendäre Basaltlage, mineralisch, würzig, kraftvoll
- Forster Pechstein: Basalt mit hohem Eisengehalt, intensive Mineralität
- Forster Kirchenstück: Kalkstein, elegant und langlebig
Deidesheim:
- Deidesheimer Grainhübel: Kalkstein, finessenreich und mineralisch
- Deidesheimer Leinhöhle: Komplex und vielschichtig
- Deidesheimer Paradiesgarten: Fülle und Eleganz
Ruppertsberg:
- Ruppersberger Reiterpfad: Strukturiert und langlebig
- Ruppersberger Hoheburg: Kraftvoll und mineralisch
Wachenheim:
- Wachenheimer Gerümpel: Klassische Lage mit Tradition
- Wachenheimer Rechbächel: Feine Mineralität
Diese historischen Lagen bringen Jahr für Jahr Rieslinge hervor, die zu den besten Weinen Deutschlands zählen und international höchste Anerkennung finden.
Säure und Balance: Das pfälzische Profil
Ein charakteristisches Merkmal pfälzischer Rieslinge ist die moderate Säure im Vergleich zu Mosel- oder Rheingau-Rieslingen. Während Mosel-Rieslinge oft rassige Säurewerte von 9-11 g/l aufweisen, liegen pfälzische Rieslinge typischerweise bei 6-8 g/l.
Diese moderatere Säure hat Vor- und Nachteile:
Vorteile:
- Größere Zugänglichkeit und Harmonie
- Breite kulinarische Einsetzbarkeit
- Weniger "stachelig" und aggressiv
- Bessere Balance bei höheren Alkoholgraden
Herausforderungen:
- Weniger Alterungspotenzial als sehr säurebetonte Rieslinge
- In heißen Jahren Risiko von zu wenig Frische
- Weniger "Spannung" und Nervosität
Moderne pfälzische Winzer haben gelernt, mit dieser Charakteristik umzugehen und durch optimales Lesezeitpunkt-Management, Lagenselektion und Kellerarbeit Rieslinge zu erzeugen, die Reife und Frische perfekt vereinen.
Kulinarische Vielseitigkeit
Riesling gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt, und pfälzische Rieslinge sind besonders food-friendly:
Trockene Rieslinge:
- Fisch und Meeresfrüchte: Von Forelle bis Jakobsmuschel
- Asiatische Küche: Thai, Chinesisch, Vietnamesisch
- Geflügel: Huhn, Pute, Ente
- Schweinefleisch: Besonders zu aromatischen Zubereitungen
- Vegetarische Küche: Gemüse, Salate, leichte Pasta
- Käse: Ziegenkäse, Weichkäse, milder Blauschimmelkäse
Feinherbe/Halbtrockene Rieslinge:
- Würzige asiatische Gerichte
- Indische Curries (mild bis mittelscharf)
- Flammkuchen und Zwiebelkuchen
- Scharf-süße Saucen
- Obstdesserts
Süße Rieslinge (Spätlese, Auslese):
- Foie gras und Pasteten
- Fruchtdesserts und Tartes
- Blauschimmelkäse (Roquefort, Stilton)
- Apfelstrudel und Obstkuchen
Edelsüße (BA, TBA, Eiswein):
- Pur als Meditation
- Zu intensiven Blauschimmelkäsen
- Zu nicht-schokoladigen Desserts
- Als Begleiter zu Feigen, Nüssen, getrockneten Früchten
Die optimale Serviertemperatur liegt bei 8-12°C – jung und frisch etwas kühler, gereift und komplex etwas wärmer.
Alterungspotenzial und Entwicklung
Hochwertige pfälzische Rieslinge können problemlos altern und entwickeln mit den Jahren zusätzliche Komplexität:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-15 Jahre
- Große Gewächse: 10-30 Jahre
- Spätlesen/Auslesen: 10-20 Jahre
- BA/TBA: 20-50 Jahre und länger
Bei optimaler Lagerung (kühl, dunkel, liegend, bei 10-12°C) entwickeln sich die Weine langsam: Die primäre Frucht wandelt sich, Petrolnoten entstehen, Honig- und Wachsaromen treten hervor, und die Weine gewinnen an Tiefe und Harmonie.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Pfälzischer Riesling bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis:
- Gutsweine: 6-10 Euro
- Ortsweine: 10-18 Euro
- Lagenweine: 18-35 Euro
- Große Gewächse: 30-70 Euro
- Prädikatsweine: 8-150 Euro (je nach Prädikatsstufe)
Damit ist pfälzischer Riesling deutlich zugänglicher als vergleichbare Weine aus anderen Premiumregionen und macht Spitzenqualität für breite Schichten erschwinglich.
Bio und Nachhaltigkeit
Immer mehr pfälzische Riesling-Produzenten arbeiten nach biologischen oder biodynamischen Prinzipien. Gesunde Böden, natürliche Bewirtschaftung und minimale Intervention fördern authentische, terroir-geprägte Rieslinge mit lebendiger Struktur.
Fazit: Sonnenverwöhnte Vielseitigkeit
Pfälzischer Riesling ist anders – und das ist gut so. Er ist keine Kopie kühler Mosel- oder Rheingau-Rieslinge, sondern eine eigenständige, sonnenverwöhnte Interpretation der Königsrebsorte. Mit seiner reifen Frucht, harmonischen Balance und großen Vielseitigkeit hat pfälzischer Riesling seinen festen Platz in der deutschen und internationalen Weinwelt erobert.
Von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu komplexen Großen Gewächsen, von knackig-trocken bis honigsüß – die Stilvielfalt pfälzischer Rieslinge ist beeindruckend. Und dank hervorragender Preis-Leistung ist Spitzenqualität für jeden zugänglich.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die sonnenverwöhnte Vielfalt pfälzischer Rieslinge – von frischen Gutsweinen über mineralische Lagenweine bis zu edelsüßen Raritäten. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Können, Leidenschaft und Respekt vor der Rebsorte Rieslinge schaffen, die Frucht, Eleganz und Terroir-Charakter auf einzigartige Weise vereinen!
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