Spätburgunder Rosé - Rebholz
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Weingut / Lieferant: Rebholz
Typ: Rosé
Art. Nr.: rebholz-100
Verfügbar: Verfügbar
Der Spätburgunder Rosé vom Weingut Rebholz präsentiert sich in einem ansprechenden Lachsfarben im Glas und verkörpert damit perfekt seinen Namen. Mit einem zarten, feinfruchtigen Duft ist dieser Wein der ideale Begleiter für die Sommermonate. Er eignet sich hervorragend als Speisenbegleiter für leichte Gerichte und bietet ein erfrischendes Trinkerlebnis an heißen Tagen. Ein wahrer Genuss für jeden Rosé-Liebhaber und eine Bereicherung für jede Sommerweintafel. Der Spätburgunder Rosé ist ein erfrischender Roséwein aus der Pfalz. Hergestellt in Siebeldingen, überzeugt dieser trockene Rosé durch seinen feinfruchtigen Duft und seine erfrischende Leichtigkeit.
enthält Sulfite
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Spätburgunder Rosé - Rebholz
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2024
- Rebsorten
- Spätburgunder
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Südliche Weinstraße
- Weinort
- Siebeldingen
- Alkoholgehalt
- 11.5 % vol
- Restzucker
- 0,3 g/l
- Säure
- 5.6 g/l
- Trinkempfehlung
- Der Spätburgunder Rosé Rebholz ist die perfekte Begleitung für leichte Sommergerichte wie Salate, gegrilltes Gemüse oder Meeresfrüchte und eignet sich ideal für gesellige Anlässe im Freien.
Weingut Ökonomierat Rebholz – Kompromisslose Spitzenweine und biodynamischer Weinbau seit 1632
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist ein Familienbetrieb. Die Winzerfamilie Birgit und Hansjörg Rebholz, mit ihren Kindern Hans, Valentin und Helene, hat in Siebeldingen ihr Zuhause. Sie führen, als derzeitige Hofherren eine Familiengeschichte fort, die weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Schon seit dem Jahr 1632 ist die Rebholz-Familie in Siebeldingen an der Deutschen Weinstraße ansässig und produziert hier köstliche Rot- und Weißweine. Mit über 390 Jahren Familientradition gehört das Weingut zu den traditionsreichsten Adressen der Pfalz und hat sich als Synonym für kompromisslose Qualität und eigenständigen Weinstil etabliert.
Typisch Rebholz – Ein unverwechselbarer Weinstil
Seit über 50 Jahren werden die Weine so ausgebaut, dass sie nur das beinhalten, was ihnen die Natur geschenkt hat. Rebhölzer erben über Generationen hinweg die Neigung, ihren Überzeugungen stur und unbeirrbar zu folgen. Die Weine werden als höchst eigenwillige und eigenständige Typen wahrgenommen.
In diesen Jahren wurde ein hauseigener Weintyp entwickelt und gepflegt. Einer der anfangs eher provozierte, später aber Anerkennung und Erfolg ins Haus brachte. Gerade seinetwegen zählt das Weingut seit Jahren zu den besten Adressen in der Republik. "Typisch Rebholz" ist ein häufiger Kommentar zu den Weinen die landesweite Anerkennung und Erfolge erfahren.
Die Vision des Ökonomierats Eduard Rebholz
Pionier und Urheber der Naturwein-Idee vom Typ Rebholz war der gelernte Forstwirt Eduard Rebholz (1889-1966), der nach dem Krieg den elterlichen Weinbau übernahm und als »Ökonomierat« noch viel von sich reden machen sollte. Er nahm entschieden Anstoß am Weingeschmack jener Jahre. Den bodenlos denaturierten, künstlich gesüßten Tropfen seiner Zeit setzte er seine Idee vom »Naturwein« entgegen.
Er machte sich an die Erforschung des Klimas in seinen Weinbergen wie z.B. dem Siebeldinger Im Sonnenschein oder dem Birkweiler Kastanienbusch. Welche verschiedenen Bodentypen gibt es im Weingut und welche Eigenschaften haben sie. Aus diesen Erkenntnissen entschloss er dann, welche Rebsorte er dann wo pflanzte. Danach bestimmte er den Lesezeitpunkt neu. Hier spielte der Restzuckergehalt eine untergeordnete Rolle. Er probierte die Weißweintrauben und entschloss dann nach dem Reifegrad bzw. dem Geschmack, wann er erntete. Im Keller versuchte er schon damals, mehr wegzulassen als zu manipulieren.
Keine Kompromisse – Das Credo von Hansjörg Rebholz
Der Wahlspruch von Hansjörg Rebholz lautet: Keine Kompromisse! Dass er damit nicht schlecht fährt, zeigen zahlreiche Auszeichnungen und nicht zuletzt seine Weine, die mit zu den besten gehören, die man in der Pfalz bekommen kann. Die launischen Vorlieben des Marktes interessieren ihn nicht. Er bleibt unbeirrbar auf einem Weg, der ihm die Familientradition seit drei Generationen ins Stammbuch geschrieben hat.
Hans-Günter Schwarz, damals Verwalter und Betriebsleiter beim VDP.Weingut Müller-Catoir, war Hansjörgs Mentor. Nach dem Tod seines Vaters ist er bis heute sein väterlicher Freund und Ratgeber. Diese Ausbildung beim legendären Müller-Catoir hat Hansjörg Rebholz entscheidend geprägt.
Die nächste Generation – Hans und Valentin Rebholz
Inzwischen ist die ganze Familie im Weingut aktiv, aber vor allem prägen neben Hansjörg die Zwillingssöhne Hans und Valentin das Weingut. Das größte Potenzial steckt im Weinberg – und Hansjörg ist glücklich darüber, dass bei allen neuen Ideen die Jungen mit ihm in diesem Gedanken übereinstimmen. Die Übergabe an die nächste Generation ist bereits in vollem Gange, wobei die Erfahrung der älteren mit der Neugier der jüngeren Generation verschmilzt.
Biodynamischer Weinbau seit 2005
Seit 2005 werden alle Weinberge von Rebholz nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, kurze Zeit später bereits biodynamisch. Auf den Einsatz von Herbiziden, chemisch-synthetischen Fungiziden und Mineraldünger verzichtet man, um das natürliche Ökosystem zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Mit der Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln werden die Pflanzen auf natürlichem Wege gestärkt und abgehärtet.
Seit drei Generationen hat sich das Weingut als Ökonomierat Rebholz auf die Biodynamie konzentriert. Mithilfe der Natur entstehen charaktervolle Weine. Alle Weine unterliegen der Öko-Kontroll-Nr. DE-ÖKO-003.
VDP-Mitgliedschaft seit 1991
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist seit 1991 Mitglied im VDP - Verband deutscher Prädikatsweingüter. Diese Mitgliedschaft in Deutschlands exklusivstem Winzerverband unterstreicht die konstant hohe Qualität und die Ausrichtung auf terroirgeprägte Spitzenweine.
VDP.GROSSE LAGE Kastanienbusch – Der Kultweinberg
DIE herausragendste Rieslinglage, seit Generationen im Besitz der Familie Rebholz, ist der Birkweiler „Kastanienbusch" [pfälzisch: keschdebusch], die mit 220m - 320m ü.N.N. höchstgelegene VDP.Grosse Lage in der Pfalz. Die größte Besonderheit dieser Lage ist aber das Kleinklima und der Boden. Er liegt ganz oben in einem einzigartigen Talkessel an einem sehr steilen Südhang umringt von Esskastanien, daher sein Name.
Buntsandstein-rotliegendes Verwitterungsgestein machen die Rieslinge hier langlebig mit einem riesen Potential, unverwechselbar und mit großer Finesse. Weinunikate der besonderen Art. Sie brauchen nur etwas Zeit! Dieser Kult-Weinberg gehört zu den besten und legendärsten Lagen für trockenen Riesling in Deutschland! In einer Reihe mit z.B. Kellers „Hubacker", Wittmanns „Morstein" oder Emrich-Schönlebers „Halenberg".
Der Kastanienbusch Riesling GG ist Jahr für Jahr ein neues Unikat und inzwischen international bekannt, extrem erfolgreich und beliebt geworden. 2017 hat er die 100 Punkte im Gault&Millau geschafft!
Weitere VDP.GROSSE LAGEN
Neben dem legendären Kastanienbusch verfügt das Weingut über weitere Große Lagen: Siebeldinger Im Sonnenschein und Ganz Horn. Jede Lage zeigt ihren individuellen Charakter und trägt die Handschrift ihres Terroirs. Die Rieslinge vom Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegenden und Schiefer sind famose Exemplare mit Großem Gewächs-Charakter.
VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt mit Gewürztraminer
Ein ganz besonderer Weinberg ist die VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt. Die sehr steile Parzelle wurde 1947 vom Ökonomierat Rebholz mit Gewürztraminer bepflanzt. Diese historische Parzelle zeigt die langjährige Tradition des Weinguts mit aromatischen Rebsorten.
25 Hektar und vielfältige Terroirs
Das Weingut umfasst 25 Hektar. Nach einer strikt auf biodynamischen Grundsätzen beruhenden Bewirtschaftung der Weinberge verläuft auch der Ausbau im optimal klimatisierten Keller so schonend wie möglich; die Neuanschaffung einer Vielzahl (auch kleinster) Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat nochmals einen letzten qualitativen Schub gegeben.
Das Weingut Ökonomierat Rebholz profitiert von vielfältigen Böden, die unter anderem aus Löß-Lehm, Buntsandstein, Kalk und Rotliegendem bestehen. Hinzu kommen verschiedene Mikroklimata, die aufgrund der Bergketten und Hügel der Region entstehen.
Riesling – Die Visitenkarte des Weinguts
Der Riesling VDP.GUTSWEIN zeigt die gesamte Philosophie und ist eine perfekte Visitenkarte fürs Weingut. Aus der Weingutsphilosophie ergeben sich trockene, durchgegorene Weine mit viel Typizität, Eleganz und herausragendem Entwicklungspotential.
Weißburgunder – Rebholz' Durchbruch
Eigentlich ist es der Weißburgunder mit dem Hans Jörg Rebholz bekannt geworden ist. Die Weißburgunder von Rebholz gehören zu den besten Deutschlands und zeigen mineralische Kraft, elegante Struktur und großes Reifepotenzial.
Aromatische Rebsorten als Spezialität
Mit Sauvignon Blanc, Muskateller und Gewürztraminer hat die Familie schon immer begeistert, denn wo andernorts das Augenmerk vor allem den „Platzhirschen" galt, hat man sich in Siebeldingen von Anfang an auch mit Hingabe den „Exoten" gewidmet. Das Ergebnis: Weine von enormer Prägnanz, die ihre ganze Größe zeigen.
Spätburgunder und Sekt
Das Weingut produziert auch herausragende Spätburgunder, die mit ihrer Eleganz und Finesse überzeugen. Die Sekte von Rebholz, sowohl aus Riesling als auch aus Spätburgunder, werden nach traditionellem Verfahren mit langer Hefelagerung hergestellt und zeigen glasklaren Rebholz-Stil.
Ertragsreduzierung und Handlese
Rebholz beherzigt die Regel, dass Qualität im Weinberg mit geradezu stoischer Verbissenheit beginnt. Der Ertrag wird auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar begrenzt. Diese drastische Ertragsreduzierung sorgt für Konzentration, Kraft und Tiefe in den Weinen.
Schonender Ausbau und Geduld
Arbeit im Weinkeller heißt für Rebholz: dem Wein seine Zeit zum Reifen zu lassen. Behutsamer Umgang vorausgesetzt. Nuancenreichtum entwickelt sich nicht bei stürmischer Gärung, sondern nur mit einer großen Ruhe und Gelassenheit.
Während der Weinbereitung wird auf Kniffe wie Anreicherung, Auf- oder Entsäuern verzichtet – es ist der Jahrgang selbst, der hier für Charme sorgt und die Rebholz-Weine während der Reifephase auf der Flasche zum Sprint anzusetzen lässt, wenn bei anderen die „Kellerschminke" deutlich abblättert.
Weine mit Reifepotenzial
Heraus kommen unverwechselbare Tropfen, in der Mehrzahl trocken ausgebaut, die in jungen Jahren mitunter etwas kantig wirken, sich aber Jahr um Jahr weicher und offener präsentieren. Kurz: Sie haben ein hervorragendes Potenzial und sie eignen sich ganz hervorragend zu jedem besonderen Essen.
Siebeldingen – Herz der Südlichen Weinstraße
Ökonomierat Rebholz ist in Siebeldingen in der Pfalz zu Hause. Siebeldingen liegt im Herzen der Südlichen Weinstraße. Siebeldingen liegt in einer der schönsten Landschaften in der Pfalz. Das Weingut befindet sich seit jeher direkt in der Ortsmitte, ist Abbild von mehreren Generationen und steht unter Denkmalschutz – natürlich wurde es immer wieder behutsam erweitert und modernisiert, bis hin zur Vinothek.
Referenzweine der Pfalz
Diese genialen Naturprodukte aus zertifiziertem biodynamischen Anbau sind Referenzweine der Pfalz, die eine Symphonie ihres großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat der Familie Rebholz darstellen. Die eigenständige Stilistik, die kompromisslose Qualitätsorientierung und die konsequente biodynamische Bewirtschaftung machen Rebholz zu einem Leuchtturm des deutschen Weinbaus.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Ökonomierat Rebholz aus Siebeldingen – über 390 Jahre Familientradition seit 1632, biodynamischer Weinbau seit 2005, VDP-Mitglied seit 1991, Kultweinberg Kastanienbusch mit 100 Gault&Millau-Punkten. Kompromisslose Spitzenweine mit Typizität, Eleganz und herausragendem Reifepotenzial – "typisch Rebholz" bedeutet eigenständiger Weinstil abseits jeden Mainstreams. Von mineralischen Rieslingen über kraftvolle Weißburgunder bis zu aromatischen Spezialitäten – Referenzweine der Pfalz aus vielfältigen Terroirs.
Die Erfolgsgeschichte einer edlen Rebsorte in der Pfalz
Pfälzer Spätburgunder hat in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich von der unterschätzten Nebenrolle zu einer der spannendsten Rotwein-Kategorien Deutschlands entwickelt. Was einst im Schatten baden-württembergischer Spätburgunder stand, begeistert heute Weinkenner weltweit: Die Pfalz bringt Pinot Noir hervor, der Finesse mit Fülle, Eleganz mit Kraft und burgundischen Charakter mit südpfälzischer Persönlichkeit verbindet.
Mit rund 1.600 Hektar Anbaufläche ist der Spätburgunder die zweitwichtigste Rotweinrebsorte der Pfalz nach dem Dornfelder. Doch während der Dornfelder oft für Alltagsweine steht, repräsentiert der Spätburgunder die qualitative Speerspitze des pfälzischen Rotweinbaus. Ambitionierte Winzer investieren in erstklassige Lagen, reduzierte Erträge, sorgfältige Handlese und geduldigen Ausbau – das Ergebnis sind Weine von beeindruckender Komplexität, Eleganz und Alterungsfähigkeit, die sich mit internationalen Spitzenweinen messen können.
Terroir und Klima: Ideale Bedingungen für Pinot Noir
Die Pfalz bietet für Spätburgunder außergewöhnlich vielfältige Terroirs, die unterschiedlichste Stilistiken ermöglichen. Das grundsätzlich warme, sonnenverwöhnte Klima der Region wird durch verschiedene Lagen und Bodentypen differenziert und schafft so Bedingungen, die von burgundisch-kühl bis südpfälzisch-warm reichen.
Mittelhaardt: In den kühleren Lagen am Haardtrand, besonders auf Buntsandsteinböden, entstehen elegante, finessenreiche Spätburgunder mit burgundischem Charakter. Die mineralischen Böden, geschützte Nordlagen und mäßigere Temperaturen fördern Weine mit feiner Frucht, lebendiger Säure und seidigen Tanninen – Pinot Noir, wie ihn burgundische Winzer schätzen würden.
Südliche Weinstraße: In den wärmeren Lagen der Südpfalz zeigt sich der Spätburgunder von seiner vollmundigen, kraftvollen Seite. Hier entstehen Weine mit reifer roter und schwarzer Frucht, fülliger Textur und samtigem Tannin – südpfälzische Interpretationen mit mehr Körper und Opulenz als die kühlen Pendants aus dem Norden.
Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:
Buntsandstein: Verleiht Eleganz, Finesse und eine feine mineralische Note. Die durchlässigen, warmen Böden sind ideal für filigrane Spätburgunder.
Kalkstein: Fördert strukturierte, langlebige Weine mit Rückgrat und feiner Säure. Kalkböden gelten weltweit als Premiumstandorte für Pinot Noir.
Lehm und Löss: Bringen körperreiche, kraftvolle Spätburgunder mit Fülle und Substanz hervor. Diese Böden dominieren in der Südpfalz und liefern zugängliche, fruchtbetonte Weine.
Diese Terroir-Vielfalt ermöglicht es pfälzischen Winzern, das gesamte Stilspektrum von Spätburgunder abzudecken – von zart und filigran bis kraftvoll und konzentriert.
Weinbergspflege: Qualität durch Handarbeit
Spätburgunder ist eine anspruchsvolle Rebsorte, die höchste Sorgfalt im Weinberg erfordert. Pfälzische Spitzenwinzer wissen: Große Spätburgunder entstehen im Weinberg, nicht im Keller. Die Kunst besteht darin, physiologisch perfekt reife Trauben zu ernten – mit ausgereiften Tanninen, reifer Frucht und ausbalancierter Säure.
Ertragsreduktion: Hochwertige Spätburgunder erfordern niedrige Erträge. Während Basisweine mit 60-80 Hektoliter pro Hektar auskommen, werden bei Großen Gewächsen oft nur 30-40 Hektoliter angestrebt. Durch Ausdünnen und selektive Ernte wird die Konzentration erhöht.
Laubarbeit: Intensive Laubarbeit sorgt für optimale Durchlüftung der Traubenzone, reduziert Pilzdruck und ermöglicht gleichmäßige Ausreifung. Gleichzeitig müssen die Trauben vor zu viel direkter Sonne geschützt werden, um Verbrennungen zu vermeiden.
Klonselektion: Moderne pfälzische Winzer arbeiten mit verschiedenen Spätburgunder-Klonen, die unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Durch geschickte Kombination verschiedener Klone entstehen komplexe, vielschichtige Weine.
Handlese: Bei Spitzenweinen ist selektive Handlese selbstverständlich. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller – unreife oder beschädigte Beeren werden aussortiert.
Ausbau: Zwischen Tradition und Innovation
Der Ausbau von Spätburgunder ist eine Kunst, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld erfordert. Pfälzische Winzer haben in den vergangenen Jahrzehnten viel experimentiert und gelernt – heute verbinden sie burgundische Traditionen mit eigenen Erfahrungen.
Maischegärung: Die Dauer der Maischestandzeit bestimmt maßgeblich Farbe, Tannin und Struktur des Weins. Während früher oft lange Maischestandzeiten üblich waren, setzen moderne Winzer zunehmend auf kürzere, schonendere Mazerationen, um Eleganz und feine Tannine zu erzielen. Typisch sind 10-14 Tage Maischestandzeit.
Ganztraubenvergärung: Manche Spitzenwinzer experimentieren mit Ganztraubenvergärung (teilweise oder vollständig), bei der unentrapte Trauben mitvergoren werden. Dies kann zusätzliche aromatische Komplexität und seidige Textur bringen.
Barrique-Ausbau: Hochwertiger Spätburgunder reift traditionell in französischen Eichenholzfässern (Barriques oder größeren Fässern wie Demi-Muids). Der Holzanteil variiert je nach gewünschtem Stil: Während manche Winzer bis zu 50% neues Holz einsetzen, bevorzugen andere gebrauchte Fässer, um den Fruchtcharakter zu bewahren. Die Reifezeit beträgt typischerweise 12-18 Monate.
Spontangärung: Immer mehr pfälzische Spitzenwinzer setzen auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, um Authentizität und Terroir-Ausdruck zu fördern.
Reifung auf der Feinhefe: Längere Hefelagerung verleiht dem Wein zusätzliche Komplexität, cremige Textur und harmonische Integration von Holz und Frucht.
Geschmacksprofile: Von elegant bis kraftvoll
Pfälzischer Spätburgunder präsentiert sich in unterschiedlichsten Stilistiken, die alle ihre Berechtigung und ihr Publikum haben:
Elegante, burgundische Stilistik:
Kühle Lagen, Buntsandstein, zurückhaltender Holzeinsatz – diese Spätburgunder zeigen helle Kirschfrucht, florale Noten, feine Gewürze und seidige Tannine. Sie sind filigran, präzise und erinnern an Vorbilder aus der Côte d'Or. Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Veilchen und dezenten Kräuternoten dominieren.
Moderne, fruchtige Stilistik:
Mittlere Extraktion, moderater Holzeinsatz, zugängliche Tannine – diese Weine zeigen saftige rote Beerenfrucht, Frische und Trinkfreude. Sie sind weniger komplex als Große Gewächse, aber ausdrucksstark und vielseitig einsetzbar.
Kraftvolle, südpfälzische Stilistik:
Warme Lagen, reife Trauben, längere Maischestandzeit – diese Spätburgunder zeigen dunkle Beerenfrucht, Fülle und Struktur. Aromen von schwarzen Kirschen, Pflaumen, Gewürzen und Schokolade dominieren. Sie haben mehr Körper und Alkohol als burgundische Pendants, aber auch die Kraft, kräftige Speisen zu begleiten.
Reserve und Große Gewächse:
Die Spitze der Qualitätspyramide – Weine aus erstklassigen Einzellagen, alten Reben, minimalen Erträgen und langem Ausbau. Diese Spätburgunder sind komplex, vielschichtig und haben das Potenzial, sich über ein Jahrzehnt oder länger weiterzuentwickeln.
Aromenspektrum und Entwicklung
Junger Spätburgunder zeigt typischerweise:
- Rote Beeren: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen
- Florale Noten: Veilchen, Rosen
- Frische Kräuter und feine Gewürze
Mit der Reifung entwickeln sich:
- Dunkle Früchte: Schwarzkirschen, Brombeeren
- Tertiäre Aromen: Unterholz, Pilze, Leder
- Würzige Komplexität: Zimt, Nelken, Tabak
- Erdige Noten: Waldboden, Trüffel
Hochwertige pfälzische Spätburgunder können problemlos 10-15 Jahre reifen und gewinnen dabei an Komplexität, Harmonie und Eleganz.
Qualitätsstufen: Vom Gutswein zum Großen Gewächs
Das Angebot an pfälzischem Spätburgunder deckt alle Qualitäts- und Preisstufen ab:
Gutsweine: Solide Basis-Spätburgunder für den täglichen Genuss. Fruchtig, zugänglich und unkompliziert, oft im Edelstahl oder mit minimalem Holzeinsatz ausgebaut. Perfekt für gesellige Runden und als Einstieg in die Welt des Spätburgunders.
Ortsweine: Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Ausdruck. Oft bereits mit Barrique-Ausbau und mehr Komplexität. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lagenweine: Aus renommierten Einzellagen mit Namen wie Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel oder Birkweiler Kastanienbusch. Diese Weine zeigen klar ihr Terroir und sind für längere Lagerung geeignet.
Große Gewächse (GG): Die Spitze der Qualitätspyramide. Trockene Spitzenweine aus den besten VDP-Lagen, streng selektiert, mit minimalem Ertrag und langem Ausbau. Diese Weine spielen in der internationalen Liga mit und können Preise wie burgundische Premiers Crus erreichen.
Alte Reben / Selektion: Manche Weingüter bieten Spätburgunder von besonders alten Rebstöcken (30+ Jahre) an. Diese Weine zeigen oft besondere Konzentration, Komplexität und Tiefe.
Kulinarische Begleitung: Der vielseitige Partner
Spätburgunder gilt als einer der vielseitigsten Essensbegleiter überhaupt. Seine moderate Tanninstruktur, lebendige Säure und aromatische Komplexität machen ihn zum idealen Partner für zahlreiche Gerichte:
Klassische Kombinationen:
- Wild: Rehrücken, Wildschwein, Hirsch – die klassische Paarung
- Geflügel: Ente, Gans, Taube, Wachtel
- Pilzgerichte: Steinpilze, Morcheln, Trüffel
- Rotes Fleisch: Rosa gebratenes Rinderfilet, Kalbfleisch
- Käse: Weichkäse wie Époisses, Camembert, gereifter Comté
Moderne Pairings:
- Thunfisch und andere kräftige Fische
- Asiatische Küche mit Ente oder Schweinefleisch
- Vegetarische Gerichte mit Pilzen und Wurzelgemüse
- Herzhafte Eintöpfe und Schmorgerichte
Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 16-18°C – nicht zu warm, damit die Eleganz erhalten bleibt, aber auch nicht zu kühl, damit sich die Aromen entfalten können.
Pfälzische Spätburgunder-Hochburgen
Bestimmte Regionen und Lagen der Pfalz haben sich als besondere Spätburgunder-Terroirs etabliert:
Mittelhaardt: Orte wie Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim bringen elegante, mineralische Spätburgunder mit burgundischem Charakter hervor.
Birkweiler in der Südpfalz gilt als Rotwein-Hochburg mit hervorragenden Spätburgundern, die Kraft und Eleganz verbinden.
Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze profitiert von seiner südlichen Lage und bringt vollmundige, reife Spätburgunder hervor.
St. Martin und das Umland bieten geschützte Lagen am Haardtrand mit idealen Bedingungen für Spätburgunder.
VDP und Spitzenweingüter
Viele der besten pfälzischen Spätburgunder stammen von VDP-Mitgliedsbetrieben (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), die sich höchsten Qualitätsstandards verpflichtet haben. Diese Güter haben in den vergangenen Jahrzehnten enorm in Qualität investiert und pfälzischen Spätburgunder auf internationales Niveau gehoben.
Renommierte Weingüter experimentieren mit unterschiedlichen Ausbaumethoden, Klonen und Lagencharakteren und treiben die Qualitätsentwicklung stetig voran. Ihre Spätburgunder werden regelmäßig mit Höchstbewertungen von Weinkritikern ausgezeichnet.
Bio und Biodynamie
Immer mehr pfälzische Spätburgunder stammen aus biologischem oder biodynamischem Anbau. Gesunde Böden, natürliche Bewirtschaftung und minimale Intervention im Keller fördern authentische, terroir-geprägte Weine mit lebendiger Struktur. Viele Spitzenwinzer sind überzeugt: Die besten Spätburgunder entstehen im Einklang mit der Natur.
Preis-Leistung: Qualität für jeden Geldbeutel
Einer der großen Vorzüge pfälzischer Spätburgunder ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. Während burgundische Pinot Noirs oft dreistellige Beträge kosten, bietet die Pfalz:
- Solide Gutsweine ab 8-12 Euro
- Charaktervolle Ortsweine für 15-25 Euro
- Ambitionierte Lagenweine für 25-40 Euro
- Große Gewächse für 40-80 Euro
Damit ist pfälzischer Spätburgunder deutlich zugänglicher als seine burgundischen Vorbilder und macht Spitzenqualität für ein breiteres Publikum erreichbar.
Lagerung und Reifepotenzial
Während einfache Spätburgunder für den baldigen Genuss gedacht sind, haben hochwertige Lagenweine und Große Gewächse beeindruckendes Reifepotenzial:
- Gutsweine: 2-4 Jahre
- Ortsweine: 3-6 Jahre
- Lagenweine: 5-10 Jahre
- Große Gewächse: 10-20 Jahre und mehr
Bei kühler, dunkler Lagerung (12-14°C) und liegender Position entwickeln sich die Weine langsam weiter, gewinnen an Komplexität und Harmonie. Die Tannine integrieren sich, die Frucht wandelt sich zu tertiären Aromen, und der Wein zeigt seine wahre Größe.
Die Zukunft: Klimawandel als Chance
Der Klimawandel stellt für viele Weinregionen eine Herausforderung dar – für pfälzischen Spätburgunder könnte er jedoch eine Chance sein. Während traditionelle Pinot-Regionen wie das Burgund mit zu hohen Temperaturen kämpfen, profitiert die Pfalz von der Erwärmung: Spätburgunder reift sicherer aus, Spitzenjahrgänge werden häufiger, und die Stilistik wird vollmundiger und international konkurrenzfähiger.
Gleichzeitig bewahren kühlere Lagen der Pfalz weiterhin burgundischen Charakter und bieten so das gesamte Stilspektrum von elegant bis kraftvoll.
Fazit: Weltklasse aus der Pfalz
Pfälzischer Spätburgunder hat den Sprung in die Weltklasse geschafft. Was vor Jahrzehnten noch belächelt wurde, gehört heute zur Speerspitze deutschen Rotweinbaus. Die Kombination aus idealen Terroirs, ambitionierten Winzern und jahrzehntelanger Erfahrung hat Pinot Noir hervorgebracht, der sich nicht hinter internationalen Vorbildern verstecken muss.
Ob Sie elegante, burgundische Stile oder kraftvolle, südpfälzische Interpretationen bevorzugen – die Pfalz bietet für jeden Geschmack den passenden Spätburgunder. Und das zu Preisen, die deutlich unter vergleichbaren Burgundern liegen.
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