Portugieser Weißherbst Gutswein feinfruchtig - Herrengut -
- Regulärer Preis“
€6,90
Inhalt: 1.0 Liter (6,90 € * / 1 Liter)
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Weingut / Lieferant: Herrengut
Typ: Rosé
Art. Nr.: herrengut-003
Verfügbar: Verfügbar
Die traditionelle Rebsorte begeistert mit fruchtigen Aromen von Erdbeeren, Zitrus und Reineclaude und ist ein herrlich unkomplizierter Begleiter für viele Anlässe. Pur entfaltet er seine ganze Feinheit und harmoniert besonders gut mit cremigen Käsesorten. Ein Weißherbst, der sowohl Durstlöscher als auch Genießerwein ist und die Vielseitigkeit des Portugiesers perfekt zur Geltung bringt. Der Portugieser Weißherbst feinfruchtig vom Herrengut St. Martin ist ein Klassiker, der in der Pfalz für Geselligkeit steht – ob als spritzige Schorle im Schoppenglas oder pur genossen. Ein roséfarbener Wein aus Portugieser Trauben mit hellroten Reflexen. In der Nase mit Aromen von Vanille,Mandel und Brombeere.Ein frische Rosewein mit einer weichen Säure,einer runden Süße und einem langanhaltenden Abgang.
enthält Sulfite
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Portugieser Weißherbst Gutswein feinfruchtig - Herrengut -
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2023
- Rebsorten
- Portugieser
- Geschmack
- feinfruchtig
- Weinbaubereich
- Südliche Weinstraße
- Weinort
- St. Martin
- Alkoholgehalt
- 11,5 % vol
- Restzucker
- 22,8 g/l
- Säure
- 5.8 g/l
- Trinkempfehlung
- Der feinfruchtige Portugieser Weißherbst Gutswein ist die perfekte Begleitung zu leichten Sommergerichten, Grillabenden oder entspannten Feierlichkeiten im Garten.
Weingut Herrengut St. Martin – Tradition seit 1587 im historischen Hundt von Saulheimschen Hof
Der Herrenhof St. Martin wurde 1587 als „Hundt von Saulheimscher Hof" erbaut und war bis 1604 Sitz der Freiherren Hundt von Saulheim. Ende des 18. Jahrhunderts kam der Hundt von Saulheimsche Hof in den Besitz der Familie Valentin Schneider (1764 - 1828). Das Weingut „Herrengut St. Martin" mit Sitz im ehemaligen „Hundt von Saulheimschen Herrenhof" ist seit fünf Generationen im Besitz der Familie Schneider. Diese einzigartige Verbindung aus historischem Renaissance-Ensemble und moderner Weinbaukunst macht das Herrengut zu einem besonderen Weingut an der Südlichen Weinstraße.
Renaissance-Bauwerk mit bauhistorischer Bedeutung
Der Erker zur Straßenseite sowie der runde Treppenturm im Innenhof, beide geschmückt mit den Wappen der Hundt von Saulheim-Dienheim, gelten als bauhistorisch bemerkenswerte Teile des Renaissance-Ensembles. Das imposante Anwesen in der Ortsmitte von St. Martin ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch Zeugnis jahrhundertelanger Weinbautradition in einem der schönsten Weindörfer der Pfalz.
Vier Generationen Schneider – Familientradition und Kontinuität
Das heutige „herrengut st. martin" geht auf Oskar Heinrich Schneider zurück, sein Sohn Albert Valentin Schneider baute das Weingut in 2. Generation weiter aus. Heute wird das „herrengut st. martin" von Stephan Schneider in 3. Generation mit seinen Söhnen Christian und Florian in 4. Generation geführt. Diese Kontinuität über Generationen hinweg garantiert die Weitergabe von Erfahrung, Wissen und der Liebe zum Detail, die in jedem Wein spürbar ist.
Gesetzlich geschützte Bezeichnung "Herrengut" – 100% Eigenerzeugung
Voraussetzung für die Firmierung Herrengut ist die gesetzliche Anerkennung als Weingut. Das bedeutet: alle Weine sind zu 100% Eigenerzeugnisse, werden ausschließlich in den eigenen Weinbergen angebaut, im eigenen Keller ausgebaut und dürfen deshalb die Bezeichnung Gutsabfüllung tragen.
Die Weine werden ausschließlich direkt vermarktet. Das heißt: Die Weine sind weder beim Discounter noch im Fachhandel zu finden. Diese konsequente Direktvermarktung ermöglicht ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und persönlichen Kontakt zu den Erzeugern. Die Weine können direkt in St. Martin erworben oder online bestellt werden.
Naturnaher, schonender Weinbau
Das Weingut betreibt naturnahen, schonenden Anbau, der an ökologischen Kriterien orientiert ist. Die Familie Schneider wirtschaftet nachhaltig und mit größtem Respekt vor der Natur. Diese Philosophie zeigt sich in der sorgfältigen Pflege der Weinberge, der selektiven Lese und der schonenden Vinifikation im Keller.
Drei Weinlinien für jeden Anspruch
Die 3 Weinlinien basieren auf der unterschiedlichen Qualität der Weinlagen: Aus den Großlagen stammen die „Gutsweine" in 1-Literflaschen, aus klassifizierten Lagen die „2 Sterne Lagenweine" und aus ausgewiesenen Parzellen klassifizierter Lagen stammen die „3 Sterne Terroirweine". Dieses übersichtliche Klassifizierungssystem hilft Weinliebhabern, schnell den passenden Wein für jeden Anlass zu finden.
Gutsweine (1 Liter): Unkomplizierte, rebsortenreine Qualitätsweine für den täglichen Genuss, ideal für gesellige Runden und als Schoppenweine. Die praktische 1-Liter-Flasche bietet ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lagenweine (2 Sterne): Weine aus klassifizierten Einzellagen mit deutlichem Lagencharakter. Diese Weine zeigen bereits die typische Mineralität und Komplexität der St. Martiner Spitzenlagen und eignen sich hervorragend als Speisebegleiter.
Terroirweine (3 Sterne): Die Spitzenweine aus ausgewiesenen Parzellen der besten Lagen. Hier zeigt sich das volle Potenzial des Terroirs – Weine mit Tiefe, Eleganz und Lagerpotenzial, die zu besonderen Anlässen kreiert werden.
Ausschließlich Rebsortenweine – Klare Typizität
Herrengut St. Martin erzeugt ausschließlich Rebsortenweine. Diese konsequente Ausrichtung auf sortenreine Weine ermöglicht es, die individuelle Charakteristik jeder Rebsorte optimal herauszuarbeiten. Von klassischen Pfälzer Sorten wie Riesling und Spätburgunder über Burgundersorten bis hin zu internationalen Rebsorten wie Cabernet Blanc – jeder Wein zeigt die typischen Eigenschaften seiner Rebsorte.
Spitzenlagen in St. Martin
Die Weinberge des Herrenguts liegen in den besten Lagen von St. Martin, darunter die renommierten Einzellagen St. Martiner Baron, St. Martiner Kirchberg und St. Martiner Schloss Ludwigshöhe. St. Martin, malerisch am Fuße des Pfälzerwaldes gelegen, zählt zu den schönsten Weindörfern der Pfalz und bietet mit seinen Südlagen ideale Bedingungen für Spitzenweine.
Die Böden bestehen aus Buntsandsteinverwitterung mit Lössauflage, was den Weinen eine besondere Mineralität und Struktur verleiht. Das milde Klima der Südlichen Weinstraße mit reichlich Sonnenschein und moderaten Niederschlägen schafft perfekte Voraussetzungen für vollreife, aromatische Trauben.
Rebsortenvielfalt mit Pfälzer Schwerpunkt
Das Sortiment umfasst sowohl klassische Pfälzer Rebsorten als auch internationale Spezialitäten:
Weißweine: Riesling als Königin der Pfalz, Grauburgunder und Weißburgunder als edle Burgundersorten, Gewürztraminer und Gelber Muskateller für aromatische Liebhaber, Cabernet Blanc als moderne Neuzüchtung, sowie Sauvignon Blanc, Chardonnay und weitere Spezialitäten.
Rotweine: Spätburgunder (Pinot Noir) als edelste rote Rebsorte, Dornfelder und St. Laurent für kräftige Rotweine, Portugieser für leichte Sommerweine, sowie internationale Sorten wie Merlot und Cabernet.
Cabernet Blanc Spätlese – Aromatisches Highlight
Der Cabernet Blanc Spätlese feinfruchtig vom Weingut Herrengut springt förmlich aus dem Glas und verzaubert mit seiner lebendigen Aromatik. Zu Beginn entfalten sich Noten von Stachelbeere und Zitronenabrieb, gefolgt von weißer Johannisbeere und süßlichen Nuancen, die den Duft harmonisch abrunden. Am Gaumen begeistert die Spätlese mit einem hinreißenden Süße-Säure-Spiel, das saftig, animierend und extraktreich ist. Trotz seiner Fülle bleibt der Wein angenehm leicht mit nur 11 vol. % Alkohol. Der herb-kräutrige Abgang verleiht dem Wein ein langes und beeindruckendes Finish.
Gelber Muskateller – Aromatische Spezialität
Der Gelbe Muskateller ist eine besondere Spezialität des Weinguts. Mit seinen intensiven Muskataromen von Trauben, Holunderblüten und exotischen Früchten begeistert er Liebhaber aromatischer Weißweine. Die feinfruchtige Variante zeigt eine dezente Restsüße, die perfekt mit der lebendigen Säure harmoniert.
Süßwein-Spezialitäten – Raritäten aus Leidenschaft
Süßweine wie Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eiswein gelten als weitere Spezialität des Weinguts. Diese edelsüßen Raritäten werden nur in besonders günstigen Jahrgängen erzeugt und zählen zu den Höhepunkten im Sortiment. Die konzentrierte Süße, kombiniert mit der typischen Fruchtsäure, macht diese Weine zu besonderen Genusserlebnissen für festliche Anlässe oder als Dessertweine.
Sekt und Secco – Prickelnd und erfrischend
Die Grundweine für Sekt und Secco stammen alle aus dem Herrengut St. Martin. Da sie allerdings im Lohnverfahren versektet bzw. verperlt und abgefüllt wurden, dürfen sie (lt. Weingesetz) nicht die Bezeichnung „Herrengut St. Martin" führen. Sie werden daher mit der Bezeichnung „Albert Val. Schneider St. Martin" ausgestattet. Dies gilt auch für die angebotenen Destillate.
Die Sekte und Seccos bieten prickelnden Genuss aus St. Martiner Trauben – von trocken bis lieblich, von Weißwein- über Rosé- bis zu Rotweinsekt. Perfekt als Aperitif oder für festliche Anlässe.
Hohe Auszeichnungen Jahr für Jahr
Am 06. Dezember 2024 erhielt das Weingut von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowohl für das Herrengut St. Martin als auch für die Vinification Ludwigshöhe einen Ehrenpreis. Am 14. Oktober 2024 wurde die Vinification Ludwigshöhe mit dem Bundesehrenpreis in Bronze vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet.
Jahr für Jahr hohe Auszeichnungen bei Weinprämierungen bestätigen die konstant hohe Qualität der Weine. Diese Erfolge bei regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben unterstreichen die herausragende Arbeit der Familie Schneider.
Consulat des Weins – Hotel und Restaurant
Das Herrengut betreibt zudem das renommierte Consulat des Weins, ein Weinhotel mit Restaurant in St. Martin. Hier können Gäste die Weine des Hauses in stilvollem Ambiente genießen und die Pfälzer Gastlichkeit erleben. Die Kombination aus Weingut, Hotel und Restaurant macht das Herrengut zu einem Gesamterlebnis für Weinliebhaber.
St. Martin – Perle unter den Weindörfern
St. Martin gilt als eines der schönsten Weindörfer der Pfalz. Der malerische Ort am Fuße des Pfälzerwaldes mit seinen historischen Fachwerkhäusern, engen Gassen und den umgebenden Weinbergen bietet eine traumhafte Kulisse. Die Nähe zum Hambacher Schloss, zur Villa Ludwigshöhe und zu zahlreichen Wanderwegen macht St. Martin zu einem beliebten Ausflugsziel.
Das Herrengut liegt zentral im Ortskern und ist idealer Ausgangspunkt für Erkundungen der Region, Weinproben und kulinarische Entdeckungen.
Philosophie der Authentizität und Qualität
Das Weingut steht für saubere, unverfälschte Weine, die mit großer Sorgfalt angebaut und mit der erforderlichen Ruhe ausgebaut werden. Die Weine richten sich an Menschen, die gewachsene regionale Produkte zu schätzen wissen und dem Produkt Wein mit hoher Wertschätzung begegnen. Die Familie Schneider scheut weder Kosten noch Mühen, um authentische regionale Weine bester Qualität herzustellen.
Diese Philosophie spiegelt sich in jedem Wein wider: ehrliche, charaktervolle Weine ohne Schnörkel, die ihr Terroir und ihre Rebsorte klar zum Ausdruck bringen. Die Familie Schneider steht für Qualität ohne Kompromisse und für Weine, die Freude bereiten.
Besuch und Weinverkauf
Der Weinverkauf im historischen Herrenhof sowie im Consulat des Weins bietet die Möglichkeit, die Weine vor Ort zu verkosten und kennenzulernen. Die Familie Schneider und ihr Team beraten kompetent und herzlich bei der Auswahl des passenden Weines. Weinproben können nach Voranmeldung arrangiert werden.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die charaktervollen Weine des Weinguts Herrengut St. Martin – Tradition seit 1587 im historischen Hundt von Saulheimschen Hof, fünf Generationen Familie Schneider, 100% Eigenerzeugnisse mit Gutsabfüllung, drei Weinlinien von Gutsweinen bis zu Terroirweinen, ausschließlich rebsortenreine Qualitätsweine, Jahr für Jahr hochprämiert. Authentische Pfälzer Weine aus einem der schönsten Weindörfer der Pfalz – direkt vom Erzeuger.
Die Rebsorte der Straußwirtschaften und des Schoppens
Portugieser ist die Seele der pfälzischen Weingeselligkeit – eine Rebsorte, die untrennbar mit Straußwirtschaften, Weinfesten und dem traditionellen "Schoppen" verbunden ist. Mit rund 600 Hektar Rebfläche in der Pfalz mag der Portugieser zwar nicht zu den großen Mengenträgern gehören, doch seine kulturelle Bedeutung übersteigt bei weitem seine statistische Relevanz. Er ist der Wein für gesellige Runden, für entspannte Nachmittage in der Straußwirtschaft und für all jene Momente, in denen Wein nicht kompliziert sein soll, sondern einfach Freude bereiten muss.
Die Rebsorte stammt entgegen ihrem Namen nicht aus Portugal, sondern wahrscheinlich aus Österreich, wo sie als Blauer Portugieser bekannt ist. In Deutschland fand sie vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen eine Heimat und wurde zu einer der beliebtesten Rotweinrebsorten für unkomplizierten, fruchtbetonten Genuss. Das warme Klima der Pfalz bringt die Stärken des Portugiesers optimal zur Geltung: Weiche Tannine, frische Frucht und eine zugängliche, niemals aggressive Art.
Portugieser ist kein Wein für Lagerkeller oder Weinsnobs, sondern für Menschen, die Wein als Teil des Lebens verstehen – unkompliziert, gesellig und mit einem Lächeln im Glas.
Rebsorten-Charakteristik: Unkompliziert und charmant
Portugieser besitzt charakteristische Eigenschaften, die ihn von anspruchsvolleren Rotweinsorten deutlich unterscheiden:
Frühe Reife:
Portugieser reift sehr früh – oft bereits Ende August bis Anfang September, deutlich vor Spätburgunder oder Dornfelder. Diese frühe Reife macht ihn zuverlässig und wenig anfällig für Herbstfröste oder schlechtes Wetter im Spätherbst.
Hohe Erträge:
Die Rebsorte ist ertragsstark und bringt zuverlässig gute Mengen. Diese Eigenschaft macht sie wirtschaftlich attraktiv und für Massenproduktion geeignet. Erträge von 100-120 hl/ha sind keine Seltenheit.
Helle Farbe:
Portugieser zeigt charakteristisch helle, rubinrote bis kirschrote Farbe – deutlich heller als Dornfelder oder Spätburgunder. Diese helle Färbung ist sortentypisch und kein Qualitätsmangel.
Geringe Tannine:
Die Tanninstruktur ist sehr weich und zurückhaltend. Portugieser zeigt niemals harte, adstringierende Tannine und ist daher schon sehr jung problemlos trinkbar.
Moderate Säure:
Die Säure ist harmonisch und niemals aggressiv. In Kombination mit den weichen Tanninen entsteht ein sehr zugänglicher, unkomplizierter Rotwein.
Fruchtbetonte Aromatik:
Portugieser zeigt offene, frische Fruchtaromen von roten Beeren – deutlich und erkennbar, aber niemals komplex oder tiefgründig.
Robustheit:
Die Rebsorte ist relativ robust gegenüber Krankheiten und witterungsbedingt zuverlässig.
Keine Lagerfähigkeit:
Portugieser ist ausdrücklich für den baldigen Konsum gedacht. Die Weine entwickeln sich nicht positiv weiter und sollten jung getrunken werden.
Terroir und Klima: Anspruchslose Vielseitigkeit
Portugieser ist wenig anspruchsvoll und gedeiht auf unterschiedlichsten Böden:
Löss und Lehm:
Die fruchtbaren Böden der Rheinebene sind typische Portugieser-Standorte. Sie bringen fruchtbetonte, harmonische Weine mit Fülle und Saftigkeit hervor.
Sandige Böden:
Leichte, sandige Böden fördern besonders leichte, beschwingte Weine mit betonter Frucht und Trinkfluss – ideal für Sommerweine.
Kies- und Schotterböden:
Sorgen für gute Drainage und frühe Erwärmung. Portugieser von kiesigen Böden zeigt leichte, elegante Struktur.
Auf höherwertigen Böden wie Kalkstein oder Buntsandstein wird Portugieser selten kultiviert, da edle Rebsorten wie Spätburgunder dort deutlich bessere Ergebnisse liefern.
Das warme Klima der Pfalz garantiert sichere, frühe Reife und ausreichend Aromenentwicklung. Die Rebsorte benötigt keine extreme Wärme und liefert auch in durchschnittlichen Jahren zuverlässig gute Qualität.
Weinbergspflege: Unkompliziert und ertragreich
Portugieser ist im Weinberg relativ anspruchslos:
Ertragsmanagement:
Im Gegensatz zu edlen Sorten wird Portugieser meist nicht stark ertragsbegrenzt:
- Standardqualität: 100-120 hl/ha für Alltagsweine
- Bessere Qualität: 80-90 hl/ha für charaktervollere Weine
- Spitzenweine: 60-70 hl/ha (sehr selten)
Die meisten Portugieser sind Massenweine mit hohen Erträgen – und das ist auch in Ordnung, denn das entspricht ihrer Rolle.
Frühe Lese:
Die sehr frühe Reife ermöglicht Ernte bei optimalen Bedingungen, oft noch vor dem Hauptlesestress. Dies garantiert frische, fruchtbetonte Weine.
Pflanzenschutz:
Die Robustheit der Rebsorte erleichtert den Anbau und erfordert weniger intensive Pflanzenschutzmaßnahmen als empfindliche Sorten.
Mechanisierung:
Portugieser eignet sich gut für mechanisierte Lese, was die Produktionskosten senkt und die Wirtschaftlichkeit erhöht.
Ausbau: Frische bewahren, Komplexität vermeiden
Der Ausbau von Portugieser ist konsequent auf Frische, Frucht und schnelles Trinken ausgerichtet:
Edelstahl-Ausbau (Standard):
Praktisch alle Portugieser reifen im Edelstahltank:
- Bewahrt primäre Fruchtaromen und Frische
- Sorgt für klare, saubere Weine
- Ermöglicht schnelle Abfüllung
- Zeigt die Rebsorte in ihrer unkomplizierten Form
Temperaturkontrollierte Gärung:
Bei moderaten Temperaturen (18-22°C) werden die frischen Fruchtaromen bewahrt und saubere Weine erzeugt.
Kurze Maischestandzeit:
Typischerweise 5-8 Tage Maischestandzeit – kurz genug, um harte Tannine zu vermeiden, lang genug für ausreichende Farbextraktion (auch wenn Portugieser grundsätzlich hell bleibt).
Frühe Abfüllung:
Portugieser wird oft bereits im Frühjahr (März-Mai) nach der Ernte auf Flasche gefüllt, um maximale Frische zu bewahren. Lange Lagerung bringt keine Verbesserung.
Kein Holzausbau:
Barrique oder große Holzfässer sind für Portugieser ungeeignet und werden praktisch nie verwendet. Sie würden die zarte Frucht überdecken und der Rebsorte nicht gerecht werden.
Keine Ambitionen:
Portugieser wird nicht mit der Ambition ausgebaut, komplexe, lagerfähige Weine zu erzeugen. Das Ziel ist unkomplizierter, fruchtbetonter Trinkgenuss.
Geschmacksprofile und Aromenspektrum
Portugieser zeigt ein charakteristisches, leicht erkennbares Aromenprofil:
Primäre Fruchtaromen:
- Rote Beeren: Erdbeere, Himbeere, rote Johannisbeere
- Kirsche: Sauerkirsche, helle Süßkirsche
- Manchmal leichte Bananen-Note (sortentypisch)
Weitere Aromen:
- Florale Noten (dezent)
- Leichte Würze (sehr zurückhaltend)
- Frische, saftige Charakteristik
Textur und Struktur:
- Leichter bis mittelschwerer Körper
- Sehr weiche, kaum spürbare Tannine
- Harmonische, niemals aggressive Säure
- Saftig, trinkfreudig, erfrischend
Farbe:
Hell- bis mittelrot, rubinrot bis kirschrot – charakteristisch heller als andere Rotweine. Diese helle Farbe ist sortentypisch und kein Mangel.
Die Aromatik ist niemals komplex, tiefgründig oder vielschichtig, sondern offen, fruchtig und unkompliziert – genau das macht den Charme aus.
Stilistische Einordnung
Klassischer Portugieser (Standard):
- Fruchtig, saftig, unkompliziert
- Leicht bis mittelschwer
- Für sofortigen Konsum
- Ideal für gesellige Anlässe
- Serviertemperatur: 12-14°C (leicht gekühlt!)
Weißherbst aus Portugieser:
Aus Portugieser wird auch gerne Weißherbst (Rosé) erzeugt:
- Sehr helle, lachsrosa Farbe
- Frische Erdbeerfrucht
- Erfrischend und beschwingt
- Perfekt für Sommer und Terrasse
"Bessere" Portugieser:
Selten, aber manche Qualitätswinzer erzeugen ambitioniertere Portugieser:
- Reduzierte Erträge
- Sorgfältigere Selektion
- Mehr Konzentration und Charakter
- Bleiben aber immer zugänglich und unkompliziert
Qualitätsstufen und Preise
Portugieser bewegt sich im günstigen Preissegment:
Einfache Qualitätsweine:
Massenweine für den Alltagsgenuss. Fruchtig, unkompliziert, günstig. Preis: 3-5 Euro.
Gutsweine:
Solide Basis-Qualität von Weingütern. Sauber, harmonisch, vielseitig. Preis: 5-8 Euro.
Bessere Selektion:
Selten, aber manche Winzer erzeugen charaktervollere Portugieser mit reduziertem Ertrag. Preis: 8-12 Euro.
Weißherbst:
Portugieser-Rosé, erfrischend und sommerlich. Preis: 5-9 Euro.
Portugieser gehört zu den günstigsten Rotweinen überhaupt und macht Rotweingenuss für jeden Geldbeutel erschwinglich.
Kulinarische Begleitung: Der unkomplizierte Partner
Portugieser ist vielseitig und unkompliziert einsetzbar:
Klassische Kombinationen:
- Gegrilltes: Würstchen, leichte Steaks, Grillgemüse
- Pizza und Pasta mit leichten Saucen
- Kalte Platten mit Aufschnitt
- Brotzeit und Vesper
- Leichte Käse: Gouda, Edamer, Butterkäse
Pfälzische Klassiker:
- Flammkuchen
- Zwiebelkuchen (DER Klassiker!)
- Leberknödel
- Bratwurst
- Brezeln
Sommerfeste und gesellige Anlässe:
Portugieser ist DER Wein für:
- Grillfeste und Gartenpartys
- Straußwirtschaften und Weinfeste
- Picknicks und gesellige Runden
- Unkomplizierte Anlässe ohne Anspruch
Leicht gekühlt genießen:
Portugieser darf und soll leicht gekühlt (12-14°C) getrunken werden – das unterstreicht seine frische, saftige Art und macht ihn zum idealen Sommerwein.
Die weichen Tannine und moderate Säure machen Portugieser zum harmonischen, niemals störenden Essensbegleiter.
Straußwirtschaft und Schoppenkultur
Portugieser ist untrennbar mit der pfälzischen Straußwirtschafts-Kultur verbunden:
Der klassische Schoppenwein:
- Günstig im Ausschank (oft der preiswerteste Rotwein)
- Unkompliziert und gesellig
- Wird gerne im Viertelliter-Schoppen ausgeschenkt
- Harmoniert perfekt mit regionalen Spezialitäten
- Fördert Geselligkeit ohne schwere Tannine
Tradition und Brauchtum:
In pfälzischen Straußwirtschaften gehört Portugieser zum festen Inventar. Er verkörpert die bodenständige, gesellige Seite pfälzischer Weinkultur – keine Airs, kein Getue, einfach guter Wein für gute Laune.
Weinfeste:
Auf pfälzischen Weinfesten ist Portugieser der Wein für die breite Masse – erschwinglich, verträglich und perfekt für ausgelassene Stimmung.
Portugieser als Sommerwein
Portugieser ist der ideale Rotwein für warme Tage:
Vorteile als Sommerwein:
- Leichter Körper, nicht schwer
- Weiche Tannine, nicht adstringierend
- Frische Frucht, erfrischend
- Leicht gekühlt servierbar
- Verträglich auch bei Hitze
Serviertemperatur:
12-14°C – deutlich kühler als schwere Rotweine. Diese leichte Kühlung unterstreicht die Frische und macht Portugieser zum perfekten Terrassenwein.
Alternative zu Weißwein:
Für Rotweintrinker, die im Sommer nicht auf ihre Vorliebe verzichten wollen, ist Portugieser die perfekte Wahl – Rotwein ohne die Schwere.
Alterungspotenzial: Jung trinken!
Portugieser ist ausdrücklich NICHT zum Lagern geeignet:
- Optimal: Im Jahr der Abfüllung trinken
- Maximal: 2 Jahre lagern
- Danach: Verlust von Frische und Frucht
Die Weine entwickeln sich nicht positiv weiter, sondern verlieren ihre besten Qualitäten. Die helle Farbe verblasst, die Frucht wird flach, und es gibt kein Tanningerüst für Alterung.
Portugieser sollte jung getrunken werden, wenn die Frucht noch frisch und saftig ist – am besten im ersten Jahr nach der Ernte.
Image und Rolle: Ehrlicher Alltagswein
Portugieser hatte und hat kein Prestige-Image:
Realistische Einordnung:
- Kein Wein für Weinsnobs oder Kritiker
- Keine Ambitionen auf Komplexität oder Tiefgang
- Ehrlicher Massenwein für breite Schichten
- Verkörpert pfälzische Bodenständigkeit
Stärken akzeptieren:
Portugieser ist, was er ist – und das ist gut so. Wer ihn für seine Unkompliziertheit, Zugänglichkeit und Geselligkeit schätzt, wird nicht enttäuscht. Wer Komplexität sucht, ist bei Spätburgunder besser aufgehoben.
Kulturelle Bedeutung:
Die Bedeutung des Portugiesers liegt nicht in Weinführer-Punkten, sondern in seiner Rolle als sozialer Schmierstoff, als Wein für Feste und Straußwirtschaften, als demokratischer Genuss für jeden.
Portugieser vs. andere Rotweine
Portugieser vs. Dornfelder:
- Portugieser: Heller, leichter, fruchtiger, günstiger
- Dornfelder: Dunkler, kraftvoller, strukturierter, vielseitiger
Portugieser vs. Spätburgunder:
- Portugieser: Unkompliziert, einfach, massentauglich
- Spätburgunder: Komplex, elegant, prestigeträchtig
Portugieser vs. Trollinger (Württemberg):
Beide Rebsorten haben ähnliche Rollen und Charakteristika – leichte, gesellige Rotweine für unkomplizierten Genuss.
Herkunft und Verbreitung
Trotz seines Namens stammt Portugieser nicht aus Portugal:
Tatsächliche Herkunft:
Wahrscheinlich aus Österreich (Niederösterreich), wo die Rebsorte als Blauer Portugieser bekannt ist.
Verbreitung in Deutschland:
- Pfalz: ca. 600 ha
- Rheinhessen: größtes Anbaugebiet
- Insgesamt in Deutschland: ca. 3.000 ha
International:
Außerhalb Deutschlands und Österreichs spielt Portugieser praktisch keine Rolle.
Bio und Nachhaltigkeit
Die Robustheit von Portugieser macht ihn interessant für ökologischen Weinbau:
- Weniger anfällig für Krankheiten
- Geringerer Pflanzenschutzbedarf
- Zuverlässige Erträge
- Frühe Lese vor Herbstregen
Bio-Portugieser ist zwar selten, aber durchaus erfolgreich möglich.
Zukunft: Nische mit Tradition
Die Zukunft des Portugiesers liegt in der klaren Positionierung:
- Als ehrlicher, günstiger Alltagswein
- Als traditioneller Straußwirtschafts-Wein
- Als Sommerwein für leichten Genuss
- Als demokratischer Wein für gesellige Anlässe
Eine Renaissance wie bei Silvaner ist nicht zu erwarten, aber Portugieser wird seine treue Anhängerschaft behalten.
Geselligkeit im Glas
Portugieser ist der Wein der pfälzischen Lebensfreude – unkompliziert, gesellig, bodenständig. Er will nicht komplex sein, nicht lagerfähig, nicht prestigeträchtig. Er will einfach Freude bereiten bei geselligen Anlässen, Sommerfesten und entspannten Momenten in der Straußwirtschaft.
Seine helle Farbe, weichen Tannine und frische Frucht machen ihn zum idealen Einstiegsrotwein und zum perfekten Sommerwein. Das warme Klima der Pfalz bringt seine Stärken optimal zur Geltung: Saftige Frucht, harmonische Struktur und zugänglichen Charakter.
Portugieser ist kein Wein für Weinführer oder Kritiker, sondern für Menschen, die Wein als Teil des Lebens verstehen – unkompliziert, erschwinglich und mit einem Lächeln verbunden. In der Straußwirtschaft bei einem Schoppen Portugieser, dazu Zwiebelkuchen und gute Gesellschaft – das ist pfälzische Weinkultur in Reinform.
Entdecken Sie in unserem Sortiment pfälzische Portugieser – ehrliche, fruchtbetonte Rotweine für gesellige Momente, Sommerfeste und unkomplizierten Genuss. Erleben Sie einen Wein, der nicht perfekt sein will, sondern einfach Freude bereitet und pfälzische Lebensart im Glas verkörpert!
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