Grauer Burgunder trocken - Rebholz
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Weingut / Lieferant: Rebholz
Typ: Weisswein
Art. Nr.: rebholz-018/2
Verfügbar: Verfügbar
enthält Sulfite
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Grauer Burgunder trocken - Rebholz
Wein-Steckbrief
- Jahrgang
- 2022
- Rebsorten
- Grauer Burgunder
- Geschmack
- trocken
- Weinbaubereich
- Südliche Weinstraße
- Weinort
- Siebeldingen
- Alkoholgehalt
- 13,5 % vol
- Restzucker
- 0,3 g/l
- Säure
- 6.6 g/l
- Allergen-Information
- MetaobjectListDrop
- Trinkempfehlung
- Der Grauer Burgunder trocken von Rebholz ist die perfekte Begleitung zu leichten Fischgerichten, sommerlichen Salaten oder einem geselligen Essen mit Freunden.
Weingut Ökonomierat Rebholz – Kompromisslose Spitzenweine und biodynamischer Weinbau seit 1632
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist ein Familienbetrieb. Die Winzerfamilie Birgit und Hansjörg Rebholz, mit ihren Kindern Hans, Valentin und Helene, hat in Siebeldingen ihr Zuhause. Sie führen, als derzeitige Hofherren eine Familiengeschichte fort, die weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Schon seit dem Jahr 1632 ist die Rebholz-Familie in Siebeldingen an der Deutschen Weinstraße ansässig und produziert hier köstliche Rot- und Weißweine. Mit über 390 Jahren Familientradition gehört das Weingut zu den traditionsreichsten Adressen der Pfalz und hat sich als Synonym für kompromisslose Qualität und eigenständigen Weinstil etabliert.
Typisch Rebholz – Ein unverwechselbarer Weinstil
Seit über 50 Jahren werden die Weine so ausgebaut, dass sie nur das beinhalten, was ihnen die Natur geschenkt hat. Rebhölzer erben über Generationen hinweg die Neigung, ihren Überzeugungen stur und unbeirrbar zu folgen. Die Weine werden als höchst eigenwillige und eigenständige Typen wahrgenommen.
In diesen Jahren wurde ein hauseigener Weintyp entwickelt und gepflegt. Einer der anfangs eher provozierte, später aber Anerkennung und Erfolg ins Haus brachte. Gerade seinetwegen zählt das Weingut seit Jahren zu den besten Adressen in der Republik. "Typisch Rebholz" ist ein häufiger Kommentar zu den Weinen die landesweite Anerkennung und Erfolge erfahren.
Die Vision des Ökonomierats Eduard Rebholz
Pionier und Urheber der Naturwein-Idee vom Typ Rebholz war der gelernte Forstwirt Eduard Rebholz (1889-1966), der nach dem Krieg den elterlichen Weinbau übernahm und als »Ökonomierat« noch viel von sich reden machen sollte. Er nahm entschieden Anstoß am Weingeschmack jener Jahre. Den bodenlos denaturierten, künstlich gesüßten Tropfen seiner Zeit setzte er seine Idee vom »Naturwein« entgegen.
Er machte sich an die Erforschung des Klimas in seinen Weinbergen wie z.B. dem Siebeldinger Im Sonnenschein oder dem Birkweiler Kastanienbusch. Welche verschiedenen Bodentypen gibt es im Weingut und welche Eigenschaften haben sie. Aus diesen Erkenntnissen entschloss er dann, welche Rebsorte er dann wo pflanzte. Danach bestimmte er den Lesezeitpunkt neu. Hier spielte der Restzuckergehalt eine untergeordnete Rolle. Er probierte die Weißweintrauben und entschloss dann nach dem Reifegrad bzw. dem Geschmack, wann er erntete. Im Keller versuchte er schon damals, mehr wegzulassen als zu manipulieren.
Keine Kompromisse – Das Credo von Hansjörg Rebholz
Der Wahlspruch von Hansjörg Rebholz lautet: Keine Kompromisse! Dass er damit nicht schlecht fährt, zeigen zahlreiche Auszeichnungen und nicht zuletzt seine Weine, die mit zu den besten gehören, die man in der Pfalz bekommen kann. Die launischen Vorlieben des Marktes interessieren ihn nicht. Er bleibt unbeirrbar auf einem Weg, der ihm die Familientradition seit drei Generationen ins Stammbuch geschrieben hat.
Hans-Günter Schwarz, damals Verwalter und Betriebsleiter beim VDP.Weingut Müller-Catoir, war Hansjörgs Mentor. Nach dem Tod seines Vaters ist er bis heute sein väterlicher Freund und Ratgeber. Diese Ausbildung beim legendären Müller-Catoir hat Hansjörg Rebholz entscheidend geprägt.
Die nächste Generation – Hans und Valentin Rebholz
Inzwischen ist die ganze Familie im Weingut aktiv, aber vor allem prägen neben Hansjörg die Zwillingssöhne Hans und Valentin das Weingut. Das größte Potenzial steckt im Weinberg – und Hansjörg ist glücklich darüber, dass bei allen neuen Ideen die Jungen mit ihm in diesem Gedanken übereinstimmen. Die Übergabe an die nächste Generation ist bereits in vollem Gange, wobei die Erfahrung der älteren mit der Neugier der jüngeren Generation verschmilzt.
Biodynamischer Weinbau seit 2005
Seit 2005 werden alle Weinberge von Rebholz nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, kurze Zeit später bereits biodynamisch. Auf den Einsatz von Herbiziden, chemisch-synthetischen Fungiziden und Mineraldünger verzichtet man, um das natürliche Ökosystem zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Mit der Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln werden die Pflanzen auf natürlichem Wege gestärkt und abgehärtet.
Seit drei Generationen hat sich das Weingut als Ökonomierat Rebholz auf die Biodynamie konzentriert. Mithilfe der Natur entstehen charaktervolle Weine. Alle Weine unterliegen der Öko-Kontroll-Nr. DE-ÖKO-003.
VDP-Mitgliedschaft seit 1991
Das Weingut Ökonomierat Rebholz ist seit 1991 Mitglied im VDP - Verband deutscher Prädikatsweingüter. Diese Mitgliedschaft in Deutschlands exklusivstem Winzerverband unterstreicht die konstant hohe Qualität und die Ausrichtung auf terroirgeprägte Spitzenweine.
VDP.GROSSE LAGE Kastanienbusch – Der Kultweinberg
DIE herausragendste Rieslinglage, seit Generationen im Besitz der Familie Rebholz, ist der Birkweiler „Kastanienbusch" [pfälzisch: keschdebusch], die mit 220m - 320m ü.N.N. höchstgelegene VDP.Grosse Lage in der Pfalz. Die größte Besonderheit dieser Lage ist aber das Kleinklima und der Boden. Er liegt ganz oben in einem einzigartigen Talkessel an einem sehr steilen Südhang umringt von Esskastanien, daher sein Name.
Buntsandstein-rotliegendes Verwitterungsgestein machen die Rieslinge hier langlebig mit einem riesen Potential, unverwechselbar und mit großer Finesse. Weinunikate der besonderen Art. Sie brauchen nur etwas Zeit! Dieser Kult-Weinberg gehört zu den besten und legendärsten Lagen für trockenen Riesling in Deutschland! In einer Reihe mit z.B. Kellers „Hubacker", Wittmanns „Morstein" oder Emrich-Schönlebers „Halenberg".
Der Kastanienbusch Riesling GG ist Jahr für Jahr ein neues Unikat und inzwischen international bekannt, extrem erfolgreich und beliebt geworden. 2017 hat er die 100 Punkte im Gault&Millau geschafft!
Weitere VDP.GROSSE LAGEN
Neben dem legendären Kastanienbusch verfügt das Weingut über weitere Große Lagen: Siebeldinger Im Sonnenschein und Ganz Horn. Jede Lage zeigt ihren individuellen Charakter und trägt die Handschrift ihres Terroirs. Die Rieslinge vom Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegenden und Schiefer sind famose Exemplare mit Großem Gewächs-Charakter.
VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt mit Gewürztraminer
Ein ganz besonderer Weinberg ist die VDP.ERSTE LAGE Albersweiler Latt. Die sehr steile Parzelle wurde 1947 vom Ökonomierat Rebholz mit Gewürztraminer bepflanzt. Diese historische Parzelle zeigt die langjährige Tradition des Weinguts mit aromatischen Rebsorten.
25 Hektar und vielfältige Terroirs
Das Weingut umfasst 25 Hektar. Nach einer strikt auf biodynamischen Grundsätzen beruhenden Bewirtschaftung der Weinberge verläuft auch der Ausbau im optimal klimatisierten Keller so schonend wie möglich; die Neuanschaffung einer Vielzahl (auch kleinster) Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat nochmals einen letzten qualitativen Schub gegeben.
Das Weingut Ökonomierat Rebholz profitiert von vielfältigen Böden, die unter anderem aus Löß-Lehm, Buntsandstein, Kalk und Rotliegendem bestehen. Hinzu kommen verschiedene Mikroklimata, die aufgrund der Bergketten und Hügel der Region entstehen.
Riesling – Die Visitenkarte des Weinguts
Der Riesling VDP.GUTSWEIN zeigt die gesamte Philosophie und ist eine perfekte Visitenkarte fürs Weingut. Aus der Weingutsphilosophie ergeben sich trockene, durchgegorene Weine mit viel Typizität, Eleganz und herausragendem Entwicklungspotential.
Weißburgunder – Rebholz' Durchbruch
Eigentlich ist es der Weißburgunder mit dem Hans Jörg Rebholz bekannt geworden ist. Die Weißburgunder von Rebholz gehören zu den besten Deutschlands und zeigen mineralische Kraft, elegante Struktur und großes Reifepotenzial.
Aromatische Rebsorten als Spezialität
Mit Sauvignon Blanc, Muskateller und Gewürztraminer hat die Familie schon immer begeistert, denn wo andernorts das Augenmerk vor allem den „Platzhirschen" galt, hat man sich in Siebeldingen von Anfang an auch mit Hingabe den „Exoten" gewidmet. Das Ergebnis: Weine von enormer Prägnanz, die ihre ganze Größe zeigen.
Spätburgunder und Sekt
Das Weingut produziert auch herausragende Spätburgunder, die mit ihrer Eleganz und Finesse überzeugen. Die Sekte von Rebholz, sowohl aus Riesling als auch aus Spätburgunder, werden nach traditionellem Verfahren mit langer Hefelagerung hergestellt und zeigen glasklaren Rebholz-Stil.
Ertragsreduzierung und Handlese
Rebholz beherzigt die Regel, dass Qualität im Weinberg mit geradezu stoischer Verbissenheit beginnt. Der Ertrag wird auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar begrenzt. Diese drastische Ertragsreduzierung sorgt für Konzentration, Kraft und Tiefe in den Weinen.
Schonender Ausbau und Geduld
Arbeit im Weinkeller heißt für Rebholz: dem Wein seine Zeit zum Reifen zu lassen. Behutsamer Umgang vorausgesetzt. Nuancenreichtum entwickelt sich nicht bei stürmischer Gärung, sondern nur mit einer großen Ruhe und Gelassenheit.
Während der Weinbereitung wird auf Kniffe wie Anreicherung, Auf- oder Entsäuern verzichtet – es ist der Jahrgang selbst, der hier für Charme sorgt und die Rebholz-Weine während der Reifephase auf der Flasche zum Sprint anzusetzen lässt, wenn bei anderen die „Kellerschminke" deutlich abblättert.
Weine mit Reifepotenzial
Heraus kommen unverwechselbare Tropfen, in der Mehrzahl trocken ausgebaut, die in jungen Jahren mitunter etwas kantig wirken, sich aber Jahr um Jahr weicher und offener präsentieren. Kurz: Sie haben ein hervorragendes Potenzial und sie eignen sich ganz hervorragend zu jedem besonderen Essen.
Siebeldingen – Herz der Südlichen Weinstraße
Ökonomierat Rebholz ist in Siebeldingen in der Pfalz zu Hause. Siebeldingen liegt im Herzen der Südlichen Weinstraße. Siebeldingen liegt in einer der schönsten Landschaften in der Pfalz. Das Weingut befindet sich seit jeher direkt in der Ortsmitte, ist Abbild von mehreren Generationen und steht unter Denkmalschutz – natürlich wurde es immer wieder behutsam erweitert und modernisiert, bis hin zur Vinothek.
Referenzweine der Pfalz
Diese genialen Naturprodukte aus zertifiziertem biodynamischen Anbau sind Referenzweine der Pfalz, die eine Symphonie ihres großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat der Familie Rebholz darstellen. Die eigenständige Stilistik, die kompromisslose Qualitätsorientierung und die konsequente biodynamische Bewirtschaftung machen Rebholz zu einem Leuchtturm des deutschen Weinbaus.
Entdecken Sie bei pfalzweinshop.de die legendären Weine des Weinguts Ökonomierat Rebholz aus Siebeldingen – über 390 Jahre Familientradition seit 1632, biodynamischer Weinbau seit 2005, VDP-Mitglied seit 1991, Kultweinberg Kastanienbusch mit 100 Gault&Millau-Punkten. Kompromisslose Spitzenweine mit Typizität, Eleganz und herausragendem Reifepotenzial – "typisch Rebholz" bedeutet eigenständiger Weinstil abseits jeden Mainstreams. Von mineralischen Rieslingen über kraftvolle Weißburgunder bis zu aromatischen Spezialitäten – Referenzweine der Pfalz aus vielfältigen Terroirs.
Die Erfolgsgeschichte einer Burgunderrebsorte in der Pfalz
Grauburgunder, traditionell auch als Ruländer bekannt, gehört zu den großen Erfolgsgeschichten des pfälzischen Weinbaus. Mit über 1.700 Hektar Rebfläche ist die Pfalz das bedeutendste Anbaugebiet für diese edle Burgunderrebsorte in Deutschland. Was in den 1980er Jahren noch eine Nischenrolle spielte, hat sich zu einer der gefragtesten Weißwein-Kategorien entwickelt – und pfälzische Winzer haben maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.
Die Rebsorte Grauburgunder (Pinot Gris) ist eine Mutation des Spätburgunders und zeigt charakteristische grau-rosa bis blau-violette Beerenschalen. Diese besondere Färbung verleiht auch den Weinen oft einen goldenen bis kupferfarbenen Ton, der sie optisch von anderen Weißweinen unterscheidet. Das warme, sonnenverwöhnte Klima der Pfalz ermöglicht vollreife Trauben mit hoher physiologischer Reife – die perfekte Grundlage für körperreiche, aromatische Grauburgunder mit Fülle, Schmelz und Komplexität.
Von frischen, fruchtbetonten Alltagsweinen über kraftvolle Ortsweine bis zu barriqueausgebauten Spitzengewächsen – pfälzischer Grauburgunder deckt eine beeindruckende Stilvielfalt ab und beweist seine große Wandlungsfähigkeit.
Grauburgunder vs. Ruländer: Zwei Namen, zwei Stile
In Deutschland existieren zwei Bezeichnungen für die gleiche Rebsorte, die unterschiedliche Weinstile repräsentieren:
Grauburgunder bezeichnet den modernen, trockenen Ausbau. Diese Weine sind:
- Trocken ausgebaut (meist unter 9 g/l Restzucker)
- Frisch und elegant mit lebendiger Säure
- Oft im Edelstahl oder neutralen Holz ausgebaut
- Fokus auf primäre Frucht und Sortentypizität
- Als Essensbegleiter konzipiert
Ruländer steht für die traditionelle, restsüße Variante:
- Mit merklicher Restsüße (meist 15-40 g/l)
- Vollmundiger, opulenter Stil
- Goldgelbe Farbe, reife Fruchtaromen
- Oft aus spätgelesenen, überreifen Trauben
- Mehr als Solowein oder zu Desserts geeignet
In der modernen pfälzischen Weinproduktion dominiert klar der trockene Grauburgunder-Stil, während Ruländer eine Spezialität für besondere Anlässe und Liebhaber traditioneller Weinstile bleibt.
Terroir und Klima: Ideale Bedingungen in der Pfalz
Das warme, mediterran geprägte Klima der Pfalz mit durchschnittlich 1.800 Sonnenstunden pro Jahr schafft perfekte Voraussetzungen für Grauburgunder. Die Rebsorte liebt Wärme und erreicht in der Pfalz regelmäßig vollständige physiologische Reife – Voraussetzung für die charakteristische Fülle und den Schmelz pfälzischer Grauburgunder.
Bodenvielfalt als Qualitätsfaktor:
Löss und Lehm: Die fruchtbaren Löss- und Lehmböden der Rheinebene und unteren Lagen bringen körperreiche, fruchtbetonte Grauburgunder mit Fülle und Substanz hervor. Diese Böden speichern Wasser und Nährstoffe und ermöglichen kraftvolle, zugängliche Weine.
Kalkstein: Kalksteinböden in der Mittelhaardt verleihen den Weinen zusätzliche Mineralität, Struktur und Frische. Grauburgunder von Kalkstein zeigen mehr Spannung und Eleganz bei gleichzeitiger Fülle.
Buntsandstein: Die durchlässigen, warmen Buntsandsteinböden am Haardtrand fördern elegante, würzige Grauburgunder mit feiner Mineralität und zurückhaltender Frucht.
Sand- und Kiesböden: Sorgen für frühe Erwärmung und gute Drainage, was besonders in kühleren Jahren von Vorteil ist. Grauburgunder von sandigen Böden zeigen oft eine besondere Feinheit und Delikatesse.
Die Weinberge liegen überwiegend in Süd- bis Südwest-Ausrichtung und profitieren von maximaler Sonneneinstrahlung – ideal für eine Rebsorte, die Wärme schätzt und vollständige Reife benötigt.
Rebsorten-Charakteristik: Was macht Grauburgunder besonders?
Grauburgunder ist eine dankbare, aber auch anspruchsvolle Rebsorte mit besonderen Eigenschaften:
Früher Austrieb: Die Rebsorte treibt früh aus und ist daher spätfrostgefährdet. In der Pfalz mit ihrem milden Klima ist dieses Risiko jedoch geringer als in kühleren Regionen.
Kompakte Trauben: Die dicht gepackten Trauben sind anfällig für Botrytis und Fäulnis, besonders in feuchten Jahren. Sorgfältige Laubarbeit für gute Durchlüftung ist essentiell.
Hohe Zuckergrade: Grauburgunder erreicht in der Pfalz regelmäßig hohe Mostgewichte und damit höhere Alkoholgrade als viele andere Weißweinsorten. Moderne Winzer achten auf optimales Lesezeitpunkt-Management, um Balance zu wahren.
Neutrale Aromatik: Im Vergleich zu aromatischen Sorten wie Gewürztraminer oder Muskateller ist Grauburgunder aromatisch zurückhaltender und subtiler – ein Vorteil für Essensbegleitung und Terroirausdruck.
Oxidationsfreudigkeit: Die Rebsorte neigt zur schnellen Oxidation, was bei unsachgemäßer Verarbeitung zu flachen, bitteren Weinen führen kann. Professionelle Kellertechnik und schnelle, schonende Verarbeitung sind daher besonders wichtig.
Weinbergspflege: Qualität beginnt im Rebstock
Hochwertige Grauburgunder erfordern sorgfältige Weinbergsarbeit:
Ertragsregulierung: Während Basisweine mit 80-100 hl/ha auskommen, werden bei Spitzenweinen Erträge von 50-60 hl/ha angestrebt. Durch frühzeitiges Ausdünnen wird die Konzentration erhöht.
Intensive Laubarbeit: Die kompakten Trauben benötigen gute Durchlüftung. Entblättern der Traubenzone fördert Luftzirkulation und beugt Fäulnis vor. Gleichzeitig müssen die Trauben vor zu viel direkter Sonne geschützt werden, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Optimaler Lesezeitpunkt: Die Kunst besteht darin, den perfekten Moment zu finden: Ausreichend physiologische Reife für Fülle und Aromatik, aber noch genügend Säure für Frische und Balance. In warmen Jahren eine besondere Herausforderung.
Selektive Handlese: Bei Spitzenweinen werden die Trauben von Hand gelesen und bereits im Weinberg vorsortiert. Nur vollreife, gesunde Trauben gelangen in den Keller.
Ausbau: Zwischen Stahl und Holz
Der Ausbau von Grauburgunder erfolgt in der Pfalz auf unterschiedliche Weise, je nach gewünschtem Stil:
Edelstahl-Ausbau:
Die Mehrheit pfälzischer Grauburgunder reift im Edelstahltank. Diese Methode:
- Bewahrt primäre Fruchtaromen
- Sorgt für Frische und Lebendigkeit
- Zeigt klare, präzise Sortentypizität
- Ist ideal für fruchtbetonte, zugängliche Weine
Temperaturkontrollierte Gärung bei 16-18°C verhindert Aromaverluste und sorgt für saubere, klare Weine.
Ausbau im großen Holzfass:
Traditionelle Holzfässer (Stückfass, Fuder) ermöglichen:
- Mikrooxidation für harmonische Entwicklung
- Zusätzliche Komplexität ohne Holzaromen
- Cremigere Textur durch langsame Reifung
- Mehr Struktur und Lagerfähigkeit
Viele Spitzenwinzer bevorzugen diese traditionelle Methode für ihre Ortsweine und Lagenweine.
Barrique-Ausbau:
Für kraftvolle, ambitionierte Grauburgunder setzen manche Winzer auf Barrique (kleine Eichenfässer, 225 Liter):
- Verleiht zusätzliche Komplexität und Struktur
- Bringt Noten von Vanille, Butter, Röstaromen
- Erhöht Lagerfähigkeit und Alterungspotenzial
- Verleiht cremige, opulente Textur
Der Neuholzanteil variiert zwischen 10-50%, je nach gewünschter Holz-Intensität. Meist wird nur partiell im Barrique ausgebaut und später mit Edelstahl-Anteilen assembliert.
Spontangärung:
Immer mehr Qualitätswinzer setzen auf Spontangärung mit wilden Hefen:
- Fördert Komplexität und Individualität
- Authentischerer Terroir-Ausdruck
- Lebendigere, vielschichtigere Weine
- Erfordert Erfahrung und sichere Kellerführung
Hefelager:
Längere Lagerung auf der Feinhefe (sur lie) über Monate:
- Verleiht cremige, buttrige Textur
- Bringt zusätzliche Komplexität (Brioche, Nuss)
- Schützt vor Oxidation
- Erhöht Mundgefühl und Struktur
Besonders bei barriqueausgebauten Spitzenweinen ist langes Hefelager Standard.
Geschmacksprofile und Aromenspektrum
Pfälzischer Grauburgunder präsentiert sich in unterschiedlichen Stilistiken:
Fruchtig-frischer Stil (Edelstahl):
- Aromen: Birne, Apfel, Pfirsich, Zitrusfrüchte
- Leicht bis mittelschwer im Körper
- Lebendige Säure, erfrischend
- Ideal als Aperitif oder zu leichten Speisen
Klassischer Stil (großes Holzfass):
- Aromen: Reife Birne, gelber Apfel, Honigmelone, Nuss
- Mittelschwerer bis voller Körper
- Cremige Textur, harmonische Säure
- Vielseitiger Essensbegleiter
Kraftvoller, barriqueausgebauter Stil:
- Aromen: Reife Steinfrüchte, Butter, Vanille, Brioche, Röstaromen
- Voller, opulenter Körper
- Cremig-samtige Textur
- Komplex, vielschichtig, langlebig
- Partner für gehobene Küche
Ruländer (restsüß):
- Aromen: Überreife Früchte, Honig, kandierte Früchte, exotische Noten
- Goldgelbe Farbe
- Üppig, vollmundig, opulent
- Zu Desserts oder als Meditation
Mineralische Komponenten:
Je nach Terroir zeigen pfälzische Grauburgunder auch:
- Rauchige Noten (besonders auf Buntsandstein)
- Salzige Mineralität
- Würzige Kräuternoten
- Feine Bitterkeit im Abgang (charakteristisch für die Sorte)
Qualitätsstufen: Vom Gutswein zur Reserve
Gutsweine:
Unkomplizierte, fruchtbetonte Grauburgunder für den täglichen Genuss. Im Edelstahl ausgebaut, frisch und zugänglich. Preis: 6-10 Euro.
Ortsweine:
Aus den besten Lagen einer Gemeinde, mit deutlicherem Terroir-Charakter. Oft im großen Holzfass ausgebaut, mehr Tiefe und Struktur. Preis: 10-18 Euro.
Lagenweine:
Aus renommierten Einzellagen, terroirgeprägt und komplex. Oft mit Barrique-Anteil, lagerfähig und vielschichtig. Preis: 18-35 Euro.
Große Gewächse (GG):
Die Spitze trockener Grauburgunder aus VDP-Lagen. Minimaler Ertrag, höchste Selektionsstufe, anspruchsvoller Ausbau. Diese Weine können mit burgundischen Weißweinen konkurrieren. Preis: 30-70 Euro.
Auslese/Ruländer:
Restsüße Spezialitäten aus spätgelesenen, überreifen Trauben. Opulent, komplex und langlebig. Preis: 15-40 Euro.
Kulinarische Vielseitigkeit
Grauburgunder ist ein hervorragender Essensbegleiter mit großer Vielseitigkeit:
Leichte, edelstahlausgebaute Grauburgunder:
- Spargel (klassische Kombination!)
- Salate mit Ziegenkäse
- Leichte Fischgerichte
- Meeresfrüchte, Garnelen
- Frühlingsgemüse
- Asiatische Küche (mild)
Kraftvolle, holzgereifte Grauburgunder:
- Gebratener Fisch (Steinbutt, Zander, Lachs)
- Geflügel in cremigen Saucen
- Kalbfleisch, Schweinebraten
- Risotto und cremige Pasta
- Pilzgerichte
- Käse (Comté, Gruyère, gereifter Gouda)
Barrique-Grauburgunder:
- Hummer und edle Krustentiere
- Foie gras
- Kräftige Fischgerichte (Kabeljau, Seeteufel)
- Weiße Trüffel
- Gourmetküche mit cremigen Komponenten
Ruländer:
- Obstkuchen und Tartes
- Blauschimmelkäse
- Foie gras
- Pur als Meditation
Die optimale Serviertemperatur liegt bei 10-12°C – nicht zu kalt, damit sich die Aromen entfalten können.
Spargel und Grauburgunder: Eine perfekte Ehe
Die Kombination von Grauburgunder und Spargel gilt als eine der klassischsten und gelungensten im deutschen Weinbau. Warum passt das so perfekt?
- Die cremige Textur des Grauburgunders harmoniert mit der seidigen Struktur des Spargels
- Die moderate Säure überfordert das delikate Spargelaroma nicht
- Nussige Noten im Wein ergänzen die feinen Bitternoten des Spargels
- Der mittlere Körper des Weins passt zum Gewicht des Gerichts
- Sowohl Wein als auch Spargel sind Frühlingsboten und werden zur gleichen Zeit genossen
Ob weißer oder grüner Spargel, mit Sauce Hollandaise, Butter oder Schinken – pfälzischer Grauburgunder ist der ideale Partner.
Alterungspotenzial und Lagerung
Grauburgunder ist nicht unbedingt als Langzeit-Lagerwein konzipiert, aber hochwertige Exemplare können durchaus altern:
- Gutsweine: 2-3 Jahre
- Ortsweine: 3-5 Jahre
- Lagenweine: 5-8 Jahre
- Große Gewächse, barriqueausgebaut: 8-15 Jahre
- Ruländer Auslese: 10-20 Jahre
Bei optimaler Lagerung (kühl, dunkel, liegend, 10-12°C) entwickeln sich die Weine: Die Frucht wird komplexer, Honignoten treten hervor, die Textur wird cremiger und die Weine gewinnen an Harmonie.
Allerdings sind die meisten Grauburgunder auf früheren Genuss ausgelegt und zeigen ihre besten Qualitäten in den ersten Jahren nach der Ernte.
Bio und Nachhaltigkeit
Immer mehr pfälzische Grauburgunder-Produzenten arbeiten nach biologischen oder biodynamischen Prinzipien. Die robuste Sorte eignet sich gut für ökologischen Anbau, auch wenn die kompakten Trauben in feuchten Jahren Herausforderungen mit sich bringen.
Bio-Grauburgunder zeichnen sich oft durch:
- Klareren Fruchtausdruck
- Authentischeren Terroir-Charakter
- Lebendigere Struktur
- Bessere Bekömmlichkeit (weniger Schwefel)
Grauburgunder international: Elsass und Italien
Zum Verständnis pfälzischer Grauburgunder hilft ein Blick über die Grenzen:
Elsass (Pinot Gris):
Die französischen Nachbarn kultivieren die gleiche Rebsorte mit großem Erfolg. Elsässische Pinot Gris sind oft noch kraftvoller und opulenter als pfälzische, mit höherem Alkohol und reicherer Textur. Sie waren historisch Vorbilder für pfälzische Winzer.
Italien (Pinot Grigio):
In Norditalien dominiert ein völlig anderer Stil: Leicht, frisch, säurebetont und unkompliziert. Diese Weine haben wenig mit pfälzischem Grauburgunder gemein, zeigen aber die Wandlungsfähigkeit der Sorte.
Pfälzischer Grauburgunder positioniert sich zwischen diesen Extremen: Fülliger als Pinot Grigio, aber frischer als elsässischer Pinot Gris – ein eigenständiger, ausbalancierter Stil.
Preis-Leistung
Pfälzischer Grauburgunder bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und macht qualitativ hochwertige Weißweine für breite Schichten zugänglich. Im Vergleich zu burgundischen Weißweinen (Meursault, Puligny-Montrachet) kosten pfälzische Grauburgunder einen Bruchteil bei oft vergleichbarer Qualität.
Fazit: Vielseitigkeit mit Charakter
Grauburgunder hat sich in der Pfalz zu einer der wichtigsten und vielseitigsten Weißwein-Rebsorten entwickelt. Die Kombination aus idealem Klima, vielfältigen Terroirs und handwerklichem Können hat Weine hervorgebracht, die von unkompliziert-frisch bis komplex-vielschichtig reichen.
Ob als erfrischender Sommerwein, als vielseitiger Essensbegleiter oder als kraftvolles Spitzengewächs – pfälzischer Grauburgunder bietet für jeden Geschmack und Anlass den passenden Wein. Die Fülle und der Schmelz, die charakteristisch für die Sorte sind, werden in der sonnenverwöhnten Pfalz perfekt zur Entfaltung gebracht.
Entdecken Sie in unserem Sortiment die faszinierende Vielfalt pfälzischer Grauburgunder – von frischen Gutsweinen über elegante Ortsweine bis zu kraftvollen, barriqueausgebauten Spitzengewächsen. Erleben Sie, wie pfälzische Winzer mit Können und Leidenschaft aus dieser edlen Burgunderrebsorte Weine schaffen, die Fülle, Eleganz und Terroir-Charakter auf einzigartige Weise vereinen!
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass aus lebensmittelrechtlichen Gründen bereits geöffnete Flaschen vom Umtausch ausgeschlossen sind.